{"id":34708,"date":"2023-07-26T20:37:28","date_gmt":"2023-07-26T18:37:28","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/?p=34708"},"modified":"2023-07-26T20:37:28","modified_gmt":"2023-07-26T18:37:28","slug":"virtual-reality-therapie-fuer-patienten-mit-psychischen-stoerungen-an-der-semmelweis-universitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2023\/07\/26\/virtual-reality-therapie-fuer-patienten-mit-psychischen-stoerungen-an-der-semmelweis-universitaet\/","title":{"rendered":"Virtual Reality Therapie f\u00fcr Patienten mit psychischen St\u00f6rungen an der Semmelweis Universit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ein Blind Date und ein Strandspaziergang werden in einer weltweit einzigartigen, auf virtueller Realit\u00e4t basierenden Therapie simuliert, um die Kommunikations- und Emotions-Wahrnehmungsf\u00e4higkeiten von Schizophrenie-Patienten an der Semmelweis Universit\u00e4t zu verbessern. Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr Betroffene ist es, sich nach der medikament\u00f6sen Behandlung wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Ein neues Verfahren, das von Spezialisten der Semmelweis Universit\u00e4t entwickelt wurde, kann bei diesem Rehabilitationsprozess helfen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#8222;Schizophrenie ist eine der 20 h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr Behinderungen, und nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind rund 24 Millionen Menschen davon betroffen&#8220; &#8211; sagt Dr. Edit Vass, Assistenzprofessorin der Klinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie der Semmelweis Universit\u00e4t und eine der Entwicklerinnen der international innovativen Virtual-Reality-Therapie (VV).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-34706 alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2023\/07\/RS176578_3P1A1972-scr-267x400-1.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" \/>Es handelt sich um eine Krankheit mit wiederkehrenden psychotischen Episoden, bei denen der Patient von der Realit\u00e4t abgekoppelt ist. Halluzinationen und Wahnvorstellungen sind h\u00e4ufig, die Gedankeng\u00e4nge der Patienten sind oft unverst\u00e4ndlich und ihre Sprache ist ungeordnet. Die Patienten ziehen sich immer mehr zur\u00fcck und es ist schwierig, mit ihnen zu kommunizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#8222;In 75 % der F\u00e4lle geht die Schizophrenie mit funktionellen Beeintr\u00e4chtigungen einher: Die F\u00e4higkeit, ein unabh\u00e4ngiges Leben zu f\u00fchren, ist eingeschr\u00e4nkt, und die Patienten sind trotz Medikamenten und konventioneller Therapien im Berufs- und Sozialleben weniger erfolgreich. Dies wirkt sich auch auf ihre Verwandten, Freunde und ihr Arbeitsumfeld aus, was bedeutet, dass die soziale Belastung durch die Krankheit sehr gro\u00df ist&#8220; &#8211; sagt Dr. Edit Vass.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die VR-ToMIS (Virtual-Reality based Theory of Mind Intervention in Schizophrenia) genannte Methode zielt darauf ab, die so genannten &#8220; Mentalisierungsf\u00e4higkeiten &#8220; der Patienten zu entwickeln, die in der Literatur einen der st\u00e4rksten Zusammenh\u00e4nge mit der Lebenszufriedenheit aufweisen, erkl\u00e4rt Dr. Lajos Simon, au\u00dferordentlicher Professor und Leiter der Forschungsgruppe Virtuelle Realit\u00e4t und Emotionen an der Semmelweis Universit\u00e4t, und f\u00fcgt hinzu:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#8222;Vereinfacht ausgedr\u00fcckt, ist Mentalisierung unsere F\u00e4higkeit, die inneren Zust\u00e4nde, Gef\u00fchle, Gedanken und W\u00fcnsche anderer zu interpretieren. Schizophrene Patienten neigen dazu, die Botschaften anderer falsch zu entschl\u00fcsseln. Sie verstehen zum Beispiel Ironie und Metaphern nicht oder interpretieren bestimmte Gesten falsch. Die von uns entwickelte Methode kann bei der Entwicklung dieser F\u00e4higkeit wirksam sein&#8220;.<\/p>\n<div class=\"keretes\">\n<p style=\"text-align: justify\">Die Virtual-Reality-Therapie wird in der Psychiatrie international seit den 1990er Jahren eingesetzt. In Ungarn kommt sie seit 2005 fast ausschlie\u00dflich an der Semmelweis Universit\u00e4t zum Einsatz, zum Beispiel zur Behandlung von H\u00f6hen- oder Flugphobien. Diese therapeutischen Eingriffe sind bisher von der Sozialversicherung nicht finanziert worden.