{"id":32047,"date":"2021-03-08T22:43:54","date_gmt":"2021-03-08T21:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=7906"},"modified":"2021-03-08T22:43:54","modified_gmt":"2021-03-08T21:43:54","slug":"wissenschaftliche-nachrichten-nr-1-auswahl-von-februar-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2021\/03\/08\/wissenschaftliche-nachrichten-nr-1-auswahl-von-februar-2021\/","title":{"rendered":"Wissenschaftliche Nachrichten Nr. 1 \u2013 Auswahl von Februar 2021"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Es wird eine neue Artikelreihe gestartet: ab jetzt k\u00f6nnen Sie jeden Monat die kurze Zusammenfassung von D1 bewerteten wissenschaftlichen Publikationen lesen, deren Autoren u.a. Mitarbeiter oder Studenten der Universit\u00e4t sind. Die Artikel der vergangenen Wochen wurden von Mitarbeitern der Zentralbibliothek und von Dr. Gyula Szigeti, Direktor f\u00fcr Innovation ausgew\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Methodik f\u00fcr die Diagnostik von HALT (hypoattenuated-leaflet thickening) und die Auswertung ihrer klinischen Bedeutung <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7905 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/03\/Kara\u0301dy-Ju\u0301liaMerkely-Be\u0301la-k\u00e9p-393x400-1.jpg\" alt=\"\" width=\"393\" height=\"400\" \/>Im &#8211; in der Zeitschrift European Heart Journal Cardiovascular Imaging &#8211; ver\u00f6ffentlichten Artikel wird das Thema kathetergesteuerte Aortenklappenimplantation (transcatheter aortic valve implantation- TAVI) diskutiert. Die wohlbekannte Komplikation der TAVI wurde von Dr. J\u00falia Kar\u00e1dy, PhD-Studentin der Semmelweis Universit\u00e4t, Erstautorin der Publikation erkl\u00e4rt: auf den k\u00fcnstlichen Herzlappentaschen k\u00f6nnen sich thrombotische Auflagerungen herausbilden, die auf CT-Aufnahmen als Verdickungen mit niedriger Densit\u00e4t (hypoattenuated-leaflet thickening, HALT) erscheinen. F\u00fcr die Beurteilung der Ausbreitung von HALT steht keine standardisierte quantitative Messmethode zur Verf\u00fcgung, und auch die klinische Bedeutung des Vorhandenseins bzw. Quantit\u00e4t von HALT ist unbekannt. Das Ziel der Forschung war, um eine objektive, quantitative Methodik f\u00fcr Diagnostizieren von HALT und die Auswertung ihrer klinischen Bedeutung auszuarbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In Rahmen der RETORIC (RulE out Transcatheter aOrtic valve thRombosis with post Implantation Computed tomography) einer prospektiven Kohortenuntersuchung wurden Patienten nach TAVI mittels Cardio-CT, Echokardiographie und Sch\u00e4del-MRT im V\u00e1rosmajor Herz- und Vaskul\u00e4rzentrum evaluiert. Mit Hilfe der durch die Forschungsgruppe zuerst angewendeten Messmethode wurde festgestellt, dass es nach TAVI zwischen dem Ausma\u00df der durch Cardio-CT detektierten HALT und der durch Echokardiographie diagnostizierten Verschlechterung der k\u00fcnstlichen Herzklappen-Funktion ein enger Zusammenhang festgestellt wurde. Zwischen der HALT-Quantit\u00e4t und den durch MRT identifizierten isch\u00e4mischen L\u00e4sionen im Hirn sowie der Gesamtsterberate wurde kein Zusammenhang gefunden (Medianwert nach zwei und halb Jahre Verfolgung)<\/p>\n<div class=\"fontos_div\">\n<div class=\"w-100\" style=\"text-align: justify\">Quantification of hypo-attenuated leaflet thickening after transcatheter aortic valve implantation: clinical relevance of hypo-attenuated leaflet thickening volume<\/div>\n<div class=\"w-100\" style=\"text-align: justify\">J\u00falia Kar\u00e1dy, Astrid Apor, Anik\u00f3 I Nagy, M\u00e1rton Kolossv\u00e1ry, Andrea Bartykowszki, B\u00e1lint Szilveszter, Judit Simon, Levente Moln\u00e1r, \u00c1d\u00e1m L Jermendy, Alexisz Panajotu, Ferenc I Suhai, Andrea Varga, Ronak Rajani, P\u00e1l Maurovich-Horvat, B\u00e9la Merkely<\/div>\n<div