Traditionsgemäß begrüßte Botschafter von Ungarn Dr. Péter Györkös bei der Feier die Gäste aus Hamburg und ganz Deutschland. Anschließend wandte sich Dr. Thomas von Hahn, Vizedekan für Lehre der Medizinischen Fakultät des Asklepios Campus Hamburg der Semmelweis Universität, an die Feiernden; er bedankte sich bei allen Anwesenden, bei der Botschaft, die den Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hatte, sowie bei allen Eltern und Lehrkräften, die dazu beigetragen hatten, dass die Studierenden des ACH so weit gekommen sind.
Unter der Leitung von Dr. Péter Nyirády, Dekan der Fakultät für Medizin (ÁOK) an der Semmelweis Universität, legten die 54 AbsolventInnen den ärztlichen Eid ab. Nach der Vereidigung wurden sie von Rektor Dr. Béla Merkely und Dr. Péter Nyirády feierlich zu Ärztinnen und Ärzten ernannt, und die Schärpe wurde ihnen von Dr. Thomas von Hahn umgelegt.
Auch in diesem Jahr wurden die Besten des Abschlussjahrgangs besonders geehrt. Diesmal erhielt Paul Ole Behrendt für seine herausragenden Studienleistungen eine Auszeichnung.
Nach den Grußworten der VertreterInnen des Abschlussjahrgangs und von Dr. Joel Lüthy, dem Präsidenten des ACH Alumni-Vereins, setzte sich das Programm mit der Rede von Dr. Béla Merkely fort, der betonte:
Unsere Diplomfeier ist nicht nur einer der wichtigsten und unvergesslichsten Momente im Leben der frischgebackenen Absolventinnen und Absolventen, sondern auch ein Fest der bereits seit 18 Jahren bestehenden erfolgreichen Kooperation zwischen dem Asklepios Campus Hamburg und der Semmelweis Universität. Im Jahr 2008 haben wir die Zusammenarbeit zwischen unserer Universität und den Asklepios Kliniken ins Leben gerufen und umgesetzt, die sich mittlerweile zu einem der wertvollsten und erfolgreichsten Modelle gemeinsamer universitärer Ausbildung in Europa entwickelt hat. Die an der Semmelweis Universität ausgebildeten deutschen Ärztinnen und Ärzte – Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen – stellen das stärkste Bindeglied bei der Weiterentwicklung der deutsch-ungarischen akademischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit dar. Mit Hilfe der am ACH ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen kann der Ruf unserer Universität und der ungarischen medizinischen Ausbildung weiter gestärkt werden.
Dr. Béla Merkely hob außerdem hervor: „Erinnern Sie sich nicht nur an das erworbene Wissen, sondern auch an die Erlebnisse und Momente, die Sie während Ihres Studiums geprägt haben. Sie haben einen entscheidenden Abschnitt Ihres Lebens an der Semmelweis Universität verbracht. Ich bin mir sicher, dass viele von Ihnen auch lebenslange Freundschaften und Liebesbeziehungen geschlossen haben. Diese werden in den kommenden Jahrzehnten genauso wertvoll sein wie die Erfahrungen, die sie in den Hörsälen gesammelt haben!“
Die Hamburger Niederlassung der Semmelweis Universität
Der Asklepios Campus Hamburg (ACH) ist eine binationale Fakultät in Deutschland, die als Teil der Fakultät für Medizin (ÁOK) fungiert. Studierende des deutschsprachigen Studiengangs der Semmelweis Universität können nach den ersten beiden Jahren der theoretischen Ausbildung ab dem dritten Jahr ihr Studium in Hamburg am ACH fortsetzen.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Dr. Katharina Tiemann für ihre Arbeit mit dem Titel „Professor Honoris Causa“ (PHC) ausgezeichnet; Dr. Gerian Grönefeld wurde für sein engagiertes Wirken in der Lehre an der Medizinischen Fakultät des Asklepios Campus Hamburg der Semmelweis Universität geehrt.
Auch Dr. Thorsten Thiel, Geschäftsführer der Asklepios Medical School GmbH, richtete Grußworte an den Abschlussjahrgang: „Ich gratuliere allen Absolventinnen und Absolventen von ganzem Herzen! Ich hoffe, dass ihr Weg als Ärztinnen und Ärzte nicht nur von wissenschaftlicher Exzellenz geprägt sein wird, sondern auch von Menschlichkeit und Bescheidenheit – sowie von der Entschlossenheit, jeden Tag ein neues, sinnvolles Kapitel in das Buch ihres eigenen Lebens zu schreiben.“
Am Ende der Veranstaltung begaben sich die frischgebackenen Ärztinnen und Ärzte zusammen mit der Universitätsleitung und den Mitarbeitern des ACH zum Brandenburger Tor, um ein gemeinsames Gruppenfoto zu machen, wo die 54 Doktorinnen und Doktoren ihre Hüte in die Luft warfen.
Judit Szlovák
Übersetzung: Dr. Balázs Csizmadia
Foto: Christian Bruch; Judit Szlovák





