{"id":8599,"date":"2021-06-23T15:25:10","date_gmt":"2021-06-23T13:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=8599"},"modified":"2021-06-23T15:25:10","modified_gmt":"2021-06-23T13:25:10","slug":"studie-der-semmelweis-universitaet-ueber-sozialen-jetlag-wurde-zu-den-bedeutendsten-publikationen-gewaehlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2021\/06\/23\/studie-der-semmelweis-universitaet-ueber-sozialen-jetlag-wurde-zu-den-bedeutendsten-publikationen-gewaehlt\/","title":{"rendered":"Studie der SEMMELWEIS Universit\u00e4t \u00fcber sozialen Jetlag wurde zu den bedeutendsten Publikationen gew\u00e4hlt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>In Editor\u2018s Pick-Sammlung der Zeitschrift Frontiers of Neuroscience\u00a0 wurden von der Redaktion die &#8211;\u00a0 in den letzten zwei Jahren ver\u00f6ffentlichten Publikationen \u00fcber Funktionieren des vegetativen Nervensystems (autonomes Nervensystem) gesammelt, die nach ihrer Meinung zu den bedeutendsten geh\u00f6ren. Die im Jahre 2019 ver\u00f6ffentlichte Publikation der Arbeitsgruppe f\u00fcr Chronophysiologie &#8211; die zum Institut f\u00fcr Physiologie der Semmelweis Universit\u00e4t geh\u00f6rt, wurde von Redaktion auch ausgew\u00e4hlt. In der Studie, deren Erstautor \u00c1gnes S\u0171dy PhD-Studentin und korrespondierende Autorin Dr. Krisztina K\u00e1ldy Associate Professor sind, wurde die Verbindung zwischen dem sozialen Jetlag und der neuronalen Regulation der Herzt\u00e4tigkeit gepr\u00fcft.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die wissenschaftliche Publikation der Arbeitsgruppe f\u00fcr Chronophysiologie des Instituts f\u00fcr Physiologie der Semelweis Universit\u00e4t, die jetzt <a href=\"https:\/\/www.frontiersin.org\/research-topics\/21623\/autonomic-neuroscience-editors-pick-2021\">auf die Editor\u2018s Pick-Liste<\/a> kam, erschien im September 2019 in Frontiers of Neuroscience. In die Sammlung wurden die in den letzten zwei Jahren in der Zeitschrift ver\u00f6ffentlichten, nach Meinung der Redaktion bedeutendsten Publikationen aufgenommen. In der Studie von \u00c1gnes S\u0171dy PhD Studentin und Dr. Krisztina K\u00e1ldy Associate Professor sowie von deren Mitarbeitern (Krisztina Ella und R\u00f3bert B\u00f3dizs) wurde die Verbindung des sozialen Jetlags und der neuronalen Regulation der Herzt\u00e4tigkeit gepr\u00fcft. Unter den 17 ausgew\u00e4hlten Artikeln wurde die Semmelweis-Publikation von den meisten Personen angesehen, deren Anzahl zurzeit bei mehr als 8600 Leuten liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8598 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/06\/RS132567_C19A6076-scr-400x267-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/06\/RS132567_C19A6076-scr-400x267-1.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/06\/RS132567_C19A6076-scr-400x267-1-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Der soziale Jetlag ist ein Zustand der Differenz zwischen biologischer und gesellschaftlicher Uhr, wenn sich die Schlafperioden der Arbeits- und freien Tage voneinander regelm\u00e4\u00dfig abweichen. An den Arbeitstagen gehen wir im Allgemeinen fr\u00fcher ins Bett, stehen auch fr\u00fcher auf, da die meisten von uns ihre Arbeit um 8 Uhr fr\u00fch beginnen m\u00fcssen. An den freien Tagen sowie an den Wochenenden k\u00f6nnen wir aber entsprechend dem Rhythmus unserer biologischen Uhr leben, d.h. Wir gehen ins Bett, wenn wir m\u00fcde sind, und k\u00f6nnen aufstehen, wenn wir uns erholten &#8211; erkl\u00e4rte Dr. Krisztina K\u00e1ldy\u00a0 Associate Professor des Institut f\u00fcr Physiologie. Zwischen den zwei Zeitfenster kann auch ein Unterschied von mehreren Stunden geben. Der soziale Jetlag hat den Effekt als ob wir an jedem Wochenende eine Zeitreise durch Zeitzonen von 2-3 Stunden machen w\u00fcrden &#8211; f\u00fcgte noch die Professorin dazu.\u00a0<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">Die Forscher der Semmelweis Universit\u00e4t geh\u00f6rten zu den Wissenschaftlern, die zuerst einen Zusammenhang zwischen dem sozialen Jetlag und der neuronalen Regulation der Herzt\u00e4tigkeit finden konnten: je mehr die sozialen Erwartungen und nicht unsere innere Uhr unseren Schlafrhythmus bestimmt, desto schlechter werden die Schlafqualit\u00e4t sowie die Werte der Herzfrequenzvariabilit\u00e4t sein. Dies kann das Risiko der Herausbildung von manchen Kreislaufst\u00f6rungen erh\u00f6hen.