class=\"w-100\" style=\"text-align: justify\">European Heart Journal \u2013 Cardiovascular Imaging, Volume 21, Issue 12, December 2020, Pages 1395\u20131404, <span style=\"color: #0000ff\">https:\/\/academic.oup.com\/ehjcimaging\/article\/21\/12\/1395\/5881467<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"w-100\" style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Das laminare Profil der Schlafspindeln bei den Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Den gr\u00f6\u00dften Teil des Schlafens verbringt man in Non-REM-Schlafphase. Nach Zusammenfassung von Dr. P\u00e9ter Ujma, Assistant Lecturer des Instituts f\u00fcr Verhaltenswissenschaften sieht es wie folgt aus: Beim Einschlafen tritt zun\u00e4chst diese Phase auf, und sie wird zuerst hom\u00f6ostatisch ersetzt, wenn man einem Schlafentzug unterzogen wird, so dass dies der wichtigste Teil unseres Schlafs zu sein scheint. Die sogenannten Schlafspindeln-charakteristischen Hirnwellen, die w\u00e4hrend des Non-REM-Schlafens auch von der Sch\u00e4delhaut abgeleitet werden k\u00f6nnen, pr\u00e4sentieren sich bis zu sechs- bis achtmal pro Minute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7904 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/03\/Ujma-Pe\u0301ter-k\u00e9p-400x264-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"264\" \/>Laut Schlafspindeltheorie sind die zwei verschiedenen Bahnsysteme des Thalamus f\u00fcr Spindeln von verschiedenen Typen verantwortlich: Das \u201eCore\u201c-System (projiziert haupts\u00e4chlich auf die tieferen und gut begrenzten Hirnregionen) ist f\u00fcr die schnellen und in kleinem Teil der Hirnrinde erscheinenden lokalen Spindeln verantwortlich; das \u201eMatrix\u201c-System, das auf die oberen und breiten Regionen projiziert, ist eher f\u00fcr die Entstehung der langsamen und globalen Spindeln verantwortlich. Laut in der Zeitschrift \u201eNeuroimage\u201c ver\u00f6ffentlichter Studie wurde diese Hypothese an vier an Epilepsie leidenden Patienten untersucht.\u00a0 Im Gegensatz zu fr\u00fcheren Vermutungen wurde jetzt die Feststellung gemacht, dass weder der Umfang der auf Gehirnoberfl\u00e4che gemessenen Schlafspindeln noch deren Frequenz Einfluss darauf hatte, in welcher Hirnrinde-Region es Aktivit\u00e4t gab. Bei fast allen Schlafspindeln wurde die gleiche charakteristische Aktivit\u00e4t der Hirnrinde beobachtet. Dadurch wurden die Vorstellungen bez\u00fcglich besonderer Rolle der \u201eCore-\u201d und \u201eMatrix\u201c-Systeme widerlegt. Aufgrund Ergebnisse ist jedoch folgendes wahrscheinlich: Obwohl viele Bahnsysteme zwischen Thalamus und Hirnrinde f\u00e4hig sind, kleinere, isolierte Spindeln zu erzeugen \u2013 deshalb wurden einige extreme lokale Spindeln praktisch an allen Messpunkten entdeckt &#8211; werden die meisten Schlafspindeln doch von einem einheitlichen stereotypischen \u2013 den oberen Teil der Hirnrinde einheitlich vernetzenden Bahnsystem erzeugt.<\/p>\n<div class=\"fontos_div\">\n<div class=\"w-100\" style=\"text-align: justify\">The laminar profile of sleep spindles in humans<\/div>\n<div class=\"w-100\" style=\"text-align: justify\">P\u00e9ter P. Ujma, Bogl\u00e1rka Hajnal, R\u00f3bert B\u00f3dizs, Ferenc Gombos, Lor\u00e1nd Er\u0151ss, Lucia Wittner, Eric Halgren, Sydney S. Cash, Istv\u00e1n Ulbert, D\u00e1niel Fab\u00f3<\/div>\n<div class=\"w-100\" style=\"text-align: justify\">NeuroImage, Volume 226, 1 February 2021, 117587, <span style=\"color: #0000ff\">https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1053811920310727?via%3Dihub<\/span><\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><br \/>\nDas Morphin kann bei Patienten mit Herzinfarkt, bei denen perkutane Koronarintervention (PCI) angewendet wird, mit gro\u00dfer Sicherheit benutzt werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7903 