{"id":2766,"date":"2026-09-24T06:39:44","date_gmt":"2026-09-24T04:39:44","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/surgosseg\/?page_id=2766"},"modified":"2026-09-28T12:40:50","modified_gmt":"2026-09-28T10:40:50","slug":"notfallmedizin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/surgosseg\/de\/unterricht\/notfallmedizin\/","title":{"rendered":"Notfallmedizin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kurz \u00fcber das Fach<\/strong><\/p>\n<p><strong>Warum lernen wir Notfallmedizin?<\/strong><\/p>\n<p>Jede \u00c4rztin und jeder Arzt kann mit einem Patienten konfrontiert werden, dessen Zustand sich pl\u00f6tzlich verschlechtert und der unverz\u00fcglich medizinisch versorgt werden muss.<\/p>\n<p>Das Ziel des Faches <strong>Notfallmedizin<\/strong> ist nicht, aus allen Studierenden Notfallmedizinerinnen und Notfallmediziner zu machen. Wir vermitteln vielmehr, wie man einen kritisch kranken Patienten erkennt, seine Untersuchung und Erstversorgung beginnt und die notwendige weitere Hilfe organisiert.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Kurses erwerben Sie zahlreiche f\u00fcr jede \u00c4rztin und jeden Arzt wichtige F\u00e4higkeiten \u2013 von der Erkennung des kritisch kranken Patienten und der strukturierten Untersuchung nach dem ABCDE-Schema \u00fcber die innerklinische Reanimation und die Notfallsonografie bis hin zur strukturierten Kommunikation und zum problemorientierten klinischen Denken.<\/p>\n<p><strong>Was werden Sie lernen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erkennen des kritisch kranken Patienten<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Erkennen eines kritisch kranken Patienten mithilfe des \u201eQuick-Look\u201c-Ansatzes<\/li>\n<li>Erkennen potenziell kritischer Zust\u00e4nde anhand von Warnzeichen, sogenannten \u201eRed Flags\u201c<\/li>\n<li>schnelle und strukturierte Einsch\u00e4tzung des Patientenzustands<\/li>\n<li>Verkn\u00fcpfung der festgestellten Auff\u00e4lligkeiten mit den erforderlichen therapeutischen Ma\u00dfnahmen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Untersuchung und Versorgung nach dem ABCDE-Schema<\/strong><\/p>\n<p><strong>A \u2013 Airway | Atemweg<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Beurteilung der Durchg\u00e4ngigkeit der Atemwege<\/li>\n<li>Anwendung manueller Techniken zur Atemwegssicherung<\/li>\n<li>Anwendung einfacher Atemwegshilfen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>B \u2013 Breathing | Atmung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Untersuchung und Beurteilung der Atmung<\/li>\n<li>Beurteilung der Oxygenierung<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung einer Sauerstofftherapie<\/li>\n<li>Beatmung mit Beutel und Maske<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>C \u2013 Circulation | Kreislauf<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Untersuchung und Beurteilung des Kreislaufs<\/li>\n<li>Anwendung geeigneter Monitoringverfahren<\/li>\n<li>EKG-Beurteilung<\/li>\n<li>Erkennen der Indikationen f\u00fcr eine intraven\u00f6se Fl\u00fcssigkeitstherapie<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>D \u2013 Disability | Neurologischer Status<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Durchf\u00fchrung einer einfachen neurologischen Untersuchung<\/li>\n<li>Erkennen eines Schlaganfallverdachts anhand des BeFAST-Schemas<\/li>\n<li>Beurteilung des Bewusstseins anhand von AVPU und GCS<\/li>\n<li>Beurteilung des Blutzuckerspiegels<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>E \u2013 Exposure | Ganzk\u00f6rperuntersuchung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Durchf\u00fchrung