{"id":36078,"date":"2024-02-08T10:07:30","date_gmt":"2024-02-08T09:07:30","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/?p=36078"},"modified":"2025-11-28T08:57:11","modified_gmt":"2025-11-28T07:57:11","slug":"neues-analyseinstrument-kann-helfen-honigverfaelschungen-mit-hoher-effizienz-zu-erkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2024\/02\/08\/neues-analyseinstrument-kann-helfen-honigverfaelschungen-mit-hoher-effizienz-zu-erkennen\/","title":{"rendered":"Neues Analyseinstrument kann helfen, Honigverf\u00e4lschungen mit hoher Effizienz zu erkennen"},"content":{"rendered":"<div class=\"lead\">Eine neue <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0023643823007983?ref=cra_js_challenge&amp;fr=RR-1\">Labormethode<\/a> die in einer gemeinsamen Forschungsarbeit der Semmelweis Universit\u00e4t und der Ungarische Universit\u00e4t f\u00fcr Landwirtschaft und Biowissenschaften entwickelt wurde, hat sich nicht nur als erfolgreich bei der Identifizierung von Ver\u00e4nderungen erwiesen, die durch das Erhitzen von Honig hervorgerufen werden, sondern kann auch als Alternativen zu bestehenden Analysemethoden dienen, um andere Arten von Honigverf\u00e4lschungen zu unterschieden.<\/div>\n<p>Die Forscher suchten nach genaueren Methoden, um Manipulationen von Honig durch Erhitzung, Herkunft oder andere Arten von Verf\u00e4lschungen nachzuweisen. In ihrer Studie vergleichen sie zwei Methoden: die Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) und die elektronische Zunge (EZ), sowohl einzeln als auch in Kombination, um ihre Leistungsf\u00e4higkeit bei der Erkennung von W\u00e4rmebehandlungen von Honig zu pr\u00fcfen. Honig wird h\u00e4ufig erhitzt, um die Verarbeitung oder Verpackung zu erleichtern, was den Verbrauchern oft nicht bekannt ist. Eine Erhitzung \u00fcber einen bestimmten Temperaturbereich hinaus (insbesondere \u00fcber 50\u00b0C) kann die Qualit\u00e4t des Honigs verschlechtern (Ver\u00e4nderung von Geschmack und Farbe, Sch\u00e4digung von Vitaminen und Antioxidanten usw.) und seine Zusammensetzung ver\u00e4ndern, so dass dies als Verf\u00e4lschung angesehen werden kann.<\/p>\n<blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 1rem\">Unser Ziel war es, letztendlich, zwischen verschiedenen Honigsorten \u00a0sowieund zwischen echtem und verf\u00e4lschtem Honig unterscheiden zu k\u00f6nnen\u201c<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u2013 sagt Zsanett Bodor von Lehrstuhl f\u00fcr Di\u00e4tetik und Ern\u00e4hrungswissenschaften der Semmelweis Universit\u00e4t, die Erstautorin der Studie.<\/p>\n<p>Akazien-, Sonnenblumen- und Scheinindigo-Honig wurden bei unterschiedlichen Temperaturen (40-100 \u00b0C) und f\u00fcr unterschiedlich lange Zeitr\u00e4ume (60-240 Minuten) erhitzt. Allein konnten die beiden Methoden bei zwei Arten zwischen erhitztem und Referenzhonig unterscheiden, aber die Kombination der Methoden erwies sich als noch effektiver. So wurden die erhitzten Proben mit einer Genauigkeit von \u00fcber 98% und die Kontrollprobe (nicht erhitzte Probe) mit 100% identifiziert. Dies ist das erste Mal, dass die elektronische Zunge und die NIRS-Methode in Kombination f\u00fcr solchen Zwecke eingesetzt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"keretes w-100\">\n<p>Erhitzen von Honig \u2013 eine (ungewollte) M\u00f6glichkeit des Lebensmittelbetrugs<\/p>\n<p>Das Erhitzen von Honig innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs (bis zu 40\u00b0C, wobei diese Temperatur der Eigentemperatur des Bienenstocks entspricht) ist zul\u00e4ssig. In einigen F\u00e4llen ist eine W\u00e4rmebehandlung jedoch notwendig, um die Handhabung und Verpackung des Honigs zu erleichtern. So ist es nicht ungew\u00f6hnlich, dass die Hersteller den Honig auf \u00fcber 40 \u00b0C erhitzen, sogar auf viel h\u00f6here Temperaturen. H\u00f6here Hitze schadet der Zusammensetzung der Antioxidanten k\u00f6nnen sich ver\u00e4ndern. Die Erhitzung tr\u00e4gt auch zur Bildung einiger unerw\u00fcnschter Verbindungen bei, wie z.B. Hydroxymethylflurfural (HMF). Der Nachweis einer W\u00e4rmebehandlung ist nicht einfach, vor allem, wenn der Honig niedrigen Temperaturen oder l\u00e4ngeren Zeitr\u00e4umen ausgesetzt war.