{"id":32039,"date":"2021-02-05T11:57:19","date_gmt":"2021-02-05T10:57:19","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=7744"},"modified":"2021-02-05T11:57:19","modified_gmt":"2021-02-05T10:57:19","slug":"hoehere-therapiechancen-der-schwer-behandelbaren-rheumatoiden-arthritis-durch-eine-forschung-der-universitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2021\/02\/05\/hoehere-therapiechancen-der-schwer-behandelbaren-rheumatoiden-arthritis-durch-eine-forschung-der-universitaet\/","title":{"rendered":"H\u00f6here Therapiechancen der schwer behandelbaren rheumatoiden Arthritis durch eine Forschung der Universit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Therapiechancen der an rheumatoider Arthritis (entz\u00fcndlicher Gelenkserkrankung) leidenden Patienten, deren Beschwerden schwer behandelbar sind, k\u00f6nnen durch eine vor kurzem ver\u00f6ffentlichten internationalen wissenschaftlichen Publikation h\u00f6her sein, deren Erstautor Dr. Gy\u00f6rgy, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Rheumatologie und Klinische Immunologie der Semmelweis Universit\u00e4t ist. Bei \u00a0ca. einem Drittel der Patienten mit \u00a0Rheumatoider Arthritis sind die derzeitig empfohlenen Therapiem\u00f6glichkeiten nicht wirksam genug. W\u00e4hrend der durch europ\u00e4ische Kooperation\u00a0 entstehenden Arbeit wurde im ersten Schritt definiert, welche Patienten zu dieser Gruppe geh\u00f6ren \u2013 die diesbez\u00fcgliche Publikation wurde <a href=\"https:\/\/ard.bmj.com\/content\/80\/1\/31\">in der international f\u00fchrenden wissenschaftlichen Zeitschrift f\u00fcr Rheumatologie<\/a> ver\u00f6ffentlicht \u2013 und danach startete man mit Herausarbeitung einer neuen Empfehlung zur Behandlung der betroffenen Patienten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7743 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/02\/RS127757_C19A0518-scr-400x267-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/02\/RS127757_C19A0518-scr-400x267-1.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/02\/RS127757_C19A0518-scr-400x267-1-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine systemische Autoimmunerkrankung, ist die h\u00e4ufigste entz\u00fcndliche Erkrankung der Gelenke. Davon sind durchschnittlich 0,3-0,6 Prozent der Bev\u00f6lkerung betroffen, d.h. in Ungarn leiden mehrere Zehntausende Personen an dieser Krankheit. Die Qualit\u00e4t der Krankheitsbehandlung wurde in den letzten zwei-drei Jahrzehnten wesentlich besser, zahlreiche Medikamenten, biologische und gezielte Therapien sind erreichbar geworden, und die Arbeit der \u00c4rzte ist durch ein st\u00e4ndig erneuerndes Protokoll unterst\u00fctzt. Laut Erfahrungen sind aber die gegenw\u00e4rtig erreichbaren Therapien &#8211; deren Ziel das Erreichen eines fast \u00a0symptomfreien Zustands ist \u2013 bei einem Drittel der Patienten nicht wirksam \u2013 erkl\u00e4rte Dr. Gy\u00f6rgy Nagy, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Rheumatologie und Klinische Immunologie der Semmelweis Universit\u00e4t. Das ist eine sehr heterogene Krankheitsgruppe, meistens geh\u00f6ren diejenigen Patienten zu der \u201eschwer behandelbaren\u201c Kategorie, die eine schwere Begleitkrankheit\u00a0 (Lungen- oder Herzerkrankung, Depression) haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aufgrund seiner klinischen Erfahrungen wurde von Dr. Gy\u00f6rgy Nagy die Aussage gemacht, dass zur Behandlung dieser Krankheitsgruppe eine besondere Empfehlung n\u00f6tig ist. Und die Europ\u00e4ische Rheuma-Liga (EULAR &#8211; European Alliance of Associations for Rheumatology) unterst\u00fctzte seine Bewerbung. Als Ergebnis dieser Arbeit entstand die EULAR-Definition der schwer behandelbaren RA-Patienten. Die diesbez\u00fcgliche Publikation, deren Erstautor Dr. Gy\u00f6rgy Nagy ist, wurde in der international f\u00fchrenden wissenschaftlichen Zeitschrift f\u00fcr Rheumatologie \u2013 in \u201eRheumatic Diseases\u201c \u00a0ver\u00f6ffentlicht. In diesem Thema wurde eine Arbeitsgruppe aus 32 Personen \u2013 die aus ganz Europa kamen \u2013 unter Leitung\u00a0 des Lehrstuhlleiters organisiert; unter den Mitgliedern sind Fach\u00e4rzte f\u00fcr Rheumatologie, Facharbeiter, Psychologen und auch die betroffenen Patienten. Zur Zusammenstellung der gerade ver\u00f6ffentlichten Definition machte die Arbeitsgruppe einen Fragebogen, der von mehr als 400 Rheumatologen von Europa ausgef\u00fcllt wurde. Dr. Gy\u00f6rgy Nagy betonte: laut Erfahrungen geh\u00f6rt ca. ein Drittel der Patienten zur Kategorie \u201eschwer behandelbar\u201c (difficult to treat). Aufgrund der jetzt ver\u00f6ffentlichten