{"id":36469,"date":"2024-04-12T11:08:12","date_gmt":"2024-04-12T09:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/?p=36469"},"modified":"2024-04-12T11:08:12","modified_gmt":"2024-04-12T09:08:12","slug":"lebensrettende-eingriffe-im-uterus-arbeitsgruppe-fuer-fetalmedizin-an-der-semmelweis-universitaet-gegruendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2024\/04\/12\/lebensrettende-eingriffe-im-uterus-arbeitsgruppe-fuer-fetalmedizin-an-der-semmelweis-universitaet-gegruendet\/","title":{"rendered":"Lebensrettende Eingriffe im Uterus \u2013 Arbeitsgruppe f\u00fcr Fetalmedizin an der Semmelweis Universit\u00e4t gegr\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>In der Klinik f\u00fcr Geburtshilfe und Gyn\u00e4kologie der Semmelweis Universit\u00e4t wurde in diesem Jahr zum ersten Mal in Ungarn ein intrauteriner Eingriff durchgef\u00fchrt, bei dem der F\u00f6tus narkotisiert wurde. Dank dieses Eingriffs konnte eine extreme Fr\u00fchgeburt vermieden werden. Diesem ersten erfolgreichen Eingriff sind inzwischen acht weitere gefolgt. Die neue Arbeitsgruppe f\u00fcr Fetalmedizin unter der Leitung von Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151 in der Abteilung Baross Stra\u00dfe und Dr. Gerg\u0151 Leipold in der Abteilung \u00dcll\u0151i \u00fat hei\u00dft schwangere Frauen aus dem ganzen Land willkommen, die sich f\u00fcr diese einzigartige L\u00f6sung interessieren, die das Leben ihres Kindes retten kann.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Borbala wurde in der 32. Schwangerschaftswoche geboren und wog 1900 Gramm. Jetzt ist sie 2 Monate alt, nimmt an Gewicht zu, entwickelt sich gut und ist ein kr\u00e4ftiges, starkes Baby &#8211; sagt ihre Mutter. Borb\u00e1la war das erste Neugeborene, das in der Klinik f\u00fcr Geburtshilfe und Gyn\u00e4kologie der Semmelweis Universit\u00e4t unter Vollnarkose intrauterin operiert wurde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36468\" aria-describedby=\"caption-attachment-36468\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36468 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190621_-image003-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190621_-image003-scr.jpg 1200w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190621_-image003-scr-400x227.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190621_-image003-scr-1024x582.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190621_-image003-scr-768x436.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190621_-image003-scr-753x428.jpg 753w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36468\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Semmelweis Universit\u00e4t, Arbeitsgruppe Fetalmedizin, Abteilung Baross Stra\u00dfe<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Da der K\u00f6rper der Mutter Antik\u00f6rper gegen die Blutgruppe des Babys produzierte, war der 1200 Gramm schwere F\u00f6tus in der 28. Woche so stark blutarm, dass nur durch eine Bluttransfusion ein sofortiger Kaiserschnitt vermieden werden konnte. Blut kann auch durch die Nabelschnur verabreicht werden, was in der s\u00fcdungarischen Stadt P\u00e9cs, bereits mehrfach angewandt wurde. In diesem Fall war dieses Verfahren jedoch aufgrund der Lage der Plazenta nicht durchf\u00fchrbar. Die einzige L\u00f6sung bestand darin, das Blut direkt in die Bauchvene des F\u00f6tus zu verabreichen&#8220; &#8211; erkl\u00e4rte Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151, Assistenzprofessorin an der Klinik, die sich das daf\u00fcr erforderliche Wissen zuvor in einer zweij\u00e4hrigen Ausbildung in London angeeignet hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-36466 alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190606_433A8086-scr-400x267.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190606_433A8086-scr-400x267.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190606_433A8086-scr-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190606_433A8086-scr-768x512.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190606_433A8086-scr-753x502.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190606_433A8086-scr-203x135.jpg 203w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190606_433A8086-scr.