{"id":38515,"date":"2025-03-10T11:00:37","date_gmt":"2025-03-10T10:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/?p=38515"},"modified":"2025-11-28T10:36:59","modified_gmt":"2025-11-28T09:36:59","slug":"semmelweis-universitaet-heim-wasserreiniger-stellen-ein-risiko-dar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2025\/03\/10\/semmelweis-universitaet-heim-wasserreiniger-stellen-ein-risiko-dar\/","title":{"rendered":"Semmelweis Universit\u00e4t: Heim-Wasserreiniger stellen ein Risiko dar"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Ungarn gibt es eigentlich keinen Grund, aufbereitetes Trinkwasser zu trinken. Laut einem Gesundheitsexperten der Semmelweis Universit\u00e4t bergen Haushaltsger\u00e4te, die vermeintliche Schadstoffe entfernen, jedoch eine Reihe von Gesundheitsrisiken und verschlechtern in vielen F\u00e4llen die mikrobiologische Qualit\u00e4t des Leitungswassers.<\/strong><\/p>\n<p>Wasserreinigungssysteme f\u00fcr den Heimgebrauch erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, obwohl die Qualit\u00e4t des ungarischen Trinkwassers gut ist.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Trinkwasser ist das am h\u00e4ufigsten untersuchte Nahrungsmittel, das wir konsumieren. Die Beh\u00f6rden pr\u00fcfen seine Qualit\u00e4t mindestens viermal im Jahr, je nach Gr\u00f6\u00dfe der Gemeinde bis zu mehreren hundert Mal, und ver\u00f6ffentlichen die Ergebnisse\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&#8211; sagt Dr. Tam\u00e1s P\u00e1ndics, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheitswissenschaften an der Semmelweis Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Viele Leute kaufen solche Ger\u00e4te wegen eines Problems, das nicht mehr besteht, oder aus einem Grund, den kein Wasserreinigungssystem l\u00f6sen kann &#8211; f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-38517 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/03\/RS187383_433A1580-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/03\/RS187383_433A1580-scr.jpg 1200w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/03\/RS187383_433A1580-scr-400x267.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/03\/RS187383_433A1580-scr-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/03\/RS187383_433A1580-scr-768x512.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/03\/RS187383_433A1580-scr-753x502.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/03\/RS187383_433A1580-scr-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>In Ungarn werden die Wasserverunreinigungen vor allem durch solche geologischen Ursprungs verursacht. Ein erheblicher Teil der ungarischen Wasserquellen war durch Arsen aus dem Gestein verunreinigt, aber dank der Arsenentfernung besteht dieses Problem, abgesehen von sehr seltenen F\u00e4llen, nicht mehr.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Qualit\u00e4t des Rohwassers und des in das Netz eingespeisten Wassers ist in der Regel bis zur Wasseruhr ausgezeichnet, danach liegt es in der Verantwortung des Eigent\u00fcmers, etwaige Risiken zu beseitigen (z. B. Bleiverunreinigungen durch Bleirohre in der Wohnung)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&#8211; sagt Tam\u00e1s P\u00e1ndics.<\/p>\n<p>Viele Menschen kaufen Wasserreinigungsger\u00e4te, weil sie glauben, dass das Leitungswasser mikrobiologisch unzureichend ist. Bei \u00f6ffentlichem Trinkwasser ist dies jedoch sehr selten der Fall. Vielmehr birgt der Wasseraufbereiter selbst mikrobiologische Risiken; mikrobiologische Probleme treten h\u00e4ufig durch unsachgem\u00e4\u00dfen Betrieb des Ger\u00e4ts auf.<\/p>\n<p>\u201eWasser ist nicht steril, es kann eine Vielzahl von mikroskopisch kleinen Organismen enthalten, die aber f\u00fcr unsere Gesundheit nicht von Bedeutung sind, solange wir kein geeignetes Umfeld f\u00fcr ihre Vermehrung schaffen\u201c &#8211; sagt Tam\u00e1s P\u00e1ndics.