{"id":7482,"date":"2020-12-08T12:26:17","date_gmt":"2020-12-08T11:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=7482"},"modified":"2020-12-08T12:26:17","modified_gmt":"2020-12-08T11:26:17","slug":"dr-dorottya-csuka-erhielt-das-loreal-unesco-stipendium-fuer-frauen-in-der-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2020\/12\/08\/dr-dorottya-csuka-erhielt-das-loreal-unesco-stipendium-fuer-frauen-in-der-wissenschaft\/","title":{"rendered":"DR. DOROTTYA CSUKA ERHIELT DAS L&#8217;OR\u00c9AL UNESCO-STIPENDIUM F\u00dcR FRAUEN IN DER WISSENSCHAFT"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Das L\u2019Or\u00e9al UNESCO-Stipendium f\u00fcr Frauen in der Wissenschaft wurde dieses Jahr Dr. Dorottya Csuka Bazs\u00e1n\u00e9, Senior Research Fellow der Semmelweis Universit\u00e4t verliehen. Die Wissenschaftlerin des Forschungslaboratoriums der Klinik f\u00fcr Innere Medizin und H\u00e4matologie erhielt die Anerkennung f\u00fcr ihre Arbeit im Thema seltener erblichen Nierenerkrankungen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Dorottya Csuka, Senior Research Fellow des Forschungslaboratoriums der Klinik f\u00fcr Innere Medizin und H\u00e4matologie erhielt dieses Jahr das L\u2019Or\u00e9al UNESCO-Stipendium f\u00fcr Frauen und f\u00fcr die Wissenschaft. Diese Anerkennung k\u00f6nnen solche Wissenschaftlerinnen bekommen, die in einem Teilbereich der Bio- und Materialwissenschaften wissenschaftliche T\u00e4tigkeit aus\u00fcben und in ungarischen Hochschulinstitutionen bzw. in Forschungsinstituten arbeiten. Dr. Dorottya Csuka wurde diese Anerkennung f\u00fcr ihre Forschungen im Thema seltener erblichen Nierenerkrankungen verliehen. Diese Stipendien werden jedes Jahr zwei Wissenschaftlerinnen vergeben. Dr. Zsuzsa Bagoly, Wissenschaftlerin der Universit\u00e4t Debrecen besch\u00e4ftigt sich mit der h\u00e4ufigsten Ursache der Erkrankung bei Erwachsenen, mit isch\u00e4mischen Schlaganf\u00e4llen. In ihrer Forschungst\u00e4tigkeit fokussiert sie auf die Herausarbeitung wirksamer Behandlung von isch\u00e4mischen Schlaganf\u00e4llen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS42073_KA-20151214-IMG_1548-scr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7481\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS42073_KA-20151214-IMG_1548-scr-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"450\" \/><\/a>F\u00fcr ihre Arbeit erhielt Dr. Dorottya Csuka im Jahre 2015 den Junior Prima Preis. Dieses preisgekr\u00f6nte Projekt setzte sie dann als leitende Forscherin im Rahmen des staatlichen Postdoktorandenstipendium-Programm fort. Innerhalb des Themas erbliche Nierenerkrankungen besch\u00e4ftigte sie hauts\u00e4chlich mit thrombotischen Mikroangiopathien und C3-Glomerulopatien. W\u00e4hrend ihrer dreij\u00e4hrigen Forschungst\u00e4tigkeit untersuchte sie in erster Linie die Rolle des CFHR3-Proteins und sein kodierendes Gen. Mit ihren Kollegen arbeiteten sie daran, wie das CFHR3-Protein und die Mutationen in seinem Gen zur Herausbildung von Nierenerkrankungen beitragen k\u00f6nnen, sowie was f\u00fcr einen Zusammenhang es zwischen diesem Proteingehalt und der Schwere der Nierenerkrankung bzw. dem Verlauf dieser Krankheit gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Falle dieser Nierenerkrankungen, thrombotischer Mikroangiopathien und C3-Glomerulopatien gibt es ca. 8 Gene, bei denen man wei\u00df, dass ihre Mutationen die Krankheit verursachen. Dies erkl\u00e4rt aber nur 60 Prozent der F\u00e4lle. Bei den restlichen 40 Prozent ist die Ursache der Krankheit noch nicht bekannt. Zu deren Erkl\u00e4rung k\u00f6nnte die am Ende der Forschung eingef\u00fchrte neue Methode, die Next-Generation-Sequenzierung eine Schl\u00fcsselrolle spielen. Durch diese wichtige Methode sind praktisch alle menschlichen Gene zu untersuchen. \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mit deren Hilfe ist die Mutation auch in solchen Genen nachzuweisen, bei denen fr\u00fcher die pathogene Mutation nur vermutet wurde. Durch diese Methode kann die pathogene Mutation mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit beim bisher nicht erkl\u00e4rbaren 40 