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend es Versuche gab, andere Aspekte der Schizophrenie mit der VV-Therapie zu behandeln, ist dies die erste Therapie, die speziell auf die Verbesserung der Erkennung von Emotionen und das Verstehen der Absichten der anderen Person abzielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die VR-ToMIS-Therapie besteht aus einer Einf\u00fchrungssitzung und acht 50-min\u00fctigen Interventionssitzungen, in denen die Patienten lernen, die Reaktionen des anderen besser zu interpretieren, indem sie in virtuelle Simulationen allt\u00e4glicher Situationen des wirklichen Lebens versetzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Simulations\u00fcbungen wurden von einem Forscherteam der Klinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie der Semmelweis Universit\u00e4t unter Verwendung der kostenlosen Software des britischen Unternehmens vTime entwickelt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-34705 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2023\/07\/RS176573_3P1A1930-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2023\/07\/RS176573_3P1A1930-scr.jpg 1200w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2023\/07\/RS176573_3P1A1930-scr-400x267.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2023\/07\/RS176573_3P1A1930-scr-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2023\/07\/RS176573_3P1A1930-scr-768x512.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2023\/07\/RS176573_3P1A1930-scr-753x502.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2023\/07\/RS176573_3P1A1930-scr-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend der Sitzungen tragen die Patienten eine sogenannte VR-Brille, die es ihnen erm\u00f6glicht, allt\u00e4gliche, reale Situationen zu erleben, w\u00e4hrend sie mit einem Avatar kommunizieren, der von einem Therapeuten gef\u00fchrt wird. Zum Beispiel einen Spaziergang am Ufer, bei dem der Avatar den Patienten um Hilfe bittet, seinen verlorenen Hund zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Therapie kann ein Blind Date simulieren, das Zusammenziehen mit einem neuen Mitbewohner, ein Gespr\u00e4ch auf der Terrasse eines Caf\u00e9s oder ein Treffen mit einem neuen Kollegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Misstrauen ist ein dominantes Gedankensystem bei schizophrenen Zust\u00e4nden, und mit Hilfe der von uns entwickelten Therapie kann der Patient lernen, zu erkennen, dass sein Gegen\u00fcber in der Regel keine Hintergedanken hat&#8220; &#8211; sagt Dr. Edit Vass.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Forscher haben daher mehrmals getestete Dialoge in die Software eingebaut, um w\u00e4hrend der Sitzungen die effektivsten Dialogformen zu verwenden, die im Alltag \u00fcblich sind und wobei die Elemente der Ironie, der Metapher oder des Humors kombiniert sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auf die Simulation folgt eine interaktive \u00dcbung, die mit einer analytischen Diskussion abgeschlossen wird. Der gesamte Prozess wird dann ein- oder zweimal wiederholt, um die ausprobierten Situationen, die kognitiven Prozesse und die erlebten emotionalen Zust\u00e4nde zu speichern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Entwicklung von VR-ToMIS begann 2016 und die Erprobung der Methode mit 43 Patienten (22 aktive, 21 Kontrollpatienten) wurde 2022 abgeschlossen. Die Ergebnisse der Impact-Studie wurden <a href=\"http:\/\/Ein Blind Date und ein Strandspaziergang werden in einer weltweit einzigartigen, auf virtueller Realit\u00e4t basierenden Therapie simuliert, um die Kommunikations- und Emotions-Wahrnehmungsf\u00e4higkeiten von Schizophrenie-Patienten an der Semmelweis Universit\u00e4t zu verbessern. Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr Betroffene ist es, sich nach der medikament\u00f6sen Behandlung wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Ein neues Verfahren, das von Spezialisten der Semmelweis Universit\u00e4t entwickelt wurde, kann bei diesem Rehabilitationsprozess helfen. &quot;Schizophrenie ist eine der 20 h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr Behinderungen, und nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind rund 24 Millionen Menschen davon betroffen&quot; - sagt Dr. Edit Vass, Assistenzprofessorin der Klinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie der Semmelweis Universit\u00e4t und eine der Entwicklerinnen der international innovativen