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Der erste Schritt des Verfahrens, das in Ungarn entwickelt wurde, aber international schon l\u00e4nger durchgef\u00fchrt wird, bestand darin, den F\u00f6tus in die richtige Position in der Geb\u00e4rmutter zu bringen und dann mit einer speziellen Nadel den bet\u00e4ubenden und schmerzlindernden Medikamentencocktail in dessen Oberschenkel zu injizieren. Die Bluttransfusion selbst konnte dann durch die Punktion einer Vene mit einem Durchmesser von 5-6 mm in der fetalen Leber eingeleitet werden, damit das Blutprodukt in den Kreislauf des F\u00f6tus gelangen konnte. Der Eingriff erfolgte unter Ultraschallkontrolle, so dass der Zustand des narkotisierten F\u00f6tus kontinuierlich \u00fcberwacht werden konnte&#8220; &#8211; erkl\u00e4rte Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Zwischenzeit konnte die Mutter den Vorgang am Monitor mitverfolgen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich bin unheimlich dankbar, dass die Klinik und die \u00c4rztin sich f\u00fcr diese L\u00f6sung entschieden haben. Wir wussten, dass dies das erste Verfahren dieser Art in Ungarn war, aber wir waren der Meinung, dass wir nichts zu verlieren haben, dass wir unserem Baby jede Chance geben m\u00fcssen, sich im Mutterleib zu entwickeln und nicht mit 1200 Gramm an\u00e4misch geboren zu werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">&#8211; sagte die Mutter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Bluttransfusion wurde nach zwei Wochen wiederholt, so dass das Baby insgesamt vier weitere Wochen im Mutterleib blieb. &#8222;In einer solchen Situation lohnt es sich, auch um einzelne Tage zu k\u00e4mpfen, denn die Chancen auf ein komplikationsfreies \u00dcberleben steigen mit jedem Tag im Mutterleib, und vier Wochen sind das Leben selbst&#8220; &#8211; sagte Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36465\" aria-describedby=\"caption-attachment-36465\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36465 size-medium\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/Kep2-Leipold-400x363.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"363\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/Kep2-Leipold-400x363.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/Kep2-Leipold.jpg 739w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36465\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Arbeitsgruppe Fetalmedizin, Abteilung \u00dcll\u0151i Stra\u00dfe<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Auf den ersten erfolgreichen Eingriff im Mutterleib unter Narkose folgten seither acht weitere, darunter mehrere Bluttransfusionen und die Ableitung der im Bauchraum angesammelten Fl\u00fcssigkeit. Letzteres wurde von Dr. Gerg\u0151 Leipold &#8211; der f\u00fcr das fetalmedizinische Profil in der Abteilung \u00dcll\u0151i \u00fat der Klinik zust\u00e4ndig ist &#8211; und Dr. Petra Merkely durchgef\u00fchrt. Dies war der erste Eingriff dieser Art in dieser Abteilung, der von anderen Mitgliedern der Abteilung, die an der Arbeit der Arbeitsgruppe teilnahmen, stark unterst\u00fctzt wurde: Dr. Csaba Demendi, Dr. Leila Tighargar, Dr. Lotti Keszthelyi und Dr. Vanda Herm\u00e1nyi-Csiki&#8220; &#8211; sagte Dr. Gerg\u0151 Leipold.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">Ein Eingriff am F\u00f6tus ist sinnvoll, wenn solche Grunderkrankungen vorliegen, die nach der Geburt behandelt werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend der intrauterine Eingriff dazu beitr\u00e4gt, dass der F\u00f6tus lebensf\u00e4hig geboren wird &#8211; erkl\u00e4rte Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Neben einer schweren An\u00e4mie, die durch die Produktion von Antik\u00f6rpern oder ein Virus (z. B. Das Erythema infectiosum bei der Mutter) verursacht wird, k\u00f6nnen solche Zust\u00e4nde beispielsweise durch Erkrankungen des Lymphsystems hervorgerufen werden. Diese k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass sich gro\u00dfe Mengen an Fl\u00fcssigkeit zwischen den Pleuraplatten ansammeln und die Entwicklung der Lunge verhindern. Mit Hilfe der intrauterinen Chirurgie kann die Fl\u00fcssigkeit abgeleitet