Die I. Kinderklinik der Universität Semmelweis hat eine Vergangenheit von 181 Jahren. Zurzeit funktioniert das Institut in insgesamt fünf Gebäuden in der Bókay János Strasse 53-54, seit 2013 unter der Leitung von Dr. Attila Szabó.

 

 

 

Unsere Klinik betreibt heute eine Anzahl von ungefähr 160 Krankenhausbetten, gleichlaufend multidisziplinäre ambulante Sprechstunden bzw. Versorgung. Die Klinik ist prinzipiell, und teilweise auf Landesebene zuständig für folgende Fachrichtungen: Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Epilepsie und Kopfschmerzen, Leber- und gastroenterologische Erkrankungen, obstruktive Lungenerkrankungen, gewisse immunologische Krankheitsbilder, psychiatrische Erkrankungen und Verhaltungsstörungen im Kindesalter, Neugeborenenchirurgie im Fall von verschiedenen Fehlbildungen, Allgemein- und speziell Urologische Chirurgie im Neugeborenen-, Säuglings- und Kindesalter, Perinatalzentrum für Früh-und Neugeborene mit kleinem Geburtsgewicht und/oder Respirationsstörungen und Kardiologie. Zugleich ist es unsere Pflicht auch Kinder mit anderen, hier nicht aufgereihten Erkrankungen zu versorgen.

Mutter-Kind-Zimmer

Wir geben darauf grosse Acht, dass das erkrankte Kind während seines Krankenhausaufenthalts so viel Zeit wie möglich mit seiner Familie – vorwiegend mit seiner Mutter –zusammen verbringen kann. In den letzten sechs Jahren haben wir deswegen acht kleine Krankensäle (Mutter-Kind-Zimmer) eingerichtet, die jeweils für den Krankenhausaufenthalt von einer Mutter und einem Kind geeignet sind. Für chronisch erkrankten Kinder, die keine kontinuierliche stationäre Versorgung brauchen, aber lange unter Behandlung an unserer Klinik stehen, bietet das 150 m nah liegende McDonald’s Haus eine Unterkunftsmöglichkeit, für sogar der ganzen Familie.

Unsere diagnostische Abteilungen sind die folgenden: klinisch chemisches, bakteriologisches und (prinzipiell molekularbiologisches) Forschungslabor, Labor für Reihenuntersuchung der angeborenen Stoffwechselstörungen, Abteilung für Radiologie und Sonographie, Labor für Echokardiographie, Lungenfunktionsprüfung, Elektrokardiographie und Elektroenzephalographie.

Unsere Klinik lehrt der hälfte der ungarisch- und englischsprachigen und allen deutschsprachigen Studenten im V. und VI. Jahrgang Pädiatrie, dazu werden verschiedene subdisziplinäre fakultative Kurse von uns gehalten. Es gibt 11 Programme der Doktorandenschule die zu unserer Klinik gehören mit zahlreichen Doktoranden auf verschiedenen Stufen ihres Curriculums. Die Lehrer unserer Klinik nehmen vielfaltig in verschiedenen postgradualen und Assistenzarztausbildungen in Pädiatrie oder anderen Disziplinen teil, sowie im praktischen Unterricht von Diätassistenten und in mehreren Ausbildungsprogrammen von Krankenschwestern/Krankenpflegern und verschiedenen Fachpflegern.

Unsere Klinik beschäftigt sich seit mehr als drei Jahrzehnten intensiv mit klinischer und Grundforschung. In unserem Labor befinden sich zurzeit drei Forschungsgruppen: die seit Gründung des Labors anwesende Pädiatrische und Nephrologische Forschungsgruppe der Ungarischen Akademie für Wissenschaften und der Universität Semmelweis, die „Lendület“ Nephrogenetische Forschungsgruppe und die „Lendület“ Forschungsgruppe für Diabetes, die letzten zwei gehören auch zur Ungarischen Akademie für Wissenschaften und der Universität Semmelweis. Anbei bereichern weitere kleine Forschungsgruppen unser Forschungsprofil. Im Labor arbeiten um die 30 Mitarbeiter; Dauermitarbeiter, 10-15 Ph.D. Studenten und Studenten die an der Forschungsarbeit Teilnehmen/ihre Diplomarbeit vorbereiten. Unsere Forschungen zielen hauptsachlich das bessere Verständnis von den dahinterliegenden Patomechanismen und weitere Therapiemöglichkeiten vom akuten und chronischen Nierenversagen, peritonealer Dialyse, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und idiopathischer Lungenfibrose. Die Mitarbeiter des Forschungslabors führen neben der Grundforschung bedeutende diagnostische und innovative Tätigkeit durch.

Dreissig Mitarbeiter unserer Klinik haben bereits promoviert, acht sind Doktoren der Ungarischen Wissenschaftlichen Akademie, und der im Jahre 2013 abdankender Direktor ist ordentlicher Mitglied der Ungarischen Wissenschaftlichen Akademie.

Die Klinik hat in 2004 die Qualifikation nach der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und den ungarischen Krankenhausversorgung Standards in den Bereichen von Krankenversorgung, Unterricht und wissenschaftliche Arbeit erworben.