Die Arbeitsgruppe wird von Prof. Dr. Krisztina Márton und Dr. Tamás Demeter geleitet.

Die ökologische Krise ist längst keine Bedrohung der Zukunft mehr, sondern ein fester Bestandteil unserer Gegenwart. Sie gefährdet unsere Gesundheit ebenso wie die grundlegenden Systeme unserer Gesellschaft. Verursacht wird sie durch den menschlichen Eingriff in die Biosphäre sowie durch unsere gegenwärtigen kulturellen Denk- und Handlungsmuster.

Auch das Gesundheitswesen trägt – trotz seines eigentlichen Auftrags, Gesundheit zu fördern und Krankheiten zu behandeln – erheblich zur Belastung von Umwelt und Ökosystemen bei. Der CO₂-Fußabdruck der Zahnmedizin macht etwa 3% des gesamten CO₂-Fußabdrucks des Gesundheitswesens aus. Weltweit ist der Gesundheitssektor für rund 5% der anthropogenen Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Obwohl die Problematik gravierend ist, beschäftigen sich Forschung, Initiativen und Fachorganisationen erst seit wenigen Jahren intensiv mit den Umweltauswirkungen des Gesundheitswesens und insbesondere der Zahnmedizin sowie mit Strategien zu deren Verringerung.

Unsere Arbeitsgruppe wurde am 22. April 2021 (Tag der Erde) gegründet. Ihr Ziel ist es, die Umweltauswirkungen zahnmedizinischer Materialien, Technologien und Behandlungsverfahren wissenschaftlich zu untersuchen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit innerhalb der Zahnmedizin zu stärken. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, die Zahnmedizin ökologischer und umweltfreundlicher zu gestalten und die Bedeutung nachhaltigen Handelns in diesem Fachgebiet hervorzuheben.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die umfassende Aus- und Weiterbildung sowie die Sensibilisierung von Studierenden und Fachkräften. Dabei werden bestehende Denkweisen und etablierte Konzepte anhand aktueller internationaler Forschungsergebnisse kritisch überprüft und weiterentwickelt.

Forschungsschwerpunkte und Aktivitäten:

  • Untersuchung der Einstellungen zu Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin
  • Evaluation der Wirksamkeit umweltfreundlicher Mundhygieneprodukte
  • Entwicklung und Bewertung von Möglichkeiten zur Reduktion von Einwegmaterialien in der Zahnmedizin
  • Analyse zahnmedizinischer Abfälle, ihrer Entstehungs- und Entsorgungswege sowie des Bewusstseins für Abfallmanagement; Durchführung von Abfallaudits
  • Vergleich des ökologischen Fußabdrucks verschiedener zahnmedizinischer Behandlungsverfahren
  • Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Wissensvermittlung und Erstellung von Informationsmaterialien sowie Inhalten für soziale Medien

Mitglieder der Arbeitsgruppe:

  • Prof. Dr. Krisztina Márton – Institutsleiterin
  • Dr. Tamás Demeter, PhD – Oberassistent
  • Dr. Csilla Erdei – Assistenzdozentin
  • Dr. Fanni Andrea Vass, Assistenzdozentin

Teilnahme an der TDK-Konferenz:

  • 2022: Virág Palotai und Kinga Volford
  • 2024: Dóra Irinyi und Imola Monos