{"id":32021,"date":"2020-12-02T09:33:02","date_gmt":"2020-12-02T08:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=7448"},"modified":"2020-12-02T09:33:02","modified_gmt":"2020-12-02T08:33:02","slug":"lungenerkrankungen-im-fokus-der-online-veranstaltung-semmelweis-gesundheitstage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2020\/12\/02\/lungenerkrankungen-im-fokus-der-online-veranstaltung-semmelweis-gesundheitstage\/","title":{"rendered":"LUNGENERKRANKUNGEN IM FOKUS DER ONLINE-VERANSTALTUNG  \u201eSEMMELWEIS GESUNDHEITSTAGE\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Es ging nicht nur um die sch\u00e4dliche Wirkung des Rauchens, \u00fcber Asthma und Allergie, sondern auch um Coronavirus, Lungentumoren, und um die psychologische Unterst\u00fctzung der Krebspatienten an der unter Koordinierung der Klinik f\u00fcr Pneumologie der Semmelweis Universit\u00e4t veranstalteten Online Semmelweis Gesundheitstage vom 26. November. Laut Statistiken registrierten sich mehr als 2200 Personen auf den neun Vortr\u00e4gen der Klinik, wo bei drei Vorlesungen schon vor Ablauf der Registrierungsfrist keine Anmeldung mehr m\u00f6glich war.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Programmreihe Semmelweis Gesundheitstage wurden die wichtigsten Lungenerkrankungen, ihre Diagnostik, sowie Therapie vorgestellt, wo unter anderem auch \u00fcber Lungentumoren, Asthma, COPD (Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) und selbstverst\u00e4ndlich auch \u00fcber das heute besonders aktuelles Coronavirus gesprochen wurde \u2013 erkl\u00e4rte Dr. Veronika M\u00fcller, Direktorin der Klinik f\u00fcr Pneumologie, Universit\u00e4tsprofessorin, die das Programm organisierte. Die Professorin betonte: An der Online -Veranstaltung wollten die Veranstalter alle Vortr\u00e4ge interaktiv machen, so war es nach den Pr\u00e4sentationen auch m\u00f6glich, an Konsultationen teilzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS126274_K\u00e9perny\u0151fot\u00f3-2020-11-26-16.06.02-scr-400x271-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7447 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS126274_K\u00e9perny\u0151fot\u00f3-2020-11-26-16.06.02-scr-400x271-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"271\" \/><\/a>Dr. Brigitta Dombai, Assistenz\u00e4rztin begann ihre Pr\u00e4sentation mit einer kurzen Vorgeschichte \u00fcber Rauchen, danach sprach sie auch \u00fcber die sch\u00e4dlichen und tumorf\u00f6rdernden Wirkungen der Zigarette, der alternativen Tabakwaren, darunter der Wasserpfeife und der E-Zigarette. Sie erkl\u00e4rte, dass das Rauchen von Wasserpfeife zwar ein gelegentliches Gemeinschaftsprogramms ist, wird die Anzahl der Jugendlichen, die zu regelm\u00e4\u00dfigen Rauchern werden, achtmal h\u00e4ufiger. Witerhin sprach Dr. Brigitta Dombai , dass es im Tabakqualm 4000 chemische Stoffe gibt, wovon zehn Prozent best\u00e4tigt gesundheitssch\u00e4dlich ist. Und diese Stoffe befinden sich auch in den alternativen Tabakwaren. So auch das Nikotin, dessen blutdruckerh\u00f6hende, tumorf\u00f6rdernde sowie auch f\u00fcrs Herz-Kreislauf und das Embryo sch\u00e4dliche Wirkungen gut bekannt sind. Obwohl sich in den letzten Jahren die ungarischen Raucherquoten verbesserten, machte die Assistenz\u00e4rztin darauf aufmerksam, dass diejenigen, die t\u00e4glich mehr als 10 St\u00fcck Zigarette rauchen, werden 5-10 Jahren weniger leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Gy\u00f6rgy