{"id":37288,"date":"2024-08-14T11:21:42","date_gmt":"2024-08-14T09:21:42","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/?p=37288"},"modified":"2024-08-14T11:21:42","modified_gmt":"2024-08-14T09:21:42","slug":"dr-wilhelm-schaefer-und-dr-lilla-nagy-schaefer-es-war-eine-gute-entscheidung-an-der-semmelweis-universitaet-zu-studieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2024\/08\/14\/dr-wilhelm-schaefer-und-dr-lilla-nagy-schaefer-es-war-eine-gute-entscheidung-an-der-semmelweis-universitaet-zu-studieren\/","title":{"rendered":"Dr. Wilhelm Sch\u00e4fer und Dr. Lilla Nagy Sch\u00e4fer: &#8222;Es war eine gute Entscheidung, an der Semmelweis Universit\u00e4t zu studieren&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im neuesten Teil unserer Alumni-Interviewreihe erz\u00e4hlt das Ehepaar Dr. Wilhelm Sch\u00e4fer und Dr. Lilla Nagy Sch\u00e4fer, ehemalige Studierende der Fakult\u00e4t f\u00fcr Zahnheilkunde der Semmelweis Universit\u00e4t, von ihren Erinnerungen an die Studienzeit und was sie der Semmelweis Universit\u00e4t verdanken.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37292 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199905_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1780-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199905_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1780-scr.jpg 1200w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199905_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1780-scr-400x267.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199905_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1780-scr-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199905_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1780-scr-768x512.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199905_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1780-scr-753x502.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199905_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1780-scr-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p><strong>Wie sind Sie an die Semmelweis Universit\u00e4t gekommen?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Wilhelm Sch\u00e4fer: Als ich 16 Jahre alt war, hatte ich einen Zahnarzt, der mir sehr sympathisch war, der ein Vorbild f\u00fcr mich war und er mich dazu brachte, diesen Beruf zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>1968, nach dem Abitur, wurde ich an der zahnmedizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Jena zugelassen. Inzwischen erhielt ich aber einen Brief, in dem stand, dass ich mich auch im Ausland bewerben k\u00f6nnte. Urspr\u00fcnglich h\u00e4tte ich nach Prag gehen k\u00f6nnen, aber wegen des Einmarschs in die Tschechoslowakei wurde mir erlaubt, mich in Budapest zu bewerben. Ich reichte meine Bewerbung ein, und es wurde das Abenteuer meines Lebens! Ich begann hier mit dem Studium und lernte vorher ein Jahr lang Ungarisch in einem so genannten Vorbereitungsinstitut. Am Anfang konnte ich \u00fcberhaupt kein Ungarisch. Es w\u00e4re \u00fcbertrieben zu sagen, dass ich die Sprache in einem Jahr gelernt habe, aber ich w\u00fcrde eher sagen, dass ich eine Menge Ungarisch gelernt habe. Wenn ich gewusst h\u00e4tte, wie schwierig die Sprache ist, h\u00e4tte ich meine Meinung vielleicht ge\u00e4ndert (er lacht). Es war also schwierig, aber mit der Zeit habe ich es gelernt, und ein Jahr sp\u00e4ter, 1969, wurde ich Student an der Semmelweis Universit\u00e4t.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37291 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199956_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1697-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199956_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1697-scr.jpg 1200w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199956_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1697-scr-400x267.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199956_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1697-scr-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199956_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1697-scr-768x512.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199956_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1697-scr-753x502.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199956_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1697-scr-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>Ich und meine Frau haben uns auch an der Semmelweis Universit\u00e4t kennengelernt: Wir haben uns gleich am ersten Tag getroffen und ich habe ihr sofort den Hof gemacht. Es war Liebe auf den ersten Blick, und seitdem sind wir verheiratet &#8211; nunmehr seit 52 Jahren. Nach dem Studium musste ich zur\u00fcck in die DDR, um meinen Milit\u00e4rdienst abzuleisten, und Lilla kam mit mir. Kurz darauf bekamen wir zwei S\u00f6hne, die ebenfalls zu Zahn\u00e4rzten heranwuchsen. Heute praktizieren sie in einem Bergdorf bei Erfurt in Th\u00fcringen und f\u00fchren unsere Praxis weiter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37290 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199903_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1408-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/p>\n<p>Dr. Lilla Nagy Sch\u00e4fer: Als M\u00e4dchen aus Szolnok wollte ich von klein auf Zahn\u00e4rztin werden, vor allem nachdem ich in den