In der Klinik für Kiefer-, Gesichtschirurgie und Stomatologie der Fakultät für Zahnheilkunde werden jährlich mehr als 44.000 Patienten behandelt und 1.400 größere Kiefer- und Gesichtschirurgie durchgeführt. Die Klinik unterrichtet Zahnmedizinstudenten in Oralchirurgie, Oralimplantologie und Praxisorganisation sowie in der theoretischen und praktischen Ausbildung von Medizinstudenten in Oralchirurgie und Zahnmedizin.

  Die Klinik wurde in 1908 von József Árkövy gegründet, dessen Arbeit und Anerkennung weltweit berühmt ist. Es war die erste Zahnklinik in Europa mit einer stationären Abteilung.

  Die Klinik verfügt über eine stationäre Abteilung für Gesichts-, Kiefer- und Mundchirurgie, eine Abteilung für dentoalveoläre Chirurgie und eine ambulante Zahnchirurgie sowie eine Röntgenabteilung. Die Aktivitäten der dentoalveoralen Chirurgie umfassen Zahnimplantologie, präprothetische Operationen, Knochenersatzverfahren, Entfernung von verlagerten und retinierten Zähne und chirurgische Zahnentfernung. Die Gesichts-, Kiefer- und Mundchirurgie umfasst die chirurgische Behandlung von gutartigen und bösartigen Tumoren im Kopf- und Halsbereich, plastische und rekonstruktive Operationen, Mikrochirurgie und Gesichtsschmerzen.

  In der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Zahnmedizin wurde unter der Leitung von Dr. József Barabás, dem ehemaligen Direktor der Klinik, eine 3D-Gesichtsrekonstruktionsmethode entwickelt, mit der selbst stark beschädigte, deformierte Gesichtsknochen und Kiefer wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden können.

   Seit 2014 verfügt die Klinik über ein Zahnarztzentrum, das speziell für Kindern und Erwachsenen mit besonderen Bedürfnissen verfügbar ist. Der speziell ausgestattete Pflegeort verfügt über ein Team von Fachleuten mit einzigartigem Fachwissen. Es gibt insgesamt sechs solcher Zentren im Land mit etwa 500 Interventionen pro Jahr an der Semmelweis-Universität.

  Die Klinik unterrichtet Zahnmedizinstudenten im 3., 4. und 5. Studienjahr in Oralchirurgie, Radiologie, Oralimplantologie und Praxisorganisation sowie Allgemeinmedizinstudenten in Ungarisch, Deutsch und Englisch theoretischen und praktischen Unterricht in Oralchirurgie. Eine große Anzahl von Studenten bereitet Dissertationen und Dissertationen des TDK und des Rektors in der Klinik vor. Hochwertige Bachelor- und Postgraduiertenausbildung wird auch von ausländischen Partneruniversitäten anerkannt. Die Klinik bildet jährlich 10-12 Kieferchirurgen aus und untersucht sie. Die Ausbilder der Klinik halten regelmäßig Vorlesungen zu verschiedenen Kursen zur Prüfungsvorbereitung sowie regelmäßig Weiterbildungen und Vorlesungen für Kieferchirurgen, Zahnärzte, Chirurgen, Augenärzte und HNO-Ärzte sowie Fachkandidaten.

  Die wichtigsten Forschungsbereiche der Klinik umfassen die Optimierung und Erforschung der Form, Materialzusammensetzung und Oberflächeneigenschaften von Implantaten und medizinischen Instrumenten, die in der Kiefer- und Gesichtschirurgie eingesetzt werden. Klinische Anwendung verschiedener Knochenersatzprodukte, Verfahren zur Knochenregeneration; Entwicklung neuer chemotherapeutischer Protokolle zur Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren; und klinische und pathologische Untersuchung von malignen Erkrankungen der Mundhöhle bei Jugendlichen.

  Die Klinik beherbergt das Sekretariat der Ungarischen Gesellschaft für Gesichts-, Kiefer- und Mundchirurgie sowie zwei Stiftungen, die die Aus- und Weiterbildung von Medizinstudenten und jungen Oralchirurgen fördern sollen.