{"id":5649,"date":"2020-01-16T10:06:08","date_gmt":"2020-01-16T09:06:08","guid":{"rendered":"http:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=5649"},"modified":"2020-01-16T10:06:08","modified_gmt":"2020-01-16T09:06:08","slug":"die-neuen-entdeckungen-ueber-vorhandene-verbindung-zwischen-menschlicher-intelligenz-und-mitochondrien-koennen-auch-die-krebsforschung-unterstuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2020\/01\/16\/die-neuen-entdeckungen-ueber-vorhandene-verbindung-zwischen-menschlicher-intelligenz-und-mitochondrien-koennen-auch-die-krebsforschung-unterstuetzen\/","title":{"rendered":"Die neuen Entdeckungen \u00fcber Verbindung zwischen menschlicher Intelligenz und Mitochondrien k\u00f6nnen auch die Krebsforschung unterst\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Eine unter Mitwirkung der Mitarbeiter der Semmelweis Universit\u00e4t gemachte Forschung, wo die zellularen Mechanismen der Herausbildung der menschlichen Intelligenz gepr\u00fcft wurden, f\u00fchrte zum Ergebnis, das dies auch auf Krebsforschungen Wirkung haben kann. Die Entdeckung der Verbindung zwischen menschlicher Intelligenz und Mitochondrien kann zu neuen Therapien bei der Behandlung der geistigen Behinderungen f\u00fchren. An der vom <em>Max-Planck-Institut f\u00fcr molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG)<\/em> gef\u00fchrten Forschung nahmen auch die Mitarbeiter des Instituts f\u00fcr Medizinische Biochemie von der Semmelweis Universit\u00e4t (OBI) teil. \u00dcber die Bedeutung der <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0896627319310360\">in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Neuron<\/a> publizierten Ergebnisse berichtete Dr. Christos Chinopoulos, Dozent des Instituts.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/01\/mito.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5647 alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/01\/mito-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Die Ergebnisse fr\u00fcherer Forschungen zeigten, dass sich das menschliche Gehirn durch ein bestimmtes humanspezifisches Gen \u2013 es ist nur im menschlichen K\u00f6rper zu finden \u2013 vergr\u00f6\u00dfern kann. Die Einzelheiten dieses Mechanismus waren aber bislang nicht bekannt. Die gegenw\u00e4rtige Forschung war diesbez\u00fcglich besonders erfolgreich \u2013 erkl\u00e4rte Dr. Christos Chinopoulos, Dozent des Instituts\u00a0 von OBI. Eine der wichtigsten Feststellungen der Forschung war folgendes: Dieses Gen (ARHGAP11B) wirkt auf das Energiezentrum der Zellen, auf die sogenannten Mitochondrien. Es verz\u00f6gert die pathologischen \u00c4nderungen der Permeabilit\u00e4t von Mitochondrienmembran (PTP), wodurch die Konzentration des mitochondriellen Kalziums h\u00f6her wird, und es zu einer besseren Funktion f\u00fchrt. Dies leitet solche zellenvermehrenden Prozesse ein, die der Ausbreitung der Krebszellen sehr \u00e4hnlich sind, aber keine negative Auswirkung haben. Der Schl\u00fcssel dazu ist der Prozess Glutaminolysis. Das ist eine von den Haupttriebkr\u00e4ften zur Zellproliferation und spielt in der Herausbildung der Krebszellen eine wichtige Rolle. Durch diese Forschung wurde best\u00e4tigt, dass der gleiche Prozess auch in der Vermehrung der Nervenstammzellen eine Bedeutung hat. D.h. glutaminolysis-gezielte Therapien k\u00f6nnen auch in der Krebsbehandlung auf Metabolismus-Ebene wirksam sein \u2013 erkl\u00e4rte Dr. Christos Chinopoulos. Diese Forschungsergebnisse k\u00f6nnen also auf die zuk\u00fcnftigen Krebstherapien eine positive Wirkung haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine weitere m\u00f6gliche praktische Schlussfolgerung von dieser Forschung kann folgendes sein: wenn in einem menschlichen Embryo Zeichen von Entwicklungsanomalien (z.B. geistige Behinderung) gefunden werden, lohnt es sich dieses ARHGAP11B Gen zu \u00fcberpr\u00fcfen, da es Ursache des Problems sein kann \u2013 erkl\u00e4rte der Universit\u00e4tsdozent. Gleichzeitig kann man sagen, dass die pathologischen \u00c4nderungen der mitochondrialen Funktion \u2013 mit besonderer Hinsicht auf die Herausbildung der PTP erzeugenden \u00c4nderungen \u2013 zur mentalen Retardierung f\u00fchren k\u00f6nnen. Weiterhin kann in der Zukunft die menschliche Intelligenz durch solche Verfahren entwickelt werden, wo die mitochondrialen Funktionen verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Mitarbeiter der OBI, darunter Dr. Christos Chinopoulos und Dr. Judit D\u00f3czy, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts nahmen auf Einladung des <strong>Max-Planck-Instituts f\u00fcr molekulare Zellbiologie und Genetik<\/strong> an der Forschung teil. \u201eDie Mitochondrien betreffenden Forschungen auf den vom deutschen Institut zugeschickten Zellen und Gewebeproben haben wir durchgef\u00fchrt\u201c \u2013 erkl\u00e4rte Dr. Christos Chinopoulos. \u201eDurch ihre Zulassung konnten wir die Rolle des \u00fcberpr\u00fcften Gens in Hervorrufen von Glutaminolysis bestimmen\u201c &#8211; erkl\u00e4rte Dr. Chinopoulos.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/01\/mito2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5648 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/01\/mito2.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bez\u00fcglich Zukunft wird geplant, dass der erste Autor der Forschung, Dr. Takashi Namba die Forschung weiterf\u00fchren wird, da es noch weitere zu entdeckenden Einzelheiten der Funktionsmechanismen des gepr\u00fcften Gens gibt. \u201eWir wissen noch nicht genau, was f\u00fcr Wirkung es auf die Mitochondrien hat; obwohl wir auch auf diesem Gebiet \u00fcber interessante Teilangaben verf\u00fcgen\u201c \u2013 f\u00fcgte noch Dr. Christos Chinopoulos. Er \u00e4u\u00dferte noch die Hoffnung, dass das ungarische Institut auch an den weiteren Forschungen als Partner teilnehmen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Tam\u00e1s Deme <br \/>\nPhoto: Attila Kov\u00e1cs \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine unter Mitwirkung der Mitarbeiter der Semmelweis Universit\u00e4t gemachte Forschung, wo die zellularen Mechanismen der Herausbildung der menschlichen Intelligenz gepr\u00fcft wurden, f\u00fchrte zum Ergebnis, das dies auch auf Krebsforschungen Wirkung haben kann. Die Entdeckung der Verbindung zwischen menschlicher Intelligenz und Mitochondrien kann zu neuen Therapien bei der Behandlung der geistigen Behinderungen f\u00fchren. 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