Virtual-Reality-Therapie (VV). Es handelt sich um eine Krankheit mit wiederkehrenden psychotischen Episoden, bei denen der Patient von der Realit\u00e4t abgekoppelt ist. Halluzinationen und Wahnvorstellungen sind h\u00e4ufig, die Gedankeng\u00e4nge der Patienten sind oft unverst\u00e4ndlich und ihre Sprache ist ungeordnet. Die Patienten ziehen sich immer mehr zur\u00fcck und es ist schwierig, mit ihnen zu kommunizieren. &quot;In 75 % der F\u00e4lle geht die Schizophrenie mit funktionellen Beeintr\u00e4chtigungen einher: Die F\u00e4higkeit, ein unabh\u00e4ngiges Leben zu f\u00fchren, ist eingeschr\u00e4nkt, und die Patienten sind trotz Medikamenten und konventioneller Therapien im Berufs- und Sozialleben weniger erfolgreich. Dies wirkt sich auch auf ihre Verwandten, Freunde und ihr Arbeitsumfeld aus, was bedeutet, dass die soziale Belastung durch die Krankheit sehr gro\u00df ist&quot; - sagt Dr. Edit Vass. Die VR-ToMIS (Virtual-Reality based Theory of Mind Intervention in Schizophrenia) genannte Methode zielt darauf ab, die so genannten &quot; Mentalisierungsf\u00e4higkeiten &quot; der Patienten zu entwickeln, die in der Literatur einen der st\u00e4rksten Zusammenh\u00e4nge mit der Lebenszufriedenheit aufweisen, erkl\u00e4rt Dr. Lajos Simon, au\u00dferordentlicher Professor und Leiter der Forschungsgruppe Virtuelle Realit\u00e4t und Emotionen an der Semmelweis Universit\u00e4t, und f\u00fcgt hinzu: &quot;Vereinfacht ausgedr\u00fcckt, ist Mentalisierung unsere F\u00e4higkeit, die inneren Zust\u00e4nde, Gef\u00fchle, Gedanken und W\u00fcnsche anderer zu interpretieren. Schizophrene Patienten neigen dazu, die Botschaften anderer falsch zu entschl\u00fcsseln. Sie verstehen zum Beispiel Ironie und Metaphern nicht oder interpretieren bestimmte Gesten falsch. Die von uns entwickelte Methode kann bei der Entwicklung dieser F\u00e4higkeit wirksam sein&quot;. Die Virtual-Reality-Therapie wird in der Psychiatrie international seit den 1990er Jahren eingesetzt. In Ungarn kommt sie seit 2005 fast ausschlie\u00dflich an der Semmelweis Universit\u00e4t zum Einsatz, zum Beispiel zur Behandlung von H\u00f6hen- oder Flugphobien. Diese therapeutischen Eingriffe sind bisher von der Sozialversicherung nicht finanziert. W\u00e4hrend es Versuche gab, andere Aspekte der Schizophrenie mit der VV-Therapie zu behandeln, ist dies die erste Therapie, die speziell auf die Verbesserung der Erkennung von Emotionen und das Verstehen der Absichten der anderen Person abzielt. Die VR-ToMIS-Therapie besteht aus einer Einf\u00fchrungssitzung und acht 50-min\u00fctigen Interventionssitzungen, in denen die Patienten lernen, die Reaktionen des anderen besser zu interpretieren, indem sie in virtuelle Simulationen allt\u00e4glicher Situationen des wirklichen Lebens versetzt werden.  Die Simulations\u00fcbungen wurden von einem Forscherteam der Klinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie der Semmelweis Universit\u00e4t unter Verwendung der kostenlosen Software des britischen Unternehmens vTime entwickelt. W\u00e4hrend der Sitzungen tragen die Patienten eine sogenannte VR-Brille, die es ihnen erm\u00f6glicht, allt\u00e4gliche, reale Situationen zu erleben, w\u00e4hrend sie mit einem Avatar kommunizieren, der von einem Therapeuten gef\u00fchrt wird. Zum Beispiel ein Spaziergang am Ufer, bei dem der Avatar den Patienten um Hilfe bittet, seinen verlorenen Hund zu finden. Die Therapie kann ein Blind Date simulieren, das Zusammenziehen mit einem neuen Mitbewohner, ein Gespr\u00e4ch auf der Terrasse eines Caf\u00e9s oder ein Treffen mit einem neuen Kollegen. Misstrauen ist ein dominantes Gedankensystem bei schizophrenen Zust\u00e4nden, und mit Hilfe der von uns entwickelten Therapie kann der Patient lernen, zu erkennen, dass sein Gegen\u00fcber in der Regel keine Hintergedanken hat&quot; - sagt Dr. Edit Vass. Die Forscher haben daher mehrmals getestete Dialoge in die Software eingebaut, um w\u00e4hrend der Sitzungen die effektivsten Dialogformen zu verwenden, die im Alltag \u00fcblich sind und Elemente der Ironie, der Metapher oder des Humors kombinieren. Auf die Simulation folgt eine interaktive \u00dcbung, die mit einer analytischen Diskussion abgeschlossen wird. Der gesamte Prozess wird dann ein- oder zweimal wiederholt, um die ausprobierten Situationen, die kognitiven Prozesse und die erlebten emotionalen Zust\u00e4nde zu speichern. Die Entwicklung von VR-ToMIS begann 2016 und die Erprobung