einer vollst\u00e4ndigen k\u00f6rperlichen Untersuchung aus notfallmedizinischer Sicht<\/li>\n<li>Erkennen von Verletzungen und anderen Auff\u00e4lligkeiten<\/li>\n<li>Beurteilung der K\u00f6rpertemperatur<\/li>\n<li>grundlegende Beurteilung einer arteriellen Blutgasanalyse<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Reanimation<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Durchf\u00fchrung von BLS im innerklinischen Umfeld<\/li>\n<li>sichere Anwendung eines AED<\/li>\n<li>Verst\u00e4ndnis und Durchf\u00fchrung der relevanten Teilaufgaben im Rahmen der erweiterten Reanimation<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Notfallsonografie<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Durchf\u00fchrung einer eFAST-Untersuchung<\/li>\n<li>grundlegende Beurteilung der dabei erhobenen sonografischen Befunde<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kommunikation und Teamarbeit<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>strukturierte Kommunikation innerhalb des Behandlungsteams<\/li>\n<li>Anwendung des SBAR-Kommunikationsschemas<\/li>\n<li>strukturierte \u00dcbergabe patientenbezogener Informationen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wie lernen wir?<\/strong><\/p>\n<p>Der Kurs findet im <strong>Blockunterricht<\/strong> statt, wobei theoretisches Wissen und die Entwicklung praktischer Fertigkeiten eng miteinander verbunden werden.<\/p>\n<p><strong>Vorlesungen<\/strong><\/p>\n<p>In den Vorlesungen werden die theoretischen Grundlagen der Notfallversorgung, die Prinzipien der Notfallmedizin sowie die Untersuchung und Versorgung kritisch kranker Patienten vermittelt.<\/p>\n<p><strong>Workshops und Skill-Training<\/strong><\/p>\n<p>In Kleingruppen \u00fcben die Studierenden unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>die Patientenuntersuchung nach dem ABCDE-Schema<\/li>\n<li>Atemwegssicherung<\/li>\n<li>Sauerstofftherapie<\/li>\n<li>Beatmung mit Beutel und Maske<\/li>\n<li>Patientenmonitoring<\/li>\n<li>BLS<\/li>\n<li>eFAST-Untersuchung<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Simulation<\/strong><\/p>\n<p>Das erworbene Wissen und die praktischen Fertigkeiten werden in simulierten Notfallsituationen angewendet.<\/p>\n<p>Dabei liegt der Schwerpunkt nicht nur auf einzelnen technischen Fertigkeiten, sondern auch auf <strong>problemorientiertem klinischem Denken, Entscheidungsfindung und Teamarbeit<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Praktische Ausbildung am Patientenbett<\/strong><\/p>\n<p>Die Studierenden \u00fcben die Prinzipien der notfallmedizinischen Patientenuntersuchung auch in einer realen klinischen Umgebung.<\/p>\n<p><strong>Praktikum beim Rettungsdienst<\/strong><\/p>\n<p>Die Studierenden lernen das System der pr\u00e4klinischen Notfallversorgung, verschiedene Rettungseinheiten sowie die im Rettungsdienst verwendete Ausr\u00fcstung kennen.<\/p>\n<p><strong>Selbstst\u00e4ndige Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<p>Das regelm\u00e4\u00dfig aktualisierte <strong>Skript f\u00fcr Notfallmedizin auf der Moodle-Plattform<\/strong> ist eine wesentliche Grundlage f\u00fcr die selbstst\u00e4ndige Vorbereitung.<\/p>\n<p><strong>Wie \u00fcberpr\u00fcfen wir Ihr Wissen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Theoretisches Wissen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Online-Testpr\u00fcfung<\/strong> mit folgenden Schwerpunktthemen:<\/p>\n<ul>\n<li>Untersuchung und Beginn der Versorgung eines kritisch kranken Patienten bis zum Eintreffen weiterf\u00fchrender medizinischer Unterst\u00fctzung<\/li>\n<li>problemorientiertes klinisches Denken<\/li>\n<li>Erkennen von \u201eRed-Flag\u201c-Symptomen<\/li>\n<li>Zusammenhang zwischen den festgestellten Auff\u00e4lligkeiten und den erforderlichen therapeutischen Ma\u00dfnahmen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum Bestehen der Online-Testpr\u00fcfung ist eine Mindestleistung von <strong>51 %<\/strong> erforderlich.