{"id":38256,"date":"2025-01-28T10:55:25","date_gmt":"2025-01-28T09:55:25","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/?p=38256"},"modified":"2025-02-04T11:24:02","modified_gmt":"2025-02-04T10:24:02","slug":"dr-diana-reser-herzchirurgin-und-sammlerin-von-herzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2025\/01\/28\/dr-diana-reser-herzchirurgin-und-sammlerin-von-herzen\/","title":{"rendered":"Dr. Diana Reser, Herzchirurgin und Sammlerin von Herzen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im neuesten Artikel unserer Alumni- Interviewreihe spricht Dr. Diana Reser, die erste Professorin f\u00fcr Herzchirurgie in der Schweiz und Gewinnerin des Guinness World Heart Award 2010 f\u00fcr ihre Sammlung herzf\u00f6rmiger Gegenst\u00e4nde, \u00fcber ihre Erfahrungen als ehemalige Semmelweis-Studentin und die Entwicklung ihrer Karriere.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-38263 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Diana-Reser_SE_ALUMNI_sorozat_cover_1200x800px_0517_de.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/p>\n<p><strong><em>Was hat Sie dazu bewogen, Herzchirurgin zu werden?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Seit meiner Kindheit hat mich fasziniert, wie der menschliche K\u00f6rper funktioniert, und das f\u00fchrte zu meinem Traum, \u00c4rztin zu werden. Au\u00dferdem habe ich schon immer gerne gebastelt, und daraus entstand mein Traum, Chirurgin zu werden; ich wollte lernen, wie der menschliche K\u00f6rper wiederherzustellen ist.<\/p>\n<p>Die erste Operation, die ich w\u00e4hrend meines Medizinstudiums live miterlebte, war ein Aortenklappenersatz. Damals wurde mir klar, dass die Herzchirurgie meine Berufung ist.<\/p>\n<p><strong><em>Was gef\u00e4llt Ihnen an Ihrem Beruf?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Herzchirurgie ist eine saubere, \u201e\u00e4sthetische\u201c Chirurgie, die weitgehend standardisiert ist und damit zu den sichersten gro\u00dfen Operationen mit geringem Risiko und geringer Sterblichkeit bei elektiven Eingriffen geh\u00f6rt. Die Herzchirurgie beschr\u00e4nkt sich nicht auf das Herz, sondern ist ein interdisziplin\u00e4res und sich schnell entwickelndes Fachgebiet: Derzeit sind beispielsweise die minimalinvasive Klappenchirurgie durch einen kleinen Zwischenrippenschnitt oder der Verzicht auf die Herz-Lungen-Maschine bei Bypass-Operationen Best Practices in meinem Beruf.<\/p>\n<p><strong><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-38258 alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Guinness-World-Records-certificate-400x267.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Guinness-World-Records-certificate-400x267.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Guinness-World-Records-certificate-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Guinness-World-Records-certificate-768x512.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Guinness-World-Records-certificate-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Guinness-World-Records-certificate-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Guinness-World-Records-certificate-753x502.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Guinness-World-Records-certificate-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Ihre Herzsammlung wurde vom Guinness-Buch der Rekorde anerkannt. Wie kamen Sie auf die Idee, herzf\u00f6rmige Gegenst\u00e4nde zu sammeln?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es begann, als ich noch Medizin studierte. Alle wussten, dass ich Herzchirurg werden wollte, und so bekam ich immer mehr \u201eHerz\u201c-Geschenke. Da kam mir der Gedanke, mich f\u00fcr das Guinness-Buch der Rekorde zu bewerben. Im Jahr 2010 erhielt ich eine Urkunde f\u00fcr meine Sammlung von 775 herzf\u00f6rmigen Gegenst\u00e4nden. Ich hatte den Titel 14 Jahre lang, bis eine Dame im Jahre 2024 meinen Rekord mit einer Sammlung von 1.560 St\u00fccken brach. Jetzt, da ich mehr als 2100 Gegenst\u00e4nde habe, werde ich versuchen, meinen Titel dieses Jahr zur\u00fcckzuerobern.<\/p>\n<p><strong><em>Wie haben Sie von Ihrem Studium an der Semmelweis Universit\u00e4t profitiert?