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe f\u00fcr Chronophysiologie f\u00fchrten in Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Verhaltenswissenschaften Untersuchungen durch, ob es einen Zusammenhang zwischen dem sozialen Jetlag, der subjektiven Schlafqualit\u00e4t und der Herzfrequenzvariabilit\u00e4t &#8211; die den Zustand des autonomen Nervensystems gut charakterisiert &#8211; gibt. Zum Charakterisieren der Schlafqualit\u00e4t wurde ein standardisierter Fragebogen benutzt, und die Ergebnisse zeigten folgendes: diejenigen, die an den Wochentagen nicht entsprechend dem Rhythmus ihrer biologischen Uhr schlafen konnten &#8211; sie sind die Eulentypen: d.h. falls es nach ihnen ginge, w\u00fcrden sie sp\u00e4t ins Bett gehen, und w\u00fcrden auch sp\u00e4ter aufstehen &#8211; hatten eine schlechtere Schlafqualit\u00e4t w\u00e4hrend dem Schlafen. Die den Zustand des autonomen Nervensystems gut charakterisierende Herzfrequenzvariabilit\u00e4t zeigt die winzigen Abweichungen der nat\u00fcrlichen Variation der Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Herzschl\u00e4gen. Die Daten k\u00f6nnen mit Hilfe eines kleinen Ger\u00e4tes, das auf den K\u00f6rper gefestigt ist, ausgewertet werden. Laut Untersuchungsergebnisse hatten Personen, die vom sozialen Jetlag mehr betroffen sind, eine geringere Herzfrequenzvariabilit\u00e4t an Wochentagen. Dies kann das Risiko der Herausbildung von kardiovaskul\u00e4ren Krankheiten &#8211; wie Herzinfarkt oder hoher Blutdruck &#8211; erh\u00f6hen. Hierbei ist zu erw\u00e4hnen, dass die geringere Herzfrequenzvariabilit\u00e4t auch auf eine schlechtere Schlafqualit\u00e4t hinweisen kann &#8211; erkl\u00e4rte Dr. Krisztina K\u00e1ldy.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-8597 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/06\/RS132568_C19A6093-scr-267x400-1.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" \/>Die H\u00f6he des Jetlag-Effekts k\u00f6nnte durch flexible Arbeitszeit oder durch einen sp\u00e4teren Beginn des Schulunterrichts verringert werden &#8211; die Teenager sind altersbedingt Eulentypen; d.h. Entsprechend ihrer biologischen Uhr w\u00fcrden sie sp\u00e4ter ins Bett gehen und auch sp\u00e4ter aufstehen. Aber auch die Einzelnen k\u00f6nnen daf\u00fcr tun, damit sie vom sozialen Jetlag weniger betroffen sind. Den Eulentypen wird empfohlen, damit sie morgens mehr Zeit bei nat\u00fcrlichem Tageslicht verbringen. Weiterhin sollten sie das intensive blaue Bildschirm-Licht verringern, und es ist n\u00fctzlich, Blaufilter bei PC-Arbeit bzw. Handybenutzen anzuwenden. Durch die Wissenschaft sollten die Menschen auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Sommerzeit &#8211; durch T\u00e4uschen unserer inneren biologischen Uhr den Effekt des sozialen Jetlags erh\u00f6ht, so ist sie auf unsere Gesundheit sch\u00e4dlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00c1d\u00e1m Szab\u00f3<br \/>\nPhoto: Attila Kov\u00e1cs &#8211; SemmelweIs Universit\u00e4t<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Editor\u2018s Pick-Sammlung der Zeitschrift Frontiers of Neuroscience\u00a0 wurden von der Redaktion die &#8211;\u00a0 in den letzten zwei Jahren ver\u00f6ffentlichten Publikationen \u00fcber Funktionieren des vegetativen Nervensystems (autonomes Nervensystem) gesammelt, die nach ihrer Meinung zu den bedeutendsten geh\u00f6ren. Die im Jahre 2019 ver\u00f6ffentlichte Publikation der Arbeitsgruppe f\u00fcr Chronophysiologie &#8211; die zum Institut f\u00fcr Physiologie der Semmelweis &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":101423,"featured_media":8601,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[78],"tags":[],"class_list":["post-8599","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/101423"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8599\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8601"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}