size-full alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/03\/Hizoh-Istva\u0301n-Domokos-Dominika-k\u00e9p-400x200-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"200\" \/>Der akute Verschluss einer Herzkranzarterie verursacht Herzinfarkt, der am meisten durch Abweichung bei EKG (Anhebung der ST-Strecke) signalisiert ist. In solchen F\u00e4llen ist die gr\u00f6\u00dfte Chance zum \u00dcberleben und zum Vermeiden schwerer Komplikationen das Einsetzen von Stent-Implantaten (Stents sind kleine R\u00f6hrchen mit Gitterstruktur, meist aus Metall). Die medikament\u00f6se Behandlung gegen Verklumpen der Blutpl\u00e4ttchen ist aber unentbehrlich, um den erneuten Verschluss von Gef\u00e4\u00dfen vermeiden zu k\u00f6nnen. Das Morphin, das beim Schmerz, bei Todesangst und Lungenstauung h\u00e4ufig angewendet wird, hemmt aber die laboratorische Wirksamkeit dieser Behandlung &#8211; die Morphinbehandlung kann eventuell auch zur Vergr\u00f6\u00dferung der abgestorbenen Herzmuskelgewebe und zur erh\u00f6hten Mortalit\u00e4t f\u00fchren. \u00dcber die wahre Rolle der laboratorischen Wechselwirkung der Medikamente bez\u00fcglich \u00dcberlebenschancen stehen aber wenige Angaben zur Verf\u00fcgung \u2013 erkl\u00e4rten Dr. Istv\u00e1n Hizoh Senior Lecturer des Lehrstuhls f\u00fcr Kardiologie der Semmelweis Universit\u00e4t und Dr. Dominika Domokos, klinische Fach\u00e4rztin und \u00a0PhD-Studentin des V\u00e1rosmajor Herz- und Vaskul\u00e4rzentrum. W\u00e4hrend ihrer Registeruntersuchung in einem 7,5-Jahres-Zeitraum verfolgten sie den Krankheitsablauf von 1255 Patienten, bei denen perkutane Koronarintervention (PCI) angewendet wurde. Aufgrund ihrer Ergebnisse \u2013 nach Beseitigung der m\u00f6glichen Entstellung der Angaben (unter Verwendung von statistischen Methoden) \u2013 unterschied sich die \u00dcberlebensrate der mit Morphin behandelten und mit Morphin nicht behandelten Patienten nicht. Dies weist darauf hin, dass das Morphin auch bei der invasiven Versorgung der Patienten mit Herzinfarkt mit ziemlicher Sicherheit anzuwenden ist.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">Diese Zusammenfassung und Darstellung wurden ohne inhaltliche \u00c4nderung der folgenden Publikation gemacht:<br \/>\nImpact of periprocedural morphine use on mortality in STEMI patients treated with primary PCI.<br \/>\nDomokos D, Szabo A, Banhegyi G, Major L, Kiss RG, Becker D, Edes IF, Ruzsa Z, Merkely B, Hizoh I.<br \/>\nPLoS One 2021;16: e0245433 https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0245433 a Creative Commons Nevezd meg! \u2013 Ne add el! \u2013 Ne v\u00e1ltoztasd! 4.0 Nemzetk\u00f6zi Licenc <span style=\"color: #0000ff\">https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/4.0\/deed.hu<\/span> felt\u00e9teleinek megfelel\u0151en.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>EULAR-Definition der Patienten mit schwer behandelbarer rheumatoider Arthritis<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Therapiechancen der an rheumatoider Arthritis (entz\u00fcndlicher Gelenkserkrankung) leidenden Patienten, deren Beschwerden schwer behandelbar sind, k\u00f6nnen durch die in \u201eAnnals of the Rheumatic Diseases\u201c ver\u00f6ffentlichten internationalen wissenschaftlichen Publikation h\u00f6her sein, in der definiert wurde, wer zu dieser Krankheitsgruppe geh\u00f6rt. Dr. Gy\u00f6rgy, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Rheumatologie und Klinische Immunologie der Semmelweis Universit\u00e4t machte folgende Zusammenfassung: Im Thema ist unter seiner Leitung eine Arbeitsgruppe mit 32 Personen zustande, zu deren Mitglieder Fach\u00e4rzte f\u00fcr Rheumatologie, Facharbeiter, Psychologen aus ganz Europa und auch die betroffenen Patienten geh\u00f6ren. Zur Aufstellung der vor kurzem ver\u00f6ffentlichten