<\/p>\n<p>Bakterien k\u00f6nnen sich vermehren, wenn Filter nicht regelm\u00e4\u00dfig und nach Bedarf gewechselt werden oder wenn Verunreinigungen von den H\u00e4nden des Benutzers auf den Filter \u00fcbertragen werden, wenn dieser in das Filtergeh\u00e4use eingesetzt oder gereinigt wird. Leicht zug\u00e4ngliche Elemente k\u00f6nnen ordnungsgem\u00e4\u00df gewartet und vollst\u00e4ndig desinfiziert werden, w\u00e4hrend sich Mikroorganismen auf schwer zug\u00e4nglichen, geschlossenen Elementen und in internen Durchg\u00e4ngen (nicht nur bei Wasseraufbereitungsger\u00e4ten, sondern auch bei Verdampfern, Inhalatoren usw.) leicht vermehren k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Kunststoffe sind besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Bakterien, und in feuchten Umgebungen k\u00f6nnen sogar Krankheitserreger anwachsen. Sie verursachen nicht unbedingt Krankheiten, aber das Risiko besteht<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&#8211; sagt Tam\u00e1s P\u00e1ndics.<\/p>\n<p>In Ungarn werden alle Materialien, die mit Trinkwasser in Ber\u00fchrung kommen (Rohre und Armaturen), von den Beh\u00f6rden getestet, bevor sie auf den Markt gebracht werden.<\/p>\n<p>Die Tests konzentrieren sich auf die chemischen Substanzen in diesen Produkten, auf die Risiken der Inhaltsstoffe, die die Wasserqualit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Allerdings werden die biologischen Stoffe, die sich auf ihren Oberfl\u00e4chen bilden, wenn sie mit Wasser in Ber\u00fchrung kommen, noch nicht getestet. Auch das bakterielle Wachstum in kleinen Trinkwasseraufbereitungsanlagen wird \u00fcberwacht. Das sind sehr komplexe Anlagen, und viele der Risiken sind in der Regel viel h\u00f6her als bei Wasser aus der Leitung\u201c &#8211; betont der Experte.<\/p>\n<p>Ein weiteres h\u00e4ufiges Argument f\u00fcr den Kauf dieser Ger\u00e4te ist der Chlorgeschmack und -geruch von behandeltem Leitungswasser. Die meisten Ger\u00e4te enthalten Aktivkohle, die diesen reduziert. Dieser Vorteil an sich ist allerdings viel geringer als das Risiko, das mit der Nutzung der Ger\u00e4te verbunden ist &#8211; so der Experte.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Wenn der Chlorgeruch st\u00f6rt, kann man das Wasser in einen Krug f\u00fcllen, 15 Minuten stehen lassen und dann trinken<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&#8211; sagt Tam\u00e1s P\u00e1ndics. Nach Ansicht des Gesundheitsexperten ist der Einsatz von Wasserfiltern daher in den meisten F\u00e4llen nicht gerechtfertigt.<\/p>\n<div class=\"keretes w-100\">\n<p>Leitungswasser ist auch aus \u00f6kologischer Sicht die beste Wahl. In Flaschen abgef\u00fclltes Mineralwasser belastet die Umwelt unn\u00f6tig, und die beliebtesten Marken unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nicht wesentlich von Trinkwasser. Das gilt umso mehr, als viele unserer Mineralw\u00e4sser aus denselben Wasserwerken stammen wie unser Leitungswasser&#8220; &#8211; sagt Tam\u00e1s P\u00e1ndics und verweist auf Daten aus ungarischen Wasserdatenbanken. Bei der Aufnahme von Spurenelementen und Mineralien dominieren feste Lebensmittel, die der K\u00f6rper am besten aus Gem\u00fcse und Obst aufnehmen kann. Einige Elemente wie Kalzium und Magnesium werden auch gut aus Leitungswasser aufgenommen, und Trinkwasser &#8211; nicht nur Mineralwasser &#8211; kann bis zu 20 Prozent zu ihrer Aufnahme beitragen.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zs\u00f3fiaV\u00e9gh<br \/>\nFoto: B\u00e1lint Barta &#8211; Semmelweis Universit\u00e4t<br \/>\nTitelbild: iS<span data-olk-copy-source=\"MessageBody\">tock by Getty Images<\/span>\/Lazy_Bear<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Ungarn gibt es eigentlich keinen Grund, aufbereitetes Trinkwasser zu trinken. Laut einem Gesundheitsexperten der Semmelweis Universit\u00e4t bergen Haushaltsger\u00e4te, die vermeintliche Schadstoffe entfernen, jedoch eine Reihe von Gesundheitsrisiken und verschlechtern in vielen F\u00e4llen die mikrobiologische Qualit\u00e4t des Leitungswassers. Wasserreinigungssysteme f\u00fcr den Heimgebrauch erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, obwohl die Qualit\u00e4t des ungarischen Trinkwassers gut ist. Trinkwasser &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":101423,"featured_media":38518,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[78],"tags":[72],"class_list":["post-38515","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","tag-presse"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/101423"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38515"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38515\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39670,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38515\/revisions\/39670"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}