{"id":38195,"date":"2025-01-16T10:00:56","date_gmt":"2025-01-16T09:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/?p=38195"},"modified":"2025-11-28T10:35:23","modified_gmt":"2025-11-28T09:35:23","slug":"studie-von-semmelweis-und-mate-stellt-zusammenhang-zwischen-mykotoxinen-in-nutzpflanzen-und-lebensmitteln-und-reproduktiven-problemen-bei-ivf-patientinnen-her","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2025\/01\/16\/studie-von-semmelweis-und-mate-stellt-zusammenhang-zwischen-mykotoxinen-in-nutzpflanzen-und-lebensmitteln-und-reproduktiven-problemen-bei-ivf-patientinnen-her\/","title":{"rendered":"Studie von Semmelweis und MATE stellt Zusammenhang zwischen Mykotoxinen in Nutzpflanzen und Lebensmitteln und reproduktiven Problemen bei IVF-Patientinnen her"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mykotoxine, die in Kulturpflanzen und Lebensmitteln vorkommen, k\u00f6nnen sich auf das Fruchtbarkeit von Frauen auswirken, die sich einer In-vitro-Fertilisation unterziehen. Dies geht aus einer neuen klinischen Studie der Semmelweis Universit\u00e4t und der Ungarischen Universit\u00e4t f\u00fcr Landwirtschaft und Lebenswissenschaften (MATE) hervor. Die Studie ist die erste, die das Vorhandensein von Toxinen, die von Schimmelpilzen produziert werden, in der Follikelfl\u00fcssigkeit best\u00e4tigt, und k\u00f6nnte dazu beitragen, die Ursachen f\u00fcr Unfruchtbarkeit unbekannter Ursache aufzudecken.<\/strong><\/p>\n<p>Die Semmelweis Universit\u00e4t erforschte zusammen mit der Ungarischen Universit\u00e4t f\u00fcr Landwirtschaft und Lebenswissenschaften das Vorhandensein von Mykotoxinen in der Follikelfl\u00fcssigkeit von Frauen, die sich einer In-vitro-Fertilisation (IVF) unterziehen. Mykotoxine sind nat\u00fcrlich vorkommende Toxine, die von Schimmelpilzen auf Nutzpflanzen und Lebensmitteln wie Cerealien, N\u00fcssen, Gew\u00fcrzen und Trockenfr\u00fcchten produziert werden. Sie k\u00f6nnen oxidativen Stress, DNA-Sch\u00e4den und sogar Krebs verursachen. Sie stellen zwar auch ein Fruchtbarkeitsrisiko dar, doch ihre Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit von Frauen wurden noch nicht erforscht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-38198 alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/RS199101__19A7435-scr-267x400.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/RS199101__19A7435-scr-267x400.jpg 267w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/RS199101__19A7435-scr.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/>\u201eWir wollten die Mechanismen verstehen, durch die Mykotoxine die Follikelentwicklung und damit den Erfolg der IVF beeinflussen\u201c &#8211; sagt Levente S\u00e1ra, au\u00dferordentlicher Professor an der Klinik f\u00fcr Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Semmelweis Universit\u00e4t und Mitautor der Studie.<\/p>\n<p>An der Studie nahmen 25 Patientinnen teil, deren Follikelfl\u00fcssigkeit und Blutproben auf die h\u00e4ufigsten Mykotoxine untersucht wurden: Deoxynivalenol (DON), \u03b1-Zearalenol (\u03b1-ZOL) und Zearalenon (ZEN), Aflatoxine (AFs), Fumonisin B1 (FB1), T-2\/HT-2-Toxine. Diese Substanzen, die haupts\u00e4chlich in landwirtschaftlichen Kulturpflanzen wie Getreide, Baumwollsamen, Erdn\u00fcssen usw. vorkommen, k\u00f6nnen \u00fcber den Blutkreislauf in die Follikelfl\u00fcssigkeit gelangen, wo sie Entz\u00fcndungen, oxidativen Stress und hormonelle St\u00f6rungen im endokrinen System verursachen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Alle untersuchten Mykotoxine wurden in der Follikelfl\u00fcssigkeit der Patientinnen nachgewiesen, auch wenn sie nicht gleichzeitig im Blutplasma gefunden wurden. Die Werte von DON, \u03b1-ZOL, ZEN und den Gesamt-Aflatoxinen waren in der Follikelfl\u00fcssigkeit deutlich h\u00f6her