Prozent der Erkrankungen entdeckt werden \u2013 erkl\u00e4rte die Wissenschaftlerin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die oben beschriebenen Forschungen machte und entwickelte Dr. Dorottya Csuka dann im Rahmen des im Jahre 2019 gewonnenen MTA-Postdoktorandenstipendiums (MTA-Ungarische Akademie der Wissenschaften) weiter. Ab dieser Zeit konzentrierte sie nicht nur auf das Komplementsystem, was das originelle Ziel ihrer Forschungen war, sondern sie untersuchte im Blut auch die Proteine von anderen Plasmaenzym-Systemen, damit sie mehrere pathogenen Mutationen findet. So konnte sie in immer mehreren Genen Mutationen identifizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201eGegenw\u00e4rtig untersuchen wir auch, was f\u00fcr \u00c4nderungen durch die neuen noch unbekannten Genmutationen entstehen k\u00f6nnen, und wie sie diese Krankheiten verursachen\u201c \u2013 fasste Dr. Dorottya Csuka zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201eDieser Preis ist eine gro\u00dfe Ehre f\u00fcr mich, aber gleichzeitig auch eine R\u00fcckmeldung dar\u00fcber, dass unsere Forschungsgruppe auf gutem Wege ist, und unsere Forschungen n\u00fctzlich sind\u201c \u2013 formulierte Dr. Dorottya Csuka, die gerade als freiwillige Mitarbeiterin an COVID-Tests im mikrobiologischen Laboratorium des Instituts f\u00fcr Labormedizin der Semmelweis Universit\u00e4t arbeitete, als sie erfuhr: das L\u2019Or\u00e9al UNESCO-Stipendium wurde ihr verliehen. Diese Nachricht gab ihr einen solchen Energieansto\u00df, dass sie ihre M\u00fcdigkeit trotz harter Arbeit sofort verga\u00df \u2013 sagte sie. Obwohl die Gruppe mit seltenen Krankheiten besch\u00e4ftigt, f\u00fchrt sie im Laboratorium au\u00dfer Forschung auch solche komplexen diagnostische Untersuchungen durch, da sie Proben aus ganz Europa, von Litauen bis Egypt bekommen \u2013 f\u00fcgte die Wissenschaftlerin noch dazu.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS42078_KA-20151214-IMG_1526-scr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7480 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS42078_KA-20151214-IMG_1526-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"633\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2020\/12\/RS42078_KA-20151214-IMG_1526-scr.jpg 950w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2020\/12\/RS42078_KA-20151214-IMG_1526-scr-400x267.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2020\/12\/RS42078_KA-20151214-IMG_1526-scr-768x512.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2020\/12\/RS42078_KA-20151214-IMG_1526-scr-753x502.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2020\/12\/RS42078_KA-20151214-IMG_1526-scr-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 950px) 100vw, 950px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201eDieses Stipendium bedeutet auch eine Art Verpflichtung f\u00fcr mich. Ich habe noch mehr daf\u00fcr zu tun, damit ich auch durch meine weiteren Forschungen beweisen kann, der Preis wurde der richtigen Person vergeben\u201c \u2013 formulierte Dr. Dorottya Csuka.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In den vergangenen 18 Jahren erhielten 49 ungarische Wissenschaftlerinnen das L\u2019Or\u00e9al UNESCO-Stipendium; das Unternehmen unterst\u00fctzte mit mehr als 64 Millionen HUF die ungarischen Forscherinnen. Die Gr\u00fcnder dieses Stipendiumsprogramms hatten das Ziel, damit die Frauen in Wissenschaft in breiterem Kreis bekannt werden k\u00f6nnen, wodurch auch ihre Karriere unterst\u00fctzt wird. \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zsuzsa Borb\u00e9ly<br \/>\nPhoto: Attila Kov\u00e1cs \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das L\u2019Or\u00e9al UNESCO-Stipendium f\u00fcr Frauen in der Wissenschaft wurde dieses Jahr Dr. Dorottya Csuka Bazs\u00e1n\u00e9, Senior Research Fellow der Semmelweis Universit\u00e4t verliehen. Die Wissenschaftlerin des Forschungslaboratoriums der Klinik f\u00fcr Innere Medizin und H\u00e4matologie erhielt die Anerkennung f\u00fcr ihre Arbeit im Thema seltener erblichen Nierenerkrankungen. 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