Das deutschsprachige Medizinstudium ist seit 1983 an der Semmelweis Universität in Budapest möglich. Bereits im ersten Jahr gab es 250 Bewerber, von denen 120 im September 1983 ihr Medizinstudium in Budapest aufnehmen konnten.

1987 kam auch der deutschsprachige Studiengang in Zahnmedizin hinzu. 2011 wurde das deutschsprachige Studienangebot mit Pharmazie erweitert. Die ersten Diplome für deutsche Studierende der Humanmedizin wurden erstmals im Jahre 1989 verliehen. In den vergangenen 36 Studienjahren waren über 8000 Studierende in den deutschsprachigen Studiengängen immatrikuliert und es wurden bis heute mehr als 1500 Diplome verliehen.

Das Interesse an einem Studium der Medizin oder der Zahnmedizin im deutschsprachigen Studiengang der Medizinischen Fakultät oder der Fakultät für Zahnheilkunde der Semmelweis Universität ist seit Beginn stetig steigend. Die Bewerber/innen kommen vorwiegend aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz. Da das deutschsprachige Studium auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken kann, sind es mittlerweile nicht selten die Kinder ehemaliger Studierenden und Absolventen, die aufgrund begeisterter Erzählungen ihrer Eltern gerne an der Semmelweis Universität in Budapest studieren möchten.

Zum zwanzigjährigen Jubiläum des deutschsprachigen Medizinstudiums an der Semmelweis Universität wurde im Jahr 2003 ein Alumni-Treffen in Budapest organisiert. Über 400 ehemalige deutsche Studenten/innen sind angereist und mehrere wichtige Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.

Die an der Semmelweis Universität in Budapest ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte haben weltweit, insbesondere in den deutschsprachigen Ländern Europas besonders gute Chancen, in ihrem Beruf tätig zu werden, weil die Qualität der patienten- und praxisorientierten Ausbildung bekannt und geschätzt ist.

Die mehr als 4000 Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, die ihr Studium teilweise oder gänzlich an der Semmelweis Universität absolviert haben, haben sich aufgrund der hohen Qualität der medizinischen Ausbildung problemlos in der medizinischen Gesellschaft integriert.