{"id":4452,"date":"2018-11-15T12:23:38","date_gmt":"2018-11-15T11:23:38","guid":{"rendered":"http:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=4452"},"modified":"2018-11-15T12:23:38","modified_gmt":"2018-11-15T11:23:38","slug":"unvergessliche-erlebnisse-fuers-leben-dr-andras-toth-erzaehlte-ueber-sein-forschungsstipendium-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2018\/11\/15\/unvergessliche-erlebnisse-fuers-leben-dr-andras-toth-erzaehlte-ueber-sein-forschungsstipendium-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Unvergessliche Erlebnisse f\u00fcrs Leben \u2013 Dr. Andr\u00e1s T\u00f3th erz\u00e4hlte \u00fcber sein Forschungsstipendium in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>F\u00fcnf Fragen und f\u00fcnf Antworte: in unserer neuen Interviewreihe befragen wir fr\u00fchere Stipendiaten\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00fcber ihre Erfahrungen, ihre bestimmenden Erlebnisse, die Wirkung ihrer Stipendiumszeit auf sp\u00e4tere Karriere und vor allem dar\u00fcber, was sie den zuk\u00fcnftigen Stipendiaten empfehlen. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Dr. Andr\u00e1s T\u00f3th konnte im Rahmen des Jellinek Harry Stipendiums 10 Monate in der Klinik f\u00fcr Kardiologie von Heidelberg forschen. Heute ist er in der III. Klinik f\u00fcr Innere Medizin der Semmelweis Universit\u00e4t t\u00e4tig.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/11\/toth_andras_heidelberg_kep.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4438 alignright\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/11\/toth_andras_heidelberg_kep-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><strong>Name<\/strong>: Dr. T\u00f3th Andr\u00e1s<br \/>\n<strong>Fakult\u00e4t<\/strong>: Fakult\u00e4t f\u00fcr Medizin<br \/>\n<strong>Name und Laufzeit des Stipendiums<\/strong>: Jellinek Harry Stipendium (10 Monate)<br \/>\n<strong>Empfangsinstitut:<\/strong> Universit\u00e4t Heidelberg, Klinik f\u00fcr Kardiologie, Abteilung Molekulare Kardiologie und Epigenetik, Arbeitsgruppe von Johannes Backs<br \/>\n<strong>Derzeitige Arbeitsstelle:<\/strong> Semmelweis Universit\u00e4t, Residenzarzt der III. Klinik f\u00fcr Interne Medizin<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Warum hast Du dieses Institut gew\u00e4hlt? Womit hast Du Dich w\u00e4hrend dem Programm besch\u00e4ftigt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Vor dem Programm machte ich TDK-Arbeit (Wissenschaftlicher Studienkreis) im Institut f\u00fcr Physiologie \u00a0unter der fachlichen Leitung von Dr. L\u00e1szl\u00f3 Hunyady, Klinikdirektor und Dekan der Fakult\u00e4t f\u00fcr Medizin, wo ich die Plasmamembranrezeptoren und die Regelung ihrer Signal\u00fcbertragung untersuchte. Von dem Stipendium h\u00f6rte ich von Dr. \u00c1kos L\u0151rincz, der sich mit der Untersuchung der Signal\u00fcbertragungswege im Pharmakologischen Institut der Universit\u00e4t Heidelberg in Mannheim unter Mentoring von Professor Thomas besch\u00e4ftigte. Als ich \u00fcber\u00a0 \u00c1kos\u2018 tolle Erfahrungen h\u00f6rte, bekam ich auch Lust, und bewarb ich mich um die gleiche Stelle. Wegen einer Regelungs\u00e4nderung musste ich aber die Forschungst\u00e4tigkeit unbedingt an der Heidelberger Fakult\u00e4t f\u00fcr Medizin f\u00fchren. Auch in meinem Forschungsplan ging es um die Untersuchung der Signal\u00fcbertragungsprozesse der Herzmuskelzellen \u2013 so kam ich ins Labor von Dr. Johannes Backs. Er sah eine gro\u00dfe M\u00f6glichkeit in meinem Forschungsplan und deshalb arrangierte er den Ausbau einer Kollaboration mit dem Labor von Professor Wieland. Im Rahmen dieser Kollaboration beauftragte man mich mit einer komplett neuen Forschungsrichtung. Meine Aufgabe war die Analyse der bisher nicht bekannten, von den Plasmamembranrezeptoren kommenden neuen Wege der epigenetischen Regelungsmechanismen im Herz. Ich fand diese Aufgabe besonders\u00a0 ehrenvoll, weil ich die Untersuchungen in der Klinik f\u00fchren konnte, deren Leiter Prof. Hugo Katus ist. Prof. Katus entdeckte die Anwendungsm\u00f6glichkeit von Troponin als diagnostische Marker. Meiner Meinung nach war mir diese verantwortungsvolle Arbeit wegen zwei Gr\u00fcnden zugewiesen. Einerseits, weil ich \u00fcber langj\u00e4hrige TDK-Forschungserfahrungen verf\u00fcge. Und andererseits wegen fr\u00fcheren Semmelweis-Studenten, mit deren hervorragenden Leistung die Heidelberger Professoren immer zufrieden waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Welche war dein wichtigstes Erlebnis und Erfahrung w\u00e4hrend deiner Zeit in Deutschland? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In dieser Zeit konnte ich viele unvergessliche Erlebnisse sammeln, es ist mir nicht so einfach, eins davon herauszuheben. Insgesamt war es f\u00fcr mich \u00fcberw\u00e4ltigend, an einer der besten Universit\u00e4ten von Europa arbeiten zu k\u00f6nnen. Zu der ergebnisorientierten Arbeit geh\u00f6rt auch eine menschliche Arbeitsatmosph\u00e4re. An Unicampus ist alles in Minuten mit Fahrrad oder zu Fu\u00df zu erreichen, auch die Wohnheime sind in der Nachbarschaft von Campus. An der Universit\u00e4t gibt es ein reges geistiges Leben mit vielen Unterhaltungsm\u00f6glichkeiten in der N\u00e4he. Oft setzten wir uns in einer Kneipe zusammen, wo wir mit einem guten deutschen Bier in der Hand Gespr\u00e4che f\u00fchren konnten. Diese Gelegenheiten\u00a0 dienten einerseits der Unterhaltung, andererseits konnte ich durch die originelle Ideen st\u00e4ndig neue Inspirationen zur erfolgreichen Forschung haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wie half Dir diese Zeit in deinem Leben und in deiner Karriere weiter?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dank der intensiven Forschungsarbeit in Heidelberg gelang es uns, eine bisher nicht gekannte entz\u00fcndliche Signalbahn zu identifizieren, die zu markanten maladaptiven Genexpressions\u00e4nderungen der Herzinsuffizienz f\u00fchrt. Das viel versprechende Thema wollte man auch nach meinem Austritt weiterf\u00fchren, so \u00e4nderte sich unsere gemeinsame Arbeit. Statt Durchf\u00fchrung von Versuchen musste ich sie planen, und die Ergebnisse wurden dann online kontrolliert. Unsere Arbeit war so erfolgreich, dass wir deren Ergebnisse in der prestigevollen wissenschaftlicher Fachzeitschrift EMBO Molecular Medicine publizieren konnten. Neben dieser Erstautor-Publikation erhielt ich auch die Ehre, dass ich eine Einladung in die Schweiz, an die Konferenz der Europ\u00e4ischen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie im Thema Herzinsuffizienz, sowie nach Mannheim, an den j\u00e4hrlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie bekam. Hier konnte ich unsere Ergebnisse pr\u00e4sentieren. Au\u00dferdem brachte mir diese Zeit einen weiteren positiven Effekt. Durch meine Forschungsarbeit in Deutschland konnte ich viel mehr selbst\u00e4ndig werden, und so konnte ich die Schwierigkeiten bei meiner PhD-Forschungen hier zu Hause viel leichter \u00fcberwinden. Ich fand viele neue Freunde im Labor. Die gemeinsamen Partys, die gro\u00dfen Gespr\u00e4che, das Grillen an der Neckar sind unvergessliche Erlebnisse. Die dortigen Freundschaften halten auch heute, viele besuchten mich in Budapest, und ich war bei ihrem Zuhause ebenso eingeladen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Welche Empfehlungen w\u00fcrdest Du den ausreisenden Semmelweis-Studenten geben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wenn Du dich noch nicht entscheiden konntest, schlage ich Dir unbedingt vor, um Dich zu bewerben. Man kann ja unwahrscheinlich viel mit dieser M\u00f6glichkeit gewinnen. Die einzige negative Sache bei diesem Stipendium ist, dass man ein Jahr sp\u00e4ter sein Diplom erh\u00e4lt. Du kannst aber dabei so viele unvergessliche Erlebnisse sammeln, die Dir diese Zeit zu einem der wichtigsten Periode deines Lebens machen k\u00f6nnen. Wenn Du Dich in Forschung interessierst, weigere Dich nicht, nutz diese M\u00f6glichkeit aus! Und wenn Du damit begonnen hast, arbeite mit Herz und Seele, um das Meiste daraus holen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Was sind die Sachen, auf die man auf keinem Fall verzichten darf, wenn man nach Heidelberg kommt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Brauhaus Vetter, und im Sommer die Aussicht vom Phylosophenweg auf die Stadt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Quelle: Direktorat f\u00fcr Internationale beziehungen<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcnf Fragen und f\u00fcnf Antworte: in unserer neuen Interviewreihe befragen wir fr\u00fchere Stipendiaten\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00fcber ihre Erfahrungen, ihre bestimmenden Erlebnisse, die Wirkung ihrer Stipendiumszeit auf sp\u00e4tere Karriere und vor allem dar\u00fcber, was sie den zuk\u00fcnftigen Stipendiaten empfehlen. Dr. Andr\u00e1s T\u00f3th konnte im Rahmen des Jellinek Harry Stipendiums 10 Monate in der Klinik f\u00fcr Kardiologie von Heidelberg &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":101423,"featured_media":4437,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[78],"tags":[],"class_list":["post-4452","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4452","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/101423"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4452"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4452\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4437"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4452"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4452"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4452"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}