werden, indem eine etwa einen halben Zentimeter lange Nadel durch den Bauch und die Geb\u00e4rmutter der Mutter eingef\u00fchrt und anschlie\u00dfend ein Shunt angelegt wird, um die Ansammlung von Sekret zu verhindern. Die Lunge kann sich dann gut entwickeln und die Stoffwechselerkrankung kann nach der Geburt behandelt werden. Wenn eine Verstopfung der Harnwege oder eine verengte Harnr\u00f6hre den F\u00f6tus daran hindert, Urin zu lassen, werden die Nieren bis zur Geburt zerst\u00f6rt. Durch eine intrauterine Operation kann dieses Problem gel\u00f6st werden, indem ein Shunt implantiert wird, und nach der Geburt kann die Harnr\u00f6hre leicht geweitet werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36467\" aria-describedby=\"caption-attachment-36467\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36467 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190609_433A8061-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190609_433A8061-scr.jpg 1200w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190609_433A8061-scr-400x267.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190609_433A8061-scr-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190609_433A8061-scr-768x512.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190609_433A8061-scr-753x502.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190609_433A8061-scr-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36467\" class=\"wp-caption-text\">Die Arbeitsgruppe Fetalmedizin an der Semmelweis Universit\u00e4t. Von links nach rechts: Dr. Art\u00far Beke, Dr. N\u00e1ndor G\u00e1bor Than, Dr. Tam\u00e1s Gyul\u00e1n\u00e9 Marton, Dr. Apolka Szentirmay, Dr. Zsuzsanna B\u0151di, Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151, Dr. \u00c1kos Csaba, Dr. Petra Merkely, Dr. Lotti Keszthelyi, Dr. Vanda Herm\u00e1nyi-Csiki, Dr. Tam\u00e1s Gyula Marton, Dr. Gerg\u0151 Leipold, Dr. Csaba Demendi, Dr. Tam\u00e1s Lengyel, Dr. Csilla Barad, Dr. M\u00e1rton Stubnya<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Arbeitsgruppe f\u00fcr Fetalmedizin wurde im Januar an der Klinik f\u00fcr Geburtshilfe und Gyn\u00e4kologie der Semmelweis Universit\u00e4t mit dem Ziel gegr\u00fcndet, F\u00f6ten zu sch\u00fctzen, kranken F\u00f6ten in der Geb\u00e4rmutter zu helfen und die notwendigen intrauterinen Eingriffe durchzuf\u00fchren. Die Gr\u00fcndung der Gruppe wurde von Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151 initiiert, die &#8211; zusammen mit Dr. Gerg\u0151 Leipold, Facharzt in der Abteilung \u00dcll\u0151i \u00fat der Klinik &#8211; zuvor ein international anerkanntes Diplom in f\u00f6taler Diagnostik am Fetal Medicine Foundation in London erworben hatte, das von dem weltbekannten Professor Kypros Nicolaides geleitet wird. Der in Zypern geborene griechische Professor ist der Begr\u00fcnder der Fetalmedizin und hat, wie er in der Dokumentarserie &#8222;The Surgeon\u2019s Cut&#8220; sagte, sein Leben dem Ziel gewidmet, zu verstehen, wie man den F\u00f6tus in Situationen retten kann, in denen er sonst sterben w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151 sagt, dass sie bei dem Professor erlebt hat, was f\u00fcr ein Wunder und erhebendes Gef\u00fchl es ist, dem F\u00f6tus einer schwangeren Frau zu helfen und ihm eine neue Chance im Leben zu geben. Auch f\u00fcr Dr. Gerg\u0151 Leipold war diese Zeit sehr pr\u00e4gend, und er sagt, dass der Spirit des Professors seither sein Leitstern ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36464\" aria-describedby=\"caption-attachment-36464\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36464 size-medium\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190620_-image004-scr-1-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190620_-image004-scr-1-300x400.jpg 300w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/RS190620_-image004-scr-1.jpg 675w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36464\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Semmelweis Universit\u00e4t, Arbeitsgruppe Fetalmedizin, Abteilung Baross Stra\u00dfe<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Zum ersten Eingriff, der in Ungarn durchgef\u00fchrt wurde &#8211; er fand in der Abteilung der