Seit letztem Sonntag wurden Ungaren, die an der Abwicklung des Formel-1-Rennens teilnahmen, von Mitarbeitern der Semmelweis Universität getestet. Alle Teilnehmer, d.h. mehrere Hundert Personen, die an der Veranstaltung mitwirken, hatten da einen – innerhalb der letzten 5 Tage gemachten – negativen PCR-Test vorzuweisen.

Die am Hungaroring mitwirkenden ungarischen Teilnehmer wurden von Mitarbeitern der Semmelweis Universität an mehreren Standorten getestet. Diejenigen, die auch an den Vorbereitungsarbeiten des Ungarischen GP teilnahmen, wurden an einer mobilen Teststation in der Nähe der Rennbahn seit letztem Sonntag getestet. Hier mussten bis zum Start etwa 350 Personen getestet werden, wozu mindestens zwei, aber in den Spitzenzeiten drei Testteams täglich 12 Stunden arbeiteten.

Bei 72 von den mehr als 170 Sportrichtern, die außerhalb der Agglomeration von Budapest wohnen, wurden die PCR-Tests so gemacht, dass die Mitarbeiter der Semmelweis Universität die Testpersonen direkt an ihrem Wohnort oder Arbeitsort aufsuchten, und dabei mehr als tausend Kilometer fuhren.

Außerdem wurden die Testproben der am Rennen mitwirkenden Mitarbeiter des Ungarischen Rettungsdienstes im Universitätslabor der Semmelweis Universität ausgewertet, deren Proben von Mitarbeitern des Rettungsdienstes abgenommen wurden.

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Weiterhin standen Mitarbeiter der Universität auch am Ort des Hungarorings während ganzer Zeit des Rennens mit einem Mobillabor zur Verfügung, das als Sicherheitsreserve diente. Hier wurde nur in begründeten Fällen getestet und ein solcher PCR-Test angewendet, wodurch ein außerordentlich schnelles Testergebnis zur Verfügung stehen kann – sagte Dr. Attila Szabó, Vizerektor für klinischen Angelegenheiten der Universität, zuständiger operativer Leiter fürs Testen der Formel 1 seitens Universität. Insgesamt wirkten etwa 60-70 Universitätsmitarbeiter am Testen der mehreren Hundert Personen mit.

Gemeinsam mit dem Stab von Hungaroring wurden von Mitarbeitern der Semmelweis Universität die Verhältnisse schon während dem diesjährigen ersten Rennen in Österreich geprüft, um die Bedingungen einer sicheren Veranstaltung schaffen zu können. „Wir haben die Ordnung der kontinuierlichen Coronavirus-Tests untersucht, um auf das Rennen in Mogyoród (Ungarn) am besten vorbereiten zu können“ – berichtete Dr. Béla Merkely, Rektor der Semmelweis Universität.

Laut Internationalen Automobilverband (FIA), der die Regel der Formel 1 bestimmt, ist ein PCR-Testergebnis fünf Tage gültig.   

Der ungarische GP wurde ähnlich zu den anderen Rennen hinter geschlossenen Türen, mit weniger Personal, unter den strengsten Sicherheitsmaßnahmen veranstaltet. Bei Gestaltung des nötigen medizinischen Hintergrundes und der entsprechenden epidemiologischen Verteidigungsmaßnahmen spielte die Semmelweis Universität eine Schlüsselrolle. Aufgrund Empfehlungen der Universität wurde von Hungaroring das epidemiologische Protokoll gestaltet und die nötigen Hygienemittel, Desinfizierer und Schutzausrüstungen beschaffen.

Auf Hungaroring-Gelände gab es auch ein medizinisches Zentrum, das die allgemeine medizinische Versorgung für Rennfahrer und die Mannschaften gewährleistete; und für die Versorgung der Rennfahrer bei einem eventuellen Unfall war das Medizinische Zentrum der Ungarischen Streitkräfte zuständig.

András Beck
Bilder: Attila Kovács  – Semmelweis Universitat; Hungaroring
Übersetzung: Judit Szlovák