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal war es eine der aufregendsten Erfahrungen meines Lebens, zu meinen famili\u00e4ren Wurzeln nach Budapest zur\u00fcckzukehren. Die Stadt ist fantastisch, es war gro\u00dfartig, Studenten aus der ganzen Welt und hervorragende Dozenten zu treffen. Ich denke, einer der gr\u00f6\u00dften Vorteile der Semmelweis Universit\u00e4t waren die regelm\u00e4\u00dfigen Pr\u00fcfungen. Am Ende jedes Semesters mussten wir schwierige Pr\u00fcfungen ablegen, was uns alle ermutigte, hart zu lernen. Ein weiterer positiver Aspekt waren die praktischen F\u00e4cher, die mit den jeweiligen Fachbereichen verbunden waren, was die Wahl unserer Spezialisierung erleichterte.<\/p>\n<p><strong><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-38257 alignright\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Graduation-in-2005-267x400.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Graduation-in-2005-267x400.jpg 267w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Graduation-in-2005-683x1024.jpg 683w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Graduation-in-2005-768x1152.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Graduation-in-2005-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Graduation-in-2005-753x1130.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Graduation-in-2005.jpg 1365w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/>Was sind Ihre sch\u00f6nsten Erinnerungen aus Ihrer Studentenzeit?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Unsere engagierten Lehrer, das Studentenleben in Budapest, die historischen Geb\u00e4ude der Universit\u00e4t, wo ich das Gef\u00fchl hatte, dass Ign\u00e1c Semmelweis jeden Moment um die Ecke biegen k\u00f6nnte. Ich mag die klassischen architektonischen Stile, weil sie Charakter haben und mich daran erinnern, welch ein Privileg es ist, in dieser historisch ber\u00fchmten Umgebung zu studieren.<\/p>\n<p><strong><em>Wie hat sich Ihre Karriere nach der Studienzeit entwickelt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich erinnere mich, dass mich meine Kommilitoninnen beneideten, weil ich in die Schweiz zur\u00fcckkehrte, um Herzchirurgin zu werden. Sie sagten, dass sie als Frauen in den meisten L\u00e4ndern keine Chance h\u00e4tten, zu einem Vorstellungsgespr\u00e4ch als Chirurgin eingeladen zu werden. Das war das erste Mal, dass ich damit konfrontiert wurde, was es bedeutet, als Frau einen solchen Beruf zu w\u00e4hlen. Aber zum Gl\u00fcck war das in der Schweiz anders, so schien es damals, und ich wurde sofort als Assistenz\u00e4rztin in meiner Heimatstadt Luzern eingestellt, wo ich in der Bauch- und Unfallchirurgie, der Notfallmedizin, der Gef\u00e4\u00df-, Thorax- und Herzchirurgie arbeitete. Ich hatte die Gelegenheit, D\u00e9bridement zu \u00fcben, den Brustkorb zu \u00f6ffnen und zu schlie\u00dfen und sogar der leitende Assistent bei allen gro\u00dfen Operationen am offenen Herzen und an der Lunge zu werden. Danach bewarb ich mich am gr\u00f6\u00dften universit\u00e4ren Lehrkrankenhaus der Schweiz, in Z\u00fcrich. Kurze Zeit sp\u00e4ter assistierte ich rund um die Uhr bei Herzoperationen. Zwei Jahre sp\u00e4ter gab es einen Wechsel in der Leitung, viele Leute k\u00fcndigten, und ich wurde zum leitenden Oberarzt. Obwohl der neue Chefarzt nicht gerade als frauenfreundlich bekannt war, konnte ich an den Operationen teilnehmen und mich schon bald um das europ\u00e4ische Examen bewerben, das ich ohne Probleme bestand. Damals hatte ich keine Ahnung, dass ich nur die \u201eAlibifrau\u201c meines Chefs war.<\/p>\n<p>Nachdem ich meine Facharztpr\u00fcfung jedoch erfolgreich bestanden hatte, wurde meine Bef\u00f6rderung trotz meiner hervorragenden Leistungen und der niedrigen Komplikations- und Sterblichkeitsrate, die die Zahlen der m\u00e4nnlichen Assistenz\u00e4rzte und der \u00c4rzte in der Ausbildung \u00fcbertraf, vertagt. Obwohl ich die Kriterien sowohl in wissenschaftlicher als auch in klinischer Hinsicht erf\u00fcllte, bevorzugte mein Vorgesetzter bei der Besetzung freier Stellen stets m\u00e4nnliche Kollegen und schlug mir sp\u00e4ter sogar vor, mich selbst nach einer anderen Stelle umzusehen. Ich verfiel in eine tiefe Depression und war kurz davor zu k\u00fcndigen, als das Schicksal eingriff: Mein fr\u00fcherer Chef ging und wurde durch den Chefarzt ersetzt. Da die meisten meiner Kollegen gek\u00fcndigt hatten, wurde ich aufgrund des Personalmangels bef\u00f6rdert, und es folgten fantastische vier Jahre. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel operiert: rund um die Uhr, Notf\u00e4lle und komplexe F\u00e4lle, minimalinvasive Chirurgie und Transplantationen. Gleichzeitig machte ich auch in der Forschung Fortschritte und wurde die erste Privatdozentin in Herzchirurgie an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (und der zweite in der Schweiz).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-38260 alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Before-surgery-267x400.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Before-surgery-267x400.jpg 267w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Before-surgery-683x1024.jpg 683w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Before-surgery-768x1152.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Before-surgery-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Before-surgery-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Before-surgery-753x1130.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Before-surgery.jpg 1675w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/>In der Zwischenzeit ernannte das Krankenhaus einen anderen Manager zu meinem Vorgesetzten: Er schuf toxische Arbeitsbedingungen. Alle bespitzelten sich gegenseitig, au\u00dfer mir und einer Kollegin, und so wurden wir bald unerw\u00fcnscht. Obwohl ich l\u00e4ngst alle Voraussetzungen erf\u00fcllt hatte, um eine Pionierin unter den Herzchirurginnen in der Schweiz zu werden, machte das toxische Umfeld um mich herum dies unm\u00f6glich. Also k\u00fcndigte ich, ohne dass ich irgendwohin gehen konnte. Doch das Schicksal hatte wieder einen anderen Plan: Ein ehemaliger Mentor, der in der Privatsektor arbeitete, meldete sich bei mir und sagte, dass sie eine Chirurgin suchten. So landete ich vor f\u00fcnf Jahren im gr\u00f6\u00dften Privatspital der Schweiz, wo ich stressfrei Herzoperationen durchf\u00fchren kann und gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr meine Patienten, meine Studenten und mich habe.<\/p>\n<p><strong><em>Worauf sind Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn am meisten stolz?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Erstens, dass ich meine fr\u00fcheren Gegner eines Besseren belehrt habe und erfolgreich Herzchirurgin im gr\u00f6\u00dften Privatspital der Schweiz geworden bin.<\/p>\n<p>Zweitens ist es mir gelungen, auf die Notwendigkeit einer koordinierten herzchirurgischen Ausbildung in der Schweiz aufmerksam zu machen. Die Entwicklung eines offiziellen Curriculums ist daher eine wichtige Errungenschaft.<\/p>\n<p>Dann wurde ich, wie bereits erw\u00e4hnt, die erste Privatdozentin in Herzchirurgie an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Ich wurde eine erfolgreiche Expertin f\u00fcr minimal-invasive Herzchirurgie mit einer Mortalit\u00e4tsrate von weniger als 1% bei meinen geplanten Eingriffen und habe unz\u00e4hlige dankbare Patienten.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich wurde ich als erste Frau zur Professorin in Herzchirurgie an einer Schweizer Universit\u00e4t ernannt. Obwohl Frauen in der Schweiz zu Vorstellungsgespr\u00e4chen f\u00fcr chirurgische Stellen eingeladen werden, ist die gl\u00e4serne Decke immer noch \u00fcberall sichtbar und schwer zu durchbrechen.<\/p>\n<p><strong><em>Wie sind Sie denn die erste weibliche Herzchirurgin der Schweiz geworden? Wie haben Sie dieses inspirierende Ergebnis erreicht?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-38261 size-medium\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Titularprofessur-267x400.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Titularprofessur-267x400.jpg 267w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Titularprofessur-682x1024.jpg 682w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Titularprofessur-753x1130.