Definition wurde von der Arbeitsgruppe auch ein Fragebogen gemacht, der von mehr als 400 europ\u00e4ischen Rheumatologen ausgef\u00fcllt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Unseren fr\u00fcheren Artikel zu diesem Thema k\u00f6nnen Sie <strong><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/de\/2021\/02\/anti-zytokin-therapie-bei-paediatrischem-multisystemischem-inflammatorischem-syndrom-nach-covid-19-infektion-zum-ersten-mal-an-der-semmelweis-universitaet-angewendet\/\">hier<\/a><\/strong> lesen:<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">EULAR definition of difficult-to-treat rheumatoid arthritis<br \/>\nGy\u00f6rgy Nagy, Nadia MT Roodenrijs, Paco MJ Welsing, Melinda Kedves, Attila Hamar, Marlies C van der Goes, Alison Kent, Margot Bakkers, Etienne Blaas, Ladislav Senolt, Zoltan Szekanecz, Ernest Choy, Maxime Dougados, Johannes WG Jacobs, Rinie Geenen, Hans WJ Bijlsma, Angela Zink, Daniel Aletaha, Leonard Schoneveld, Piet van Riel, Loriane Gutermann, Yeliz Prior, Elena Nikiphorou, Gianfranco Ferraccioli, Georg Schett, Kimme L Hyrich, Ulf Mueller-Ladner, Maya H Buch, Iain B McInnes, D\u00e9sir\u00e9e van der Heijde, Jacob M van Laar<br \/>\n<span style=\"color: #0000ff\">https:\/\/ard.bmj.com\/content\/80\/1\/31<\/span>\u00a0<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><br \/>\nMerkmale von Ern\u00e4hrungsst\u00f6rungen unter den ungarischen Medizinstudenten: \u00c4nderungen zwischen 1989 und 2011<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7902 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/03\/RS20325_20130327-IMG_3298-ebedlo-diakok-scr-400x267-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" \/>Die Ern\u00e4hrungsst\u00f6rungen geh\u00f6ren zu den modernen Zivilisationskrankheiten, die am meisten verbreiteten Krankheiten sind die Magersucht (Anorexia nervosa) und die Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Da diese Ess-St\u00f6rungen nach weit verbreiteter Meinung zu den Krankheiten der westlichen Kultur geh\u00f6ren, war eine wichtige Frage, wie verbreitet sie in Ungarn sind. Die erste solche Untersuchung wurde im Jahre 1989 bei den Medizinstudenten von Debrecen gemacht: es stellte sich heraus, dass die Ern\u00e4hrungsst\u00f6rungen auch in unserem Land erschienen; und ihre H\u00e4ufigkeit ist \u00e4hnlich, wie es in den westlichen L\u00e4ndern ist. Diese Untersuchung wurde dann nach zwei Jahrzehnten in 2010-11 in Debrecen und an der Semmelweis Universit\u00e4t gemacht \u2013 erkl\u00e4rte Dr. Ferenc T\u00fary, Professor des Instituts f\u00fcr Verhaltenswissenschaften. Laut Ergebnisse, die in der Zeitschrift Journal of Behavioral Addictions ver\u00f6ffentlicht wurden, erh\u00f6hte sich die mildere Form der Magersucht bei Frauen von 0,3 auf 2,5 Prozent; bei den M\u00e4nnern stiegen die Rate von Gewichtsverlust f\u00f6rdernden Verhaltensweisen von 8,9 auf 14,6 Prozent. Dies weist auf die sich erh\u00f6hende Wichtigkeit der Ess-St\u00f6rungen bei der psychiatrischen Versorgung hin. Solche Untersuchungen sind auch bei der Durchschnittsbev\u00f6lkerung n\u00f6tig.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">Eating disorder characteristics among Hungarian medical students: Changes between 1989 and 2011<br \/>\nFerenc T\u00fary, P\u00e1l Szab\u00f3, Szilvia Dukay-Szab\u00f3, Irena Szumska, D\u00e1vid Simon, G\u00fcnther Rathner<br \/>\nJournal of Behavioral Addictions JBA, 9(4), 1079-1087., https:\/\/akjournals.com\/view\/journals\/2006\/9\/4\/article-p1079.xml<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><br \/>\n<\/strong><strong>Mit Hilfe eines implantierten Ger\u00e4tes kann in-vivo best\u00e4tigt werden, dass die proinflammatorische Antwort durch extrazellul\u00e4re Vesikel auf Lokalnetz der Mastzellen \u00fcbertragen