<\/p>\n<p><strong>Praktische Fertigkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Die praktischen Fertigkeiten werden im Rahmen einer <strong>OSCE (Objective Structured Clinical Examination)<\/strong> gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>Unter anderem k\u00f6nnen folgende Fertigkeiten gepr\u00fcft werden:<\/p>\n<ul>\n<li>manuelle Atemwegser\u00f6ffnung<\/li>\n<li>Anwendung einfacher Atemwegshilfen<\/li>\n<li>Beatmung mit Beutel und Maske<\/li>\n<li>Beurteilung der Oxygenierung<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung einer Sauerstofftherapie<\/li>\n<li>Untersuchung und Monitoring des Kreislaufs<\/li>\n<li>EKG-Beurteilung<\/li>\n<li>innerklinische BLS<\/li>\n<li>sichere Anwendung eines AED<\/li>\n<li>strukturierte \u00dcbergabe von Patienteninformationen nach dem SBAR-Schema<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung und grundlegende Beurteilung einer eFAST-Untersuchung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jede praktische Fertigkeit muss mit einer Mindestleistung von <strong>50 %<\/strong> absolviert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Endnote<\/strong><\/p>\n<p>Die Endnote setzt sich aus den Ergebnissen von drei Pr\u00fcfungsteilen zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>OSCE I \u2013 BLS:<\/strong> 25 %<\/li>\n<li><strong>OSCE II \u2013 zwei praktische Skills:<\/strong> 25 %<\/li>\n<li><strong>Online-Schriftliche Pr\u00fcfung:<\/strong> 50 %<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Informationen zum Fach<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Fach:<\/strong> Notfallmedizin und Oxyologie<\/li>\n<li><strong>Studienjahr:<\/strong> 4. Studienjahr<\/li>\n<li><strong>Semester:<\/strong> VII\u2013VIII.<\/li>\n<li><strong>Fachtyp:<\/strong> Pflichtfach<\/li>\n<li><strong>Kredite:<\/strong> 2<\/li>\n<li><strong>Unterrichtsform:<\/strong> Blockunterricht<\/li>\n<li><strong>Teilnahmevoraussetzung:<\/strong> Teilnahme an mindestens 90 % der vorgesehenen praktischen \u00dcbungen und Vorlesungen ist verpflichtend<\/li>\n<li><strong>Pr\u00fcfungsform:<\/strong> Kolloquium<\/li>\n<li><strong>Unterrichtszeiten:<\/strong> entsprechend dem Blockplan; Unterrichtstage: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag<\/li>\n<li><strong>Unterrichtsort:<\/strong> Klinik f\u00fcr Notfallmedizin \u2013 1082 Budapest, \u00dcll\u0151i \u00fat 78\/A<br \/>\nAm ersten Unterrichtstag treffen sich die Studierenden vor der Kapelle im Erdgeschoss des Zentralen Patientenversorgungsgeb\u00e4udes.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Voraussetzungen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Teilnahme an der Lehrveranstaltung m\u00fcssen folgende F\u00e4cher absolviert worden sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Pharmakologie I<\/li>\n<li>Translationale Medizin und Pathophysiologie II<\/li>\n<li>Prop\u00e4deutik der Inneren Medizin<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n<p>Bei Fragen und f\u00fcr weitere Informationen: <strong>edu.sok@semmelweis.hu<\/strong><\/p>\n<p>Programmverantwortliche f\u00fcr das deutsche Programm: Dr. D\u00e1vid Szab\u00f3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz \u00fcber das Fach Warum lernen wir Notfallmedizin? 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