Während dem zweitätigen Treffen wurden von den Delegationspartnern der Semmelweis Universität und der  Ruprecht-Karls-Universität von Heidelberg  die wichtigsten Punkte der über 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit durchgeschaut, die Partner sprachen weiterhin über die gegenwärtigen und zukünftigen Formen der Kooperation, und über die eventuell nötigen Änderungen. Dr.  Dieter W. Heermann, Vizerektor für die internationale Angelegenheiten, sowie  Dr. Peter Schirmacher, Beauftragter des Rektors und die sie begleitende vierköpfige hochrangige Delegation besuchte unsere Universität, deren Besuch eine weitere Station der Semmelweis-Heidelberg Zusammenarbeit bedeutete.

Die wichtigste Aufgabe dieser Veranstaltung – nach der Vorstellung der Geschichte der Partnerschaftsbeziehungen, sowie der bisherigen Erfahrungen und der gegenwärtigen Situation war,  um die gemeinsamen Punkte und Fachgebiete der Zusammenarbeit zu bestimmen, die den Interessen beider Partner dienen. Die deutschen Gäste wurden vom Dr. Béla Merkely, Rektor der Semmelweis Universität,  Lehrstuhlleiter von Kardiovaskuläres Zentrum der Universität im Senatssaal empfangen. Das Ziel dieses Treffens ist – sagte Dr. Merkely – um die Gebiete der Zusammenarbeit entsprechend den geänderten Bedingungen und Trends der heutigen Zeit festzulegen, Projektvorschläge zu formulieren, die eine starke Basis unseres gemeinsamen Arbeitsprogramms für die nächsten  fünf Jahre bilden können.

Entsprechend den oben genannten fanden nach der feierlichen Eröffnung die thematischen Modulgespräche statt. In den Modulen „Wissenschaftliche Kooperation“ und „Finanzierungsoptionen für gemeinsame Forschungsanträge stellten Dr. Péter Ferdinandy, Vizerektor für Wissenschaft und Innovation, sowie Dr. Gyula Szigeti, Universitätsdozent im Institut für Klinisch-Experimentelle Forschung die Hauptgebiete der wissenschaftlichen Arbeit und Innovationstätigkeit an der Semmelweis Universität vor, sie sprachen über die möglichen Verbindungspunkte der Zusammenarbeit zwischen den zwei Universitäten und über die geplanten Science Park-Projekte auch.

In dem Modul „Student- und Dozentenaustausch bzw. Jellinek Harry Stipendiums System“ ging es um die bisherigen Erfahrungen bzw. Erweiterbarkeit des Systems. Im Rahmen dieses Moduls bekamen auch ehemalige Jellinek-Studenten die Möglichkeit, über ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Vorschläge den Zuhörern zu erzählen. In einem anderen Modulgespräch, das Dr. András Kiss, Beauftragter des Rektors für deutsche Angelegenheiten, Direktor des II. Institut für Pathologie und Dr. Zoltán Benyó, Institutsdirektor für Klinisch-Experimentelle Forschung sowie seitens Heidelberg Dr. Peter Schirmacher und Dr. Hans-Günther Sonntag, Ehrendekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg leiteten, wurde folgendes vereinbart: Um das Jellinek Harry Stipendium können sich ab dieses Jahr auch die PhD-Studenten der Doktorenschule der Semmelweis Universität bewerben. Wie bekannt, konnten sich um dieses Stipendium bislang nur Medizinstudenten vom fünften Studienjahr bewerben.

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Am zweiten Tag der Veranstaltung verhandelten die Partner über Bildungsfragen und die Erweiterung der Rahmen von der Zusammenarbeit. Dr. Miklós Kellermayer, gewählter Dekan der Fakultät für Humanmedizin, Direktor des Instituts für Biophysik und Strahlenbiologie stellte das Entwicklungsprogramm des Curriculums an der Semmelweis Universität ausführlich dar, dann besprachen die Partner die Ähnlichkeiten und Unterschiede des Curriculums der zwei Universitäten und tauschten ihre Erfahrungen über die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Mitglieder der Delegation der Semmelweis Universität waren noch: Dr. Attila Szabó, Vizerektor für Klinische Angelegenheiten, Direktor der I. Klinik für Pädiatrie; Dr. Veronika Müller, Beauftragte des Rektors im Sekretariat für Ausländische Studenten der Semmelweis Universität, verantwortlich für die Organisation und Entwicklung der klinisch-praktischen Lehre von ausländischen Studenten, Direktorin der Klinik für Pneumologie, sowie Dr. Marcel Pop, Direktor des Direktorats für Internationale Beziehungen und Judit Szlovák, Projektkoordinatorin im Direktorat für Internationale Beziehungen, Beauftragte für deutsche Angelegenheiten. An der Veranstaltung  nahmen noch die Jellinek Harry-Stipendiaten auch teil, die ihre zehnmonatige Forschungsarbeit, als Vorbereitung auf ihre Diplomarbeit in Heidelberg machten. Als Vertreter der Universität Heidelberg waren noch folgende Delegationsmitglieder da: Dr. Claus Peter Schmitt, Professor der Klinik für Pädiatrie, Dr. Marcell Tóth , Residenzarzt des Instituts für Pathologie und Katharina Reinhardt, Vertreter des Direktorats für Internationale Angelegenheiten.

Das deutschsprachige Medizinstudium ist über dreißig Jahren, seit  1983 an der Semmelweis Universität möglich, es begann im gleichen Jahr, als die Semmelweis Universität die Vereinbarung mit der Universität Heidelberg und Freiburg abschloss. Die Verhandlungen mit den deutschen Universitäten kann die Semmelweis Universität dem Professor Harry Jellinek danken, der Institutsleiter des II. Instituts für Pathologie war. Der Professor benutzte seine ausländischen Beziehungen und war in den siebziger und achtziger Jahren Leiter der Delegation der damaligen Semmelweis Medizinischen Universität, die die Verhandlungen mit den Heidelberger, Freiburger und Berliner Universitäten führten und die Partnerschaftsvereinbarungen mit diesen Universitäten abschlossen.

Seit dem Unterschreiben dieser Vereinbarungen konnten die verschiedensten Formen der Zusammenarbeit zwischen den Partnern von Budapest und Heidelberg erfolgreich verwirklicht werden, wie z.B. Projektzusammenarbeit in gemeinsamen Forschungsprojekten, wissenschaftliche Kooperation auf verschiedenen Fachgebieten, Studenten- und Dozentenaustausch – u.a. im Rahmen des Jellinek Harry Stipendiums – sowie Organisieren von gemeinsamen Fachveranstaltungen.

Am Ende der zweitägigen Veranstaltung fassten die Leiter der zwei Universitäten die erworbenen Erfahrungen zusammen, und bestimmten die wichtigsten Punkte und Aufgaben des Kooperationsprogramms für die nächsten fünf Jahre. Beide Partner betonten, wie nützlich und erfolgreich das Treffen war, und wie wichtig diese Zusammenarbeit und ihre Weiterentwicklung sind.

Judit Szlovák – Direktorat für Internationale Beziehungen
Übersetzung: Judit Szlovák
Photo: Attila Kovács – Semmelweis Universität; Direktorat für Internationale Beziehungen