wird<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7901 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/03\/Vukman-Krisztina-k\u00e9p-400x196-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"196\" \/>Die Mastzellen sind f\u00fcr den menschlichen K\u00f6rper unentbehrliche Immunzellen, die trotz ihrer kleinen Anzahl am Kampf gegen Krankheitserreger wirksam teilnehmen. W\u00e4hrend unserer Arbeit wurden die Mastzellen von GFP-transgenen M\u00e4usen untersucht, die in Zytoplasma gr\u00fcn \u201eleuchtendes\u201c Fluoreszenzprotein haben \u2013 fasste Dr. Kreisztina Visnovitzn\u00e9 Vukman, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts f\u00fcr Genetik, Zell- und Immunbiologie ihre Arbeit zusammen. In ihren Versuchen implantierten sie GFP+ Mastzellen beinhaltende Diffusionskammer in die Bauchh\u00f6hle der M\u00e4use. Aus den Kammern konnten die Zellen nicht in die Bauchh\u00f6hle der M\u00e4use kommen, die durch die Zellen produzierten extrazellul\u00e4ren Vesikel (EV = rundliche bis ovale Bl\u00e4schen, die von Membran oder einer netzartigen H\u00fclle aus Proteinen umgeben sind) aber doch, so konnte die Forschungsgruppe die Wirkung der extrazellul\u00e4ren Vesikel aus Mastzellen unter den Ersten in vivo untersuchen. Sie best\u00e4tigten, dass die extrazellul\u00e4ren Vesikel, die durch die Kammer umgrenzenden Membranporen in die Peritoneumh\u00f6hle kamen, in erster Linie von den lokalen Mastzellen aufgenommen wurden. Und falls die Mastzellen vor Implantation in die Kammer entz\u00fcndlichen Stimulus ausgesetzt wurden, wurde durch die in vivo freigesetzte Vesikel die Produktion der entz\u00fcndungsf\u00f6rdernden Zytokin-TNF\u03b1\u00a0 (Tumornekrosefaktor-\u03b1)\u00a0 induziert. Mit Hilfe der in der Zeitschrift \u201eJournal of Extracellular Vesicles\u201c publizierten Ergebnisse und des vorgestellten in vivo Versuchssystems wurde bewiesen, dass die wenigen Mastzellen in einigen lokalen Kompartments des lebenden Organismus eine wirksame netzwerkartige Kommunikation durch die EV aus\u00fcben k\u00f6nnen; somit sind sie f\u00e4hig, die f\u00fcr das Abwehrsystem eine wichtige Rolle spielende proinflammatorische Antwort r\u00e4umlich zu verbreiten. Die Forschungsergebnisse, sowie das da vorgestellte System erm\u00f6glicht nicht nur die Untersuchung der extrazellul\u00e4ren Vesikel der Mastzellen, sondern auch \u00a0in vivo Untersuchung der EV jeglicher, in die Kammer implantierter Zellarten im lebenden Organismus.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">An implanted device enables in vivo monitoring of extracellular vesicle\u2010mediated spread of pro\u2010inflammatory mast cell response in mice<br \/>\nKrisztina V. Vukman, Andrea Ferencz, Daniella Feh\u00e9r, Krisztina Juhos, P\u00e9ter L\u0151rincz, Tam\u00e1s Visnovitz, Anna Koncz, Krisztina P\u00e1l\u00f3czi, G\u00e1bor Sereg\u00e9lyes, Andr\u00e1s F\u00f6rs\u00f6nits, Delaram Khamari, Alicia Galinsoga, L\u00e1szl\u00f3 Drahos, Edit I. Buz\u00e1s<br \/>\nJ Extracell Vesicles. 2020; 10:e12023. <span style=\"color: #0000ff\">https:\/\/doi.org\/10.1002\/jev2.12023<\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die kurzen Zusammenfassungen wurden von Autoren der wissenschaftlichen Publikationen gemacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Editiert: \u00c1d\u00e1m Szab\u00f3, P\u00e1lma Dobozi <br \/>\nFoto: Attila Kov\u00e1cs \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t (Illustration); <br \/>\nQuelle der Abbildungen: Publikationen<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wird eine neue Artikelreihe gestartet: ab jetzt k\u00f6nnen Sie jeden Monat die kurze Zusammenfassung von D1 bewerteten wissenschaftlichen Publikationen lesen, deren Autoren u.a. Mitarbeiter oder Studenten der Universit\u00e4t sind. 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