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Case Studies of Family Expressed Emotion for Persons Living with Schizophrenia in 
Delta State of Nigeria 
Christian EWHRUDJAKPOR  Contact / Kontakt / Kapcsolat
EJMH Vol 4 Issue 2 (2009) 247–256; https://doi.org/10.1556/EJMH.4.2009.2.5
Received: 30 June 2008; accepted: 27 May 2009; online date: 15 December 2009
Section: Case Study
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Abstract

This study is aimed at assessing family expressed emotions as a predictor of health status of family members living with schizophrenia as well as identifying some characteristics for high or low emotions of family members towards a ‘sick’ member. There were thirty-one families with members suffering from schizophrenia as diagnosed by psychiatrists (using DSM-IV-TR) in government owned hospitals. They were judgmentally sampled with the assistance of social workers. The instrument for gathering data was a validated modified Camberwell Family Interview (CFI) schedule reflecting three major areas: Hostility, Critical comments, and Over-involvement of expressed emotions of family members. The procedure was using trained research assistants from the area to conduct these interactive sessions in their lingua franca. The data generated was subjected to qualitative analysis which shows that out of the 31 families studied, 25 or 80.65% had high expressed emotions while six families or 19.35% had low expressed emotions. However, only five ‘sick’ members had not experienced a relapse since the first treatment and discharge. Seven ‘sick’ members were vagrant of the 25 high expressed emotion families. The study revealed that expressed emotions significantly determine the number of relapses of the member living with schizophrenia; that the gender of a ‘sick’ member does in fact determine the level of expressed emotion from family members. The study also revealed that the poverty of families or shame for families from low and high socio-economic backgrounds respectively are motives for emotions expressed. A model of family therapy was proffered.

Keywords

Nigeria, Camberwell Family Interview, expressed emotions, family care, predictor, relapse, schizophrenia

Zusammenfassung

Fallstudien zu von Familienmitgliedern geäußerten Gefühlen bei Menschen mit Schizophrenie im nigerianischen Bundesstaat Delta: Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, inwieweit von Familienmitgliedern geäußerte Gefühle als Prädiktoren für den Gesundheitszustand ihrer mit Schizophrenie lebenden Familienangehörigen geeignet sind. Eine weitere Zielsetzung ist es, bestimmte Charakteristika von starken bzw. schwachen Gefühlen zu bestimmen, die die Familienmitglieder ihrem „kranken“ Familienangehörigen gegenüber äußern. Die Untersuchung umfasst einunddreißig Familien, bei denen in staatlichen Krankenhäusern tätige Psychiater (unter Verwendung der DSM-IV-TR-Diagnostik) an Schizophrenie leidende Familienmitglieder registriert haben. Die theoretisch begründete Auswahl der Stichprobe wurde unter Einbeziehung von Sozialarbeitern durchgeführt. Für die Datenerhebung wurde ein kontrollierter und modifizierter Camberwell Family Interview (CFI) Fragebogen verwendet, der auf drei Hauptbereiche fokussiert: feindselige Gefühle der Familienmitglieder, kritische Bemerkungen und die Äußerung von extreme Beteiligung verratenden Gefühlen. Während der Durchführung wurden die interaktiven Treffen von aus dem jeweiligen Gebiet stammenden ausgebildeten Forschungsassistenten in ihrer gemeinsamen Sprache geleitet. Die erhobenen Daten wurden einer qualitativen Analyse unterzogen. Diese zeigte, dass für 25 (80,65%) der einbezogenen 31 Familien die Äußerung starker Gefühle und für die übrigen sechs Familien (19,35%) die Äußerung schwacher Gefühle kennzeichnend war. Gleichzeitig gab es nur fünf „kranke“ Familienmitglieder, bei denen nach der ersten Behandlung bzw. der Entlassung kein Rückfall (relapse) erfolgt wäre. Sieben „kranke“ Familienmitglieder haben ihre durch die Äußerung starker Gefühle gekennzeichnete Familie verlassen. Die Untersuchung machte deutlich, dass die geäußerten Gefühle in großem Maße das Rückfallrisiko der Familienangehörigen mit Schizophrenie bestimmen und dass das Geschlecht die Intensität der von den Familienangehörigen geäußerten Gefühle bestimmt. Die Studie zeigte auch, dass bei Familien mit einem gering geachteten gesellschaftlichen bzw. wirtschaftlichen Hintergrund Armut die Grundlage für die geäußerten Gefühle bildet, bei Familien mit einem hoch geachteten Hintergrund jedoch Beschämung. Die Studie bietet ein Familientherapie-Modell an.

SCHLÜSSELBEGRIFFE
Nigeria, Camberwell Family Interview, geäußerte Gefühle, Familienhilfe, Prädiktor, Relapse, Schizophrenie

Corresponding author

Dr. Christian EWHRUDJAKPOR
Department of Sociology
Delta State University
P.M.B 1, Abraka
Delta State
Nigeria
acadchris@yahoo.com