Die kleinen Patienten der Klinik für Kinderheilkunde an der Semmelweis Universität werden ab sofort in einem Wartezimmer im U-Boot-Stil und einem MRT-Untersuchungsraum empfangen. Durch diese Entwicklung kann den Kindern eine freundliche und unterstützende Umgebung geboten werden, die modernste Bedingungen für ihre Genesung schafft und ihnen hilft, ihre Angst vor der Untersuchung zu überwinden. Die Investition wurde neben der Finanzierung durch die Universität auch durch gesellschaftliches Engagement realisiert. Jede zweite Magnetresonanzuntersuchung an der Universität wird an Kindern durchgeführt, und jedes Jahr benötigen hunderte von Kindern, die mit Sauerstoffmangel oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems geboren wurden oder an Krebs leiden, eine MRT-Untersuchung. Das neue MRT-Gerät ermöglicht die Untersuchung von bis zu 300 Patienten pro Monat vom Neugeborenenalter bis 18 Jahren.


Der spezielle MRT-Scanner sowie ein Wartezimmer und Untersuchungsraum im U-Boot-Stil wurden im Zentralen Patientenversorgungsgebäude der Semmelweis Universität untergebracht.

An der feierlichen Übergabe nahm auch Dr. Balázs Hankó, Minister für Kultur und Innovation, teil, der in seiner Begrüßungsrede darauf hinwies, dass die Semmelweis Universität in den Rankings zu den besten 1% der Welt gehört, ihre internationalen wissenschaftlichen Veröffentlichungen in den letzten Jahren um 70% zugenommen haben und sie die umfassendste und beste Gesundheitseinrichtung Ungarns ist. Er sprach auch darüber, dass im Rahmen des Semmelweis XXI. Entwicklungsprogramms (Semmelweis XXI. Fejlesztési Projekt) Investitionen in Höhe von 128,8 Milliarden Forint getätigt wurden bzw. noch getätigt werden sollen.

„Es ist uns wichtig, dass wir in einer der ältesten pädiatrischen Einrichtungen Europas, unserer Klinik für Kinderheilkunde, mit Wissen auf dem neuesten Stand und modernster Technologie sowie einer Versorgung auf höchstem Niveau zur Genesung kranker Kinder beitragen. Wir achten auch darauf, dass die Behandlungen für unsere kleinen Patienten eine minimale Belastung darstellen und dass wir ihnen den Aufenthalt im Krankenhaus so angenehm und freundlich wie möglich gestalten,“ sagte Rektor Dr. Béla Merkely in seiner Begrüßungsrede. Er erinnerte daran, dass diese Entwicklung durch eine Wohltätigkeitsinitiative unterstützt wurde, die Ende 2024 ins Leben gerufen wurde. „Im Rahmen der Kampagne kamen durch echtes gesellschaftliches Engagement mehr als 100 Millionen Forint an Spenden zusammen, was 10 Prozent der gesamten Investitionskosten entspricht. Mehr als 2100 Privatpersonen spendeten 1 Prozent ihrer Steuern, viele unterstützten die teilweise mit Universitätsmitteln realisierte Investition mit individuellen Spenden, und auch zahlreiche ungarische Großunternehmen schlossen sich der Initiative an,“ erklärte der Rektor. „Diese Zusammenarbeit zeigt deutlich, dass die Werte, für die die Universität steht, weit über die Mauern der Einrichtung hinausreichen: Die Gesundheit künftiger Generationen ist unsere gemeinsame Verantwortung,” betonte er.

Dr. Attila Szabó, Vizerektor für Klinische Angelegenheiten und Direktor der Klinik für Kinderheilkunde, betonte im Zusammenhang mit der kinderfreundlichen Einrichtung des Wartezimmers und des Untersuchungsraums: Dieses Design ist nicht nur reine Dekoration. „Wenn ein Kind das Gefühl hat, mit einem U-Boot auf eine Abenteuerreise in die Tiefen des Ozeans zu gehen, ist das nicht nur der Beginn der Diagnostik, sondern auch der Therapie. Das hochmoderne 3-Tesla MRT-Gerät verfügt über eine hervorragende Gewebeauflösung und gewährleistet eine Diagnose auf dem neuesten Stand der Technik,“ so Dr. Attila Szabó. Er hob hervor, dass die MRT bei der Untersuchung und therapeutischen Nachsorge von Krebserkrankungen im Kindesalter heute unverzichtbar sei. „Die Struktur und Ausdehnung des Tumors, seine Beziehung zu benachbarten Organen und sein mögliches Wiederauftreten lassen sich damit genauer beurteilen als mit jedem anderen bildgebenden Verfahren. Aber neben Neugeborenen werden hier auch Kinder mit Lebererkrankungen sowie neurologischen und rheumatologischen Beschwerden untersucht,“ sagte der Vizerektor für klinische Angelegenheiten.

Für Siemens Healthcare Kft. (Siemens Healthineers) sprach Geschäftsführerin Rita Vincze. Wie sie erklärte, wurde dieses hochmoderne 3-Tesla MRT-Gerät erstmals in Ungarn an der Semmelweis Universität installiert. Das Gerät bietet eine hervorragende Bildqualität und ist speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten: Mit biometrischer Technologie passt es sich Bewegung, Körperbau und Atmung an – das heißt, es kann korrigieren, wenn sich das Kind während der Untersuchung bewegt. Seine auf künstlicher Intelligenz basierenden Lösungen ermöglichen schnellere und genauere Untersuchungen. Der Tunnel mit breiter Öffnung (70 cm Durchmesser) und die leisere Technologie verringern die Angst und Belastung der Kinder.

„MRT-Untersuchungen bei Kindern erfordern spezielle Geräte und Fachkenntnisse, da sich ihre Körpergröße, ihre Erkrankungen und ihre Kooperationsfähigkeit von denen Erwachsener unterscheiden. Das moderne Gerät ermöglicht mit seinem stärkeren Gradienten und seinen auf künstlicher Intelligenz basierenden Lösungen schnellere Untersuchungen in besserer Qualität und verkürzt die Narkosedauer,” erläuterte Dr. Pál Maurovich Horvat, Direktor der Klinik für Medizinische Bildgebung an der Semmelweis Universität. Er fügte hinzu, dass die Realisierung dieses speziellen Bildgebungslabors in etwa einem Jahr erfolgte. Die Kapazitätserweiterung war aufgrund der steigenden Patientenzahlen und des wachsenden Untersuchungsbedarfs notwendig, insbesondere bei der Versorgung chronisch kranker und onkologischer Kinderpatienten. Das freundliche Design mit Unterwasser-Motiven hilft, die Ängste der Kinder zu lindern und kann sogar die Anzahl der Narkosen reduzieren.


Nach den Begrüßungsreden eröffneten Dr. Balázs Hankó, Dr. Béla Merkely, Kanzlerin Dr. Lívia Pavlik, Dr. Attila Szabó, Dr. Pál Maurovich Horvat und Rita Vincze das Wartezimmer und den Untersuchungsraum mit einer feierlichen Banddurchtrennung.   

Galerie

11bilder

Eszter Keresztes
Übersetzung: Dr. Balázs Csizmadia
Foto: Bálint Barta – Semmelweis Universität