der Methode mit 43 Patienten (22 aktive, 21 Kontrollpatienten) wurde 2022 abgeschlossen. Die Ergebnisse der Impact-Studie wurden in der Zeitschrift Comprehensive Psychiatry ver\u00f6ffentlicht. Fast 80 % der befragten Familienangeh\u00f6rigen berichteten \u00fcber eine Verbesserung der Kommunikationsf\u00e4higkeiten der Patienten unmittelbar nach dem Training. Und drei Monate nach den VR-ToMIS-Sitzungen war auch die Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t messbar, was bedeutet, dass die Patienten in der Lage waren, die erlernten F\u00e4higkeiten erfolgreich in ihr t\u00e4gliches Leben zu integrieren. Einer der gr\u00f6\u00dften Vorteile der VV-Therapien besteht nach Ansicht des Experten darin, dass der Patient in heiklen Situationen die Simulation einfach unterbrechen kann, und dass sich die Emotionen des Patienten in manchmal frustrierenden Situationen auf eine k\u00fcnstlich geschaffene Person und nicht auf eine reale Person richten. &quot;Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr Patienten, die mit Schizophrenie leben, ist die Akzeptanz der Behandlung. Wir betrachten es als einen der gr\u00f6\u00dften Erfolge unserer Methode, dass kein Patient w\u00e4hrend der Versuche die Behandlung abgebrochen hat und die Bereitschaft zur Teilnahme (Compliance) durchgehend erhalten blieb&quot; - fasst Dr. Lajos Simon zusammen. Die Methode ist durch ungarische Schutzrechte gesch\u00fctzt. Der n\u00e4chste Schritt wird die Erstellung eines Schulungsplans sein, auf dessen Grundlage die Entwickler der Methode die Anwendung von VR-ToMIS vermitteln k\u00f6nnen. Dann k\u00f6nnten sie wahrscheinlich innerhalb von zwei Jahren eine internationale Marke erhalten&quot; - f\u00fcgte Dr. Edit Vass hinzu. Angelika Erd\u00e9lyi  Foto:  B\u00e1lint Barta \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t; vTime \u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k\">in der Zeitschrift Comprehensive Psychiatry ver\u00f6ffentlicht<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Fast 80 % der befragten Familienangeh\u00f6rigen berichteten \u00fcber eine Verbesserung der Kommunikationsf\u00e4higkeiten der Patienten unmittelbar nach dem Training. Und drei Monate nach den VR-ToMIS-Sitzungen war auch die Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t messbar, was bedeutet, dass die Patienten in der Lage waren, die erlernten F\u00e4higkeiten erfolgreich in ihr t\u00e4gliches Leben zu integrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Einer der gr\u00f6\u00dften Vorteile der VV-Therapien besteht nach Ansicht des Experten darin, dass der Patient in heiklen Situationen die Simulation einfach unterbrechen kann, und dass sich die Emotionen des Patienten in manchmal frustrierenden Situationen auf eine k\u00fcnstlich geschaffene Person und nicht auf eine reale Person richten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#8222;Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr Patienten, die mit Schizophrenie leben, ist die Akzeptanz der Behandlung. Wir betrachten es als einen der gr\u00f6\u00dften Erfolge unserer Methode, dass kein Patient w\u00e4hrend der Versuche die Behandlung abgebrochen hat und die Bereitschaft zur Teilnahme (Compliance) durchgehend erhalten blieb&#8220; &#8211; fasst Dr. Lajos Simon zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Methode ist durch ungarische Schutzrechte gesch\u00fctzt. Der n\u00e4chste Schritt wird die Erstellung eines Schulungsplans sein, auf dessen Grundlage die Entwickler der Methode die Anwendung von VR-ToMIS vermitteln k\u00f6nnen. Dann k\u00f6nnten sie wahrscheinlich innerhalb von zwei Jahren die internationale Trademark erhalten&#8220; &#8211; f\u00fcgte Dr. Edit Vass hinzu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Angelika Erd\u00e9lyi <br \/>\nFoto:\u00a0 B\u00e1lint Barta \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t; vTime<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Blind Date und ein Strandspaziergang werden in einer weltweit einzigartigen, auf virtueller Realit\u00e4t basierenden Therapie simuliert, um die Kommunikations- und Emotions-Wahrnehmungsf\u00e4higkeiten von Schizophrenie-Patienten an der Semmelweis Universit\u00e4t zu verbessern. Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr Betroffene ist es, sich nach der medikament\u00f6sen Behandlung wieder in die Gesellschaft zu integrieren. 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