als im Blut. Die Forscher stellten eine Korrelation zwischen den Estradiol-Konzentrationen und dem Vorhandensein und den Konzentrationen von ZEN, einem der am h\u00e4ufigsten vorkommenden Xeno\u00f6strogene in der Follikelfl\u00fcssigkeit, fest, was darauf hindeutet, dass sie sich gegenseitig verst\u00e4rken, indem sie die Anzahl der \u00d6strogenrezeptoren erh\u00f6hen. Sie stellten auch fest, dass hohe Fumonisin-B1-Konzentrationen einen positiven Effekt auf das Verh\u00e4ltnis von entnommenen Follikeln zu Eizellen hatten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-38199 alignright\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/RS208088_GV5A6118-scr-002-267x400.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/RS208088_GV5A6118-scr-002-267x400.jpg 267w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2025\/01\/RS208088_GV5A6118-scr-002.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/>\u201eUnsere Studie best\u00e4tigt das Vorhandensein von Mykotoxinen in der Follikelfl\u00fcssigkeit und deutet darauf hin, dass Mykotoxine die Reproduktionsergebnisse beeinflussen k\u00f6nnen, einschlie\u00dflich der Qualit\u00e4t der Eizellen und der Hormonspiegel\u201c &#8211; sagt die Erstautorin Apolka Szentirmay von der Klinik f\u00fcr Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Semmelweis Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Dr. Zsuzsanna Sz\u0151ke, leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f\u00fcr Genetik und Biotechnologie am MATE und Mitautorin der Studie, betonte, dass \u201ein diesem Bereich versucht wird, durch Forschung mit einem multidisziplin\u00e4ren Ansatz \u2013 unter Nutzung der kombinierten Ergebnisse aus den Human- und Agrarwissenschaften \u2013 die Ursachen f\u00fcr Unfruchtbarkeit unbekannter Herkunft zu ermitteln. Angesichts der unterschiedlichen Herausforderungen in den Bereichen Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Embryologie, Toxikologie, Biotechnologie und Analytik ist es unserem multidisziplin\u00e4ren Team gelungen, neue Erkenntnisse dar\u00fcber zu gewinnen, wie sich die Exposition gegen\u00fcber Mykotoxinen in der Follikelfl\u00fcssigkeit auf die Follikelentwicklung auswirkt.\u201c<\/p>\n<p>Eine chronische, niedrig dosierte Exposition gegen\u00fcber dieser Toxine kann langfristige Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit haben &#8211; sagten die Autoren, die auf die Notwendigkeit einer besseren Monitoring der Mykotoxin-Kontamination in der Lebensmittelkette hinwiesen.<\/p>\n<div class=\"keretes w-100\">\n<p>Die Follikelfl\u00fcssigkeit spielt eine wesentliche Rolle bei der Eizellreifung und Fruchtbarkeit. St\u00f6rungen in ihrer Zusammensetzung k\u00f6nnen sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken, da Hormone wie Estradiol und Progesteron in der Follikelfl\u00fcssigkeit mit einer erfolgreichen Eizellreifung und Schwangerschaftsergebnissen in Verbindung stehen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Die Forschung wurde durch das \u201eRichter Research Grant RG-IPI-2023-TP17\/026\u201c und durch das \u201eUngarische Nationale Laborprojekt\u201c, F\u00f6rderungsnummer RRF-2.3.1-21-2022-00007, \u201eAgrobiotechnologie und Pr\u00e4zisionszucht f\u00fcr das Nationale Labor f\u00fcr Ern\u00e4hrungssicherheit\u201c finanziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zs\u00f3fia V\u00e9gh<br \/>\nFotos: Bogl\u00e1rka Zellei<br \/>\nTitelbild: iS<span data-olk-copy-source=\"MessageBody\">tock by Getty Images<\/span>\/sadykov<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mykotoxine, die in Kulturpflanzen und Lebensmitteln vorkommen, k\u00f6nnen sich auf das Fruchtbarkeit von Frauen auswirken, die sich einer In-vitro-Fertilisation unterziehen. 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