Klinik in der Baross Stra\u00dfe statt &#8211; sagte Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151: &#8222;Es ist sehr spannend und schwierig, einen neuen Eingriff durchzuf\u00fchren, auch wenn wir bereits viel Erfahrung in den Teilprozessen haben. Man muss nicht nur den gesamten Prozess kontrollieren und den F\u00f6tus fehlerfrei zur Welt bringen, sondern dies auch so tun, dass es f\u00fcr die Schwangere nicht unangenehm ist. &#8222;Am Tag vor dem Eingriff habe ich den ganzen Tag an einem Modell ge\u00fcbt, das ich aus einem ganzes, in einem Gesch\u00e4ft gekauftes H\u00e4hnchen gemacht hatte, um sicherzustellen, damit beide Einstiche perfekt werden. Meine Kollegen und ich haben den Eingriff mehrmals wie ein Theaterst\u00fcck geprobt, damit wir auf den Ernstfall vorbereitet waren. Leider hatten wir aufgrund des Zustands des F\u00f6tus nur zwei Tage Zeit, um das Verfahren zu planen und uns mit dem Nationale Blutversorgungsdienst (OVSZ) abzustimmen, damit sie das spezielle Blutprodukt f\u00fcr uns vorbereiten konnten. Ohne ein so tolles, professionelles und enthusiastisches Team h\u00e4tten wir es nicht geschafft&#8220; &#8211; sagte sie.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36463\" aria-describedby=\"caption-attachment-36463\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36463 size-medium\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/Kep1-Leipold-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/Kep1-Leipold-300x400.jpg 300w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/Kep1-Leipold-768x1024.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/Kep1-Leipold-753x1004.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2024\/04\/Kep1-Leipold.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36463\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Arbeitsgruppe Fetalmedizin, Abteilung \u00dcll\u0151i Stra\u00dfe,<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Gerg\u0151 Leipold hob die Bedeutung der Tatsache hervor, dass in der gemeinsamen Arbeitsgruppe der beiden Abteilungen der Klinik neben Geburtshelfern und Gyn\u00e4kologen auch renommierte Vertreter anderer Berufsgruppen vertreten sind (z.B. Herr Dr. Tam\u00e1s Gyula Marton und Frau Dr. Tam\u00e1s Gyul\u00e1n\u00e9 Marton, Fetopathologen), deren Arbeit eine gro\u00dfe Hilfe bei der Vertiefung der Kenntnisse in der Fetalmedizin und der Erweiterung des Verfahrensspektrums darstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Petra Merkely, Dr. Gerg\u0151 Leipolds direkte Kollegin auf dem Gebiet der Fetalmedizin an der Abteilung \u00dcll\u0151i Stra\u00dfe, f\u00fcgte hinzu: ihr Ziel ist es, Forschungen auf internationalem Niveau in diesem Bereich zu starten. Mehrere Kollegen haben zuvor am Fetal Medicine Centre in Birmingham gearbeitet und bieten mit ihren Erfahrungen und Kontakten eine gute Basis daf\u00fcr.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">Dr. Zs\u00f3fia Benk\u0151 betonte, dass beide Abteilungen der Klinik schwangere Frauen aus dem ganzen Land willkommen hei\u00dfen, bei denen ein fetaler Notfall vorliegt, f\u00fcr den intrauterine Interventionen eine L\u00f6sung sein k\u00f6nnen. Ihr Ziel ist es, so viel Erfahrung wie m\u00f6glich zu sammeln und langfristig eine Reihe von fetalchirurgischen Eingriffen (wie Zwerchfellbruch oder offene Wirbels\u00e4ule) einzuf\u00fchren, die im Land noch nicht verf\u00fcgbar sind.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Au\u00dferdem w\u00fcrden sie in Budapest auch die fetoskopische Laserkoagulation einf\u00fchren, die bereits in P\u00e9cs zur Behandlung des Zwillings-Transfusionssyndroms angeboten wird, und die ebenfalls in Uterus, aber ohne An\u00e4sthesie durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">P\u00e1lma Dobozi <br \/>\nFoto: B\u00e1lint Barta \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t; featured image: iStock<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Klinik f\u00fcr Geburtshilfe und Gyn\u00e4kologie der Semmelweis Universit\u00e4t wurde in diesem Jahr zum ersten Mal in Ungarn ein intrauteriner Eingriff durchgef\u00fchrt, bei dem der F\u00f6tus narkotisiert wurde. 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