<\/p>\n<\/div>\n<p>Mit den oben genannten Methoden k\u00f6nnen auch andere Arten der Honigverf\u00e4lschung aufgedeckt werden.<\/p>\n<div class=\"fontos_div\">\n<p>Honig geh\u00f6rt zu den am meisten verf\u00e4lschten Lebensmitteln der Welt. Die Hersteller verd\u00fcnnen entweder echten Honig mit aus Pflanzen gewonnenen Sirupen oder f\u00fcttern die Bienen w\u00e4hrend der Erntezeit direkt damit.<\/p>\n<\/div>\n<p>Je nach Art der pflanzlichen Photosynthese sind einige Sirupe, wie z.B. Reissirup, mit den vorhandenen Instrumenten schwerer zu erkennen. Eine Analyse auf der Grundlage der Hauptbestandteile des Honigs (wie Feuchtigkeit, pH-Wert, elektronische Leitf\u00e4higkeit usw.) kann nur gr\u00f6\u00dfere Konzentrationsabweichungen (10%-20%-50%) aufdecken, aber dies h\u00e4ngt stark von der Honigart, dem Sirup und der angewandten Methode ab.<\/p>\n<p>Die Forscher mischten Zuckersirupe verschiedenen Arten und Konzentration in verschiedene Honigsorten und untersuchen die Proben dann mit beiden Methoden. \u201eWir haben uns auf niedrigere Konzentrationen (3-10%) konzentriert, die im Allgemeinen schwer nachzuweisen sind\u201c erkl\u00e4rt Csilla Benedek von Lehrstuhl f\u00fcr Di\u00e4tetik und Ern\u00e4hrungswissenschaften der Semmelweis Universit\u00e4t, korrespondierende Autorin der Studie.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die elektronische Zunge (EZ) konnte eine Zuckersirupkonzentration von 10% leicht erkennen, w\u00e4hrend die NIRS in der Lage war gef\u00e4lschten Honig in fast allen F\u00e4llen von echtem Honig zu unterscheiden, insbesondere bei Zuckersirupkonzentrationen von 5% und 10% \u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u2013 f\u00fcgt sie hinzu.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu analystischen Referenzmethoden zur Bestimmung physikalisch-chemischer Eigenschaften sind EZ und NIRS schneller. Sie ben\u00f6tigen weniger Reagenzien und sind weniger aufw\u00e4ndig.<\/p>\n<div class=\"fontos_div\">\n<p>Die beiden Schnellmethoden k\u00f6nnten \u2013 vor allem, wenn sie zusammen angewandt werden \u2013 ein n\u00fctzliches Instrument zur Erkennung der W\u00e4rmebehandlung von Honig darstellen, das im Vergleich zu den \u00fcblicherweise verwendeten physikalisch-chemischen Methoden eine h\u00f6here Genauigkeit aufweist.<\/p>\n<\/div>\n<p>Sie k\u00f6nnen auch als Alternative zur Ermittlung anderer Arten von Manipulationen dienen. Um diese Techniken (EZ, NIRS) effizient nutzen zu k\u00f6nnen, muss ein gr\u00f6\u00dferer Referenzdatensatz erstellt werden.<\/p>\n<p>Zs\u00f3fia V\u00e9gh<br \/>\nFoto: B\u00e1lint Barta \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t<br \/>\nTitelbild: iS<span data-olk-copy-source=\"MessageBody\">tock by Getty Images<\/span>\/\u041a\u0430\u0437\u0430\u043a\u043e\u0432 \u0410\u043d\u0430\u0442\u043e\u043b\u0438\u0439 \u041f\u0430\u0432\u043b\u043e\u0432\u0438\u0447<br \/>\n\u00dcbersetzung: Patr\u00edcia Hellinger\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziel der Forscher war es, die meisten Prozesse, die zur Manipulation von Honig verwendet werden, mit gr\u00f6\u00dferer Genauigkeit zu erkennen.<\/p>\n","protected":false},"author":102282,"featured_media":36096,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[78],"tags":[85,72],"class_list":["post-36078","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","tag-forschung","tag-presse"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36078","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/102282"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36078"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36078\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39657,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36078\/revisions\/39657"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36096"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36078"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36078"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36078"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}