Die ungarische Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie hat sich  aus der Allgemein- und vor allem aus der Kriegsmedizin entwickelt. Während des Unabhängigkeitskrieges von 1848/49 sammelte János Balassa enorme Erfahrung in der ersten orealchirurgischen Eingriffen, die er auch notiert hatte. Später arbeitete er an der Behandlung von Gaumenspalten und der Entwicklung chirurgischer Techniken in diesem Gebiet. Das Zahnmedizinische Institut der Universität wurde 1890 unter der Leitung von József Árkövy eröffnet, dessen Arbeit und Anerkennung weit über die Landesgrenzen hinausging. Árkövy arbeitete als Chirurg in Ungarn und ging dann nach London, um Zahnmedizin zu studieren. Nach seinen Heimkehr gründete er die private und dann die universitäts zahnmedizinische Schule, die Anfang des 20. Jahrhunderts offiziell in den medizinischen Lehrplan aufgenommen wurde (damals gab es keine unabhängige Zahnarztausbildung). Im Jahr 1900 wurde das Institut mit einen Dentallabor erweitert und gleichzeitig sind die Möglichkeiten zur Fertigstellung erstanden.

Die Gründung der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Stomatologie erfolgte im Jahr 1909, wann auf dem Grundstück in der Mária- und Pál-Straße eine der am besten ausgestatteten Zahnkliniken Europas, die Stomatologieklinik, eröffnet wurde. Die Struktur und die Gesamtausstattung wurden unter Berücksichtigung der Aspekte von Ausbildung und Facharztausbildung erstellt. Die Stomatologieklinik war eine der ersten Einrichtungen in Europa, die Station hatte.

Während des Ersten Weltkrieges begannen große Fortschritte, da es für wichtig gehalten wurde, bei den vielen Gesichts- und Kieferverletzungen eine angemessene Versorgung zu gewährleisten. Die Stomatologieklinik war voll, und auch andere Behandlungsräume mussten zu Krankensaale und Operationsräumen umgebaut werden. József Árkövy zog sich 1920 zurück und starb in 1922. Sein Nachfolger wurde József Szabó. Während seiner Direktorzeit, sowohl im Bereich der Facharztausbildung als auch im Bereich des wissenschaftlichen Lebens, gab es eine deutliche Verbesserung: er renovierte die innere Struktur der Klinik und erweiterte die Ausbildung der Kiefer- und Gesichtschirurgie. Er erweiterte die Klinik mit den Standards seiner Alter, z.B. wurde eine Röntgenabteilung eingerichtet und neue Disziplinen eingeführt.

Nach dem Tod von Szabó war Dénes Máthé aus einer bekannten Zahnarzt-Dynastie der neue Direktor der Klinik, gefolgt von Balogh Károly in 1944. Laut seiner Initiative wurde die Zahnmedizin ab 1947 als Pflichtfach in der medizinischen Ausbildung eingeführt, und 1955 gründete er die unabhängige Fakultät für Zahnmedizin. Die Vortraghalter der zahnärztliche Fächer waren Angestellte der Klinik, die in wenigen Jahren einen Universitätsdozent- oder Universitätsprofessor Titel erworben haben. Károly Balogh war der Dekan der Fakultät für Medizin im akademischen Jahr 1946/1947 und dann von 1955 bis 1964 auch von der Fakultät für Zahnmedizin. Als Dekan der Fakultät für Zahnmedizin organisierte er 1959 die vier zahnmedizinischen Abteilungen. Seit 1971 ist es möglich eine Facharztprüfung von Oralchirurgie zu absolvieren.