Sommerferien bei einem Zahnarzt gearbeitet hatte. Ich habe es geschafft, direkt nach dem Schulabschluss ein Studium zu beginnen, das ich mit guten Noten abgeschlossen habe. Da wir uns dort kennengelernt haben, bedeutet die Semmelweis Universit\u00e4t f\u00fcr uns pers\u00f6nlich sehr viel, aber wir k\u00f6nnen dennoch sagen, dass die Ausbildung ein sehr hohes Niveau hatte, dem wir ebenfalls sehr zugetan sind. Wir haben mehrmals Kollegen getroffen, auch in Deutschland, die uns gefragt haben, wo wir studiert haben und wo wir diese beruflichen Kenntnisse erworben haben. Wir bekamen eine so gr\u00fcndliche praktische Ausbildung, vor allem im Bereich manueller Fertigkeiten, dass wir sofort nach dem Abschluss anfangen konnten zu arbeiten und mit allen Techniken vertraut waren. Verglichen mit der Ausbildung unserer S\u00f6hne in Deutschland hatten sie weniger Erfahrung z. B. in der Chirurgie und der Wurzelbehandlung sammeln k\u00f6nnen, so dass sie am Anfang unsere Hilfe brauchten und wir ihnen unser Wissen weitergeben konnten.<\/p>\n<p><strong>Welche Dozentenan der Semmelweis Universit\u00e4t hatten den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf Sie ?<\/strong><\/p>\n<p>W.S.: F\u00fcr mich war Tibor Don\u00e1th, Professor f\u00fcr Anatomie, der unter Szent\u00e1gothai arbeitete, ein sehr bedeutender Vorbild. Dr. Mikl\u00f3s R\u00e9thelyi war unser Tutor in Anatomie, der uns alles sehr gr\u00fcndlich beigebracht hat, und wir mochten ihn auch als Mensch sehr.<\/p>\n<p>L.N.S.: Ich erinnere mich sehr gerne an Dr. P\u00e1l Fej\u00e9rdy und die damalige Leiterin der Zahnklinik, Dr. Ida Ny\u00e1rasdy, um nur einige zu nennen.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00fcrden Sie Studenten sagen, die gerade an der Semmelweis Universit\u00e4t anfangen?<\/strong><\/p>\n<p>W.S.: Ich kann nur sagen, dass sie den besten Beruf gew\u00e4hlt haben und dass es eine gute Entscheidung ist, an der Semmelweis Universit\u00e4t zu studieren. Die Chancen im Leben werden sich ergeben. Lernt flei\u00dfig, damit kann man nichts falsch machen (er lacht).<\/p>\n<p><strong>Wann waren Sie das letzte Mal an der Semmelweis Universit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p>W.S.: Das letzte Mal waren wir offiziell zur Feier des 50-j\u00e4hrigen Bestehens der zahnmedizinischen Fakult\u00e4t dort, aber wir kommen regelm\u00e4\u00dfig nach Budapest, manchmal f\u00fcr mehrere Wochen, Budapest ist ja unsere zweite Heimat.<\/p>\n<p><strong>Was braucht man Ihrer Meinung nach, um ein wirklich guter Zahnarzt zu werden?<\/strong><\/p>\n<p>W.S.: Es sind dabei viele Komponenten, es ist sehr wichtig, dass man manuell geschickt ist, dass man Geduld hat, aber auch, dass man die Menschen liebt und empathisch ist.<\/p>\n<p>L.N.S.: Au\u00dferdem ist es sehr wichtig, damit der Zahnarzt selbstbewusst ist und schnell gute Entscheidungen treffen kann.<\/p>\n<p><strong>Was waren Ihre Hobbys als Student? Wie konnten Sie sich entspannen?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-37289 alignright\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199904_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1737-scr-400x267-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199904_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1737-scr-400x267-1.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/08\/RS199904_Ansicht-UNBEARBEITETAlumni-Bln\u00b424_COB1737-scr-400x267-1-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>W.S.: Neben dem Studium hatten wir relativ wenig Freizeit. Wir haben regelm\u00e4\u00dfig Sport getrieben, was wir auch heute noch tun. Den Rest der Zeit haben wir mit Freunden verbracht. Ich hatte Gl\u00fcck, denn ich war in einer sehr guten Gruppe, der Gruppe 5. Ich war der einzige Ausl\u00e4nder, also musste ich schnell Ungarisch lernen. Im Wohnheim zum Beispiel teilte ich ein Zimmer mit drei s\u00fcdamerikanischen Jungen, zwei Deutschen und zwei Ungarn, und Ungarisch war die gemeinsame Sprache. An der Universit\u00e4t gab es 18-20 ausl\u00e4ndische Studenten in dem 120-k\u00f6pfigen Studiengang, die in verschiedene Gruppen aufgeteilt waren. Meine Mitstudenten waren sehr freundlich und aufgeschlossen, und im Laufe der Jahre entwickelte sich eine sehr gute Gemeinschaft &#8211; bis heute organisieren wir regelm\u00e4\u00dfige Treffen in Budapest und pflegen Kontakt zu allen.<\/p>\n<p>L.N.S.: Wir werden bald unser goldenes Diplom erhalten, da wir vor 50 Jahren absolviert haben, und aus diesem Anlass werden wir ein Jahrgangstreffen veranstalten: eine Gelegenheit, unsere ehemaligen Studienkollegen zu treffen.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen Sie beschreiben, was die Semmelweis Universit\u00e4t Ihnen gegeben hat?<\/strong><\/p>\n<p>W.S.: Die Semmelweis Universit\u00e4t hat uns Liebe, Familie, Wissen, Arbeit und auch die ungarische Sprache gegeben &#8211; und f\u00fcr all das sind wir sehr dankbar!<\/p>\n<p>Hauptdirektorat f\u00fcr Marketing und Kommunikation <br \/>\nFoto: Christian Bruch<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im neuesten Teil unserer Alumni-Interviewreihe erz\u00e4hlt das Ehepaar Dr. Wilhelm Sch\u00e4fer und Dr. Lilla Nagy Sch\u00e4fer, ehemalige Studierende der Fakult\u00e4t f\u00fcr Zahnheilkunde der Semmelweis Universit\u00e4t, von ihren Erinnerungen an die Studienzeit und was sie der Semmelweis Universit\u00e4t verdanken. 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