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Ringen mit der Vergnangenheit: Versuch einer individuellen und kollektiven Aufarbeitung 
der Vergangenheit, besonders im Hinblick auf die Beziehung zwischen als inoffizielle 
Mitarbeiter angeworbenen kirchlichen Amtsträgern und der kommunistisch-sozialistischen 
Staatssicherheit 
Máté JOÓB  Contact / Kontakt / Kapcsolat
EJMH Vol 8 Issue 1 (201) 60–80; https://doi.org/10.5708/EJMH.8.2013.1.4
Received: 10 January 2012; accepted: 5 December 2012; online date: 15 June 2013
Section: Common past
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Abstract

Wrestling with the past: An attempt at coming to terms with the past on individual and community level – with special consideration of the relationship between church informants and Communist-Socialist state security: The study describes the social context, in which the Evangelical Lutheran Church in Hungary made an attempt at coming to terms with the relationship between church informants and state security following the collapse of the communist system. It also gives an overview of the process of the formation and work of the church committee whose role was to disclose and analyse the relationship between state security services and certain church people. Furthermore, it examines statements given by church bodies and individuals in order to find some aspects that can answer the following question: why has the process of coming to terms with the past become unexpectedly difficult in the given church community and why has the generally formulated pattern of repentance – confession of sins – forgiveness proved to be inapplicable in settling the question in an adequate way.

Keywords

state and church, Hungary, communism, state socialism, dictatorship, history, retrospect, remorse, shame, forgiveness, secret agent activities

Zusammenfassung

Ringen mit der Vergangenheit: Versuch einer individuellen und kollektiven Vergangenheitsbewältigung mit besonderem Blick auf die Beziehung zwischen den als inoffi zielle Mitarbeiter angeworbenen kirchlichen Amtsträgern und der kommunistisch-sozialistischen Staatssicherheit: Im vorliegenden Artikel wird der gesellschaftliche Kontext dargestellt, in dem die Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn den Versuch machte, nach der Wende die Beziehung zwischen den als inoffi zielle Mitarbeiter angeworbenen kirchlichen Amtsträgern und den Geheimdiensten aufzuarbeiten. Anschließend wird die Gründung und Arbeit der kirchlichen Kommission beschrieben, die zur Untersuchung der Beziehung zwischen den Staatssicherheitsdiensten und einzelnen kirchlichen Amtsträgern ins Leben gerufen worden ist. Darauf folgt die Erörterung von offi ziellen und persönlichen Äußerungen, die weitere Aspekte zur Beantwortung folgender Fragen liefern soll: Warum hat sich die Vergangenheitsbewältigung in der jeweiligen kirchlichen Gemeinschaft als schwieriger erwiesen als erwartet und warum hat sich herausgestellt, dass das allgemeine Schema Reue-Sündenbekenntnis-Vergebung kein geeignetes Mittel der Vergangenheitsbewältigung ist?

SCHLÜSSELBEGRIFFE
Staat und Kirche, Ungarn, Kommunismus, Staatssozialismus, Diktatur, Geschichte, Rückblick, Schuldgefühl, Schande, Vergebung, Agententätigkeit

Corresponding author

Dr. Máté JOÓB
Institut für Mentalhygiene
Semmelweis-Universität
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Ungarn
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