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/Titularprofessur.jpg 759w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst aus der Not heraus, denn mein Vorgesetzter wollte mich erst dann operieren und die Facharztpr\u00fcfung ablegen lassen, wenn ich nebenbei forsche. Deshalb habe ich mich f\u00fcr die akademische Laufbahn entschieden, denn leider wird man selbst mit 20 Jahren Erfahrung in der Herzchirurgie nie als erfahrene Chirurgin angesehen, wenn man eine Frau ohne Titel ist, sondern man wird eher f\u00fcr eine Krankenschwester gehalten.<\/p>\n<p>Der Titel Titularprofessur ist eine Garantie f\u00fcr Wissen in meinem Bereich, und r\u00fcckblickend bin ich dem Chef, der mich damals gehindert hat, sehr dankbar. Allerdings traf ich auch nach meiner Ernennung auf m\u00e4nnliche Kollegen, die sich weigerten, meine Leistungen anzuerkennen.<\/p>\n<p><strong><em>K\u00f6nnen Sie von Ihren Erfahrungen als Mitbegr\u00fcnder und Vorstandsmitglied des Swiss Young Cardiologists Club berichten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Fr\u00fcher war die herzchirurgische Ausbildung in der Schweiz nicht einheitlich, weshalb wir 2011 den Young Swiss Cardiac Surgeons Club (YSCSC) gr\u00fcndeten. Unser Club wurde von der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Herzchirurgie (SGHC\/SSCC) unterst\u00fctzt, was es uns erm\u00f6glichte, ein nationales Netzwerk junger Chirurgen zu schaffen. Bis 2016 stand ich als Pr\u00e4sident des Clubs in Kontakt mit allen Abteilungen, Ausbildungsleitern und Auszubildenden und versuchte, die Ausbildung in der gesamten Schweiz zu verbessern. Da es bis dahin kein offizielles Curriculum in der Herzchirurgie gab, entwickelten wir eines, das vor einigen Jahren vom Schweizerischen Institut f\u00fcr \u00e4rztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) akkreditiert wurde.<\/p>\n<p><strong><em>Im Laufe ihrer Karriere haben Sie sich einer Reihe von Organisationen angeschlossen, die sich f\u00fcr die Rechte der Frauen im Gesundheitsbereich einsetzen. K\u00f6nnen Sie uns etwas \u00fcber Ihre Arbeit in diesem Bereich erz\u00e4hlen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Gleichstellung der Geschlechter in der Medizin, insbesondere in der Chirurgie, ist noch lange nicht erreicht, zumindest in den meisten westlichen L\u00e4ndern. Wir haben noch viel zu tun, um die vorherrschenden Rollen in der Gesellschaft zu \u00e4ndern, aber die Arbeit hat bereits begonnen.<\/p>\n<p>Ich bin Vorstandsmitglied des Vereins Medical Women Switzerland (MWS), der sich f\u00fcr die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Karrierechancen von \u00c4rztinnen einsetzt. Wir bieten Fortbildungen f\u00fcr unsere Mitglieder und Interessierte an und sensibilisieren die Gesellschaft und die Entscheidungstr\u00e4ger f\u00fcr die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten in unserem Beruf.<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 wurde ich in den Vorstand des Komitees Women in Cardiothoracic and Thoracic Surgery (WiCTS) der European Association of Cardiothoracic and Thoracic Surgery (EACTS) gew\u00e4hlt, das sich f\u00fcr die Ausbildung, die Sichtbarkeit und den beruflichen Aufstieg von europ\u00e4ischen Fachkr\u00e4ften einsetzt.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte nie gedacht, dass ich in der heutigen modernen Welt ein Pionier werden k\u00f6nnte. Aber ich bin zuversichtlich, dass dies zuk\u00fcnftige Chirurginnen motivieren wird, diesen Weg einzuschlagen, wenn sie es wirklich wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hanna Szekeres, Alumni Direktorat <br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<br \/>\nFoto:\u00a0Diana Reser<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im neuesten Artikel unserer Alumni- Interviewreihe spricht Dr. Diana Reser, die erste Professorin f\u00fcr Herzchirurgie in der Schweiz und Gewinnerin des Guinness World Heart Award 2010 f\u00fcr ihre Sammlung herzf\u00f6rmiger Gegenst\u00e4nde, \u00fcber ihre Erfahrungen als ehemalige Semmelweis-Studentin und die Entwicklung ihrer Karriere. Was hat Sie dazu bewogen, Herzchirurgin zu werden? 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