Definition geh\u00f6ren Patienten zu dieser Kategorie, wenn folgende drei Kriterien erf\u00fcllt sind: es sollen die klinischen, laboratorischen und radiologischen Parameter; die Erfahrungen \u00fcber die fr\u00fcheren Behandlungen sowie die subjektiven Gef\u00fchle der Patienten auch analysiert werden. Als n\u00e4chster Schritt sollte eine separate Therapie-Richtlinie f\u00fcr diese Patientengruppe gefertigt werden; die diesbez\u00fcgliche Arbeit hat schon begonnen \u2013 sagte Dr. Gy\u00f6rgy Nagy und f\u00fcgte noch folgendes dazu: die Formulierung der Definition ist f\u00fcr die Kliniker auch wichtig, weil sie einen auf das Problem aufmerksam macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7742 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/02\/RS127762_C19A0582-scr-400x261-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"261\" \/>Die Arbeit, wo man mit Biomarkern, klinischen Merkmalen und mit dem pathogenetischen Hintergrund der schwer behandelbaren rheumatoiden Arthritis besch\u00e4ftigt, ist ein weiterer wichtiger Teil der wissenschaftlichen T\u00e4tigkeit des am 01. Oktober 2020 zustande gekommenen Lehrstuhls f\u00fcr Rheumatologie und Klinische Immunologie. Ziel des Lehrstuhls ist \u2013 au\u00dfer Forschungen der weiteren vielseitigen Immunologie- und Entz\u00fcndungskrankheiten \u2013 damit die Disziplin sowohl in gradueller als auch in postgradueller Bildung einheitlich gehandhabt wird \u2013 betonte Dr. Gy\u00f6rgy Nagy. Das vom Lehrstuhl koordinierte praxis- und patientorientierte Unterrichten l\u00e4uft an drei Standorten: im Budaer Krankenhaus des Ordens der Barmherzigen, wo auch Sitz des Lehrstuhls ist, und die Abteilung f\u00fcr Rheumatologie und Immunologie, die von Dr. Gy\u00f6rgy Nagy geleitet ist; in der Klinik f\u00fcr Innere Medizin und H\u00e4matologie sowie im Landesinstitut f\u00fcr Rheumatologie und Physiotherapie. Die Rheumatologie entwickelte sich in den letzten zwei Jahrzehnten sehr viel,\u00a0 die Autoimmun- und Entz\u00fcndungskrankheiten traten in Vordergrund, die wir auch in unseren Unterrichtsplan einbauen m\u00f6chten \u2013 betonte der Lehrstuhlleiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein Teil der vom Lehrstuhlleiter geleiteten Translationsforschungen wird im Institut f\u00fcr Genetik, Zell- und Immunbiologie in Kooperation mit der Direktorin Dr. Edit Buz\u00e1s verwirklicht. Dr. Gy\u00f6rgy Nagy betonte folgendes: er begann seine einheimische Forschungsarbeit vor zwanzig Jahren in diesem Institut, und ihre gemeinsame Arbeit l\u00e4uft seit dieser Zeit kontinuierlich. Der Lehrstuhl f\u00fchrt Translations- und klinische Forschungsarbeit mit der unter Leitung von Dr. B\u00e9la Merkely t\u00e4tigen \u00a0Forschungsgruppe im V\u00e1rosmajor Herz- und Vaskul\u00e4rzentrum auch; das sind unter anderem Forschungen bez\u00fcglich kardiovaskul\u00e4res Risiko der RA-Patienten. Der andere Teil der wissenschaftlichen Arbeit in Verbindung Grundlagenforschung l\u00e4uft mit dem Institut f\u00fcr Physiologie; mit Dr. Attila M\u00f3csai, Universit\u00e4tsprofessor und Dr. Tam\u00e1s N\u00e9meth Senior Lecturer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7741 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/02\/RS127747_C19A0406-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"736\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der am 01. Oktober 2020 zustande gekommene Lehrstuhl f\u00fcr Rheumatologie und Klinische Immunologie besteht gegenw\u00e4rtig aus f\u00fcnf Personen, das sind (auf dem Foto v. l. n. r) Emese Balogh, Lehrstuhl-Administratorin; Dr. Judit Majnik Senior Lecturer, Dr. Gy\u00f6rgy Nagy, Lehrstuhlleiter; Dr. Kinga Vikt\u00f3ria K\u0151halmi, Residenz\u00e4rztin, sowie Dr. Tam\u00e1s N\u00e9meth, Senior Lecturer. Unser Ziel ist, damit wir unsere wissenschaftliche T\u00e4tigkeit durch weitere Verst\u00e4rkung von einheimischen und internationalen Kooperationen weiter intensivieren \u2013 betonte Dr. Gy\u00f6rgy Nagy.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">P\u00e1lma Dobozi <br \/>\nPhoto: Attila Kov\u00e1cs Attila \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Therapiechancen der an rheumatoider Arthritis (entz\u00fcndlicher Gelenkserkrankung) leidenden Patienten, deren Beschwerden schwer behandelbar sind, k\u00f6nnen durch eine vor kurzem ver\u00f6ffentlichten internationalen wissenschaftlichen Publikation h\u00f6her sein, deren Erstautor Dr. Gy\u00f6rgy, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Rheumatologie und Klinische Immunologie der Semmelweis Universit\u00e4t ist. 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