Losonczy Universit\u00e4tsprofessor sprach in seiner Pr\u00e4sentation \u00fcber Lungentumoren und deren neue Behandlungsm\u00f6glichkeiten. Er betonte: die h\u00e4ufigste Ursache von Lungentumor ist das Rauchen; dann stellte er auf Bildern auch dar, wie das gesunde Bronchialepithel zum tumor\u00f6s ge\u00e4nderten Bronchialepithel wird. Er sprach \u00fcber die h\u00e4ufigsten Symptome des Lungenkrebses auch, (wie z.B. Husten, Atemnot, Abnehmen und Appetitlosigkeit), die nicht spezifisch und schmerzhaft sind, deshalb wird die Krankheit sp\u00e4t erkannt. Dies f\u00fchrt dazu, dass 70 Prozent der F\u00e4lle erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Au\u00dfer Chemotherapie, die mehrere Nebenwirkungen hat, ist seit dem Jahre 2008 bei Behandlung des Lungenkrebses mit Metastasen die gezielte molekulare Therapie und seit dem Jahre 2017 die Immuntherapie erreichbar, womit diese t\u00f6dliche Erkrankung zu einer chronischen Krankheit umzuwandeln ist \u2013 betonte der Facharzt f\u00fcr Pneumologische Onkologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS126278_K\u00e9perny\u0151fot\u00f3-2020-11-26-16.47.36-scr-1-400x214-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7446 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS126278_K\u00e9perny\u0151fot\u00f3-2020-11-26-16.47.36-scr-1-400x214-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"214\" \/><\/a>Dr. Orsolya G\u00f6bel, Psychologin gab durch ihren Vortrag Unterst\u00fctzung dazu, wie die Familienangeh\u00f6rigen der Tumorpatienten in dieser schwieriger Lebenssituation richtig helfen k\u00f6nnen. Sie sprach ausf\u00fchrlich dar\u00fcber, dass der Patient w\u00e4hrend der Krankheit mehrere sich wechselnde Gef\u00fchle hat: zuerst die Abweisung, die Wut, den Zorn, die Rebellion, die Protest, das Verhandeln, die Depression, die Gedr\u00fccktheit und zuletzt die Akzeptanz. Es ist wichtig, damit der Betroffene sein Leben neu planen kann, und die Umwelt des Patienten versteht: Der Patient soll dabei unterst\u00fctzt werden, damit er sich selbst helfen kann. Im Kampf gegen die Krankheit betr\u00e4gt die medizinische Hilfe nur 50 Prozent; die andere 50 Prozent muss der Patient geben. F\u00fcr die Kraftproben der letzten Periode empfahl die Psychologin folgendes: dies ist die Zeit zum Formulieren der nicht ausgesprochenen Worte, zu Tr\u00e4nen, zum \u00d6ffnen zueinander, und zum Ausdruck der Dankbarkeit.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Tam\u00e1s Erd\u00e9lyi, Assistenzarzt erkl\u00e4rte in seinem Vortrag, dass bei Allergie die Pollen am h\u00e4ufigsten die unangenehmen Symptome verursachen, viele Menschen k\u00f6nnen aber Allergie auf Haustiere oder Insekte haben. Bei Tierhaarallergie wird jedoch die unangenehme Reaktion nicht durch Tierhaare, sondern durch solche Proteine ausgel\u00f6st, die sich \u00fcber abgel\u00f6ste Epithelzellen, Speichel, Urin verbreiten; bei Hausstaubmilben ist der Insektenkot das Hauptallergen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die von Dr. Lilla Tam\u00e1si, Universit\u00e4tsprofessorin zusammengestellte, und f\u00fcr Patienten mit Asthma Hilfe leistende Pr\u00e4sentation wurde von Lilla Koch, Medizinstudentin vom sechsten Studienjahr gehalten. Die Vortragende sprach \u00fcber die charakteristischen Symptome der Krankheit und beschrieb den Prozess der Untersuchung. Die Diagnose von Asthma kann vom Facharzt f\u00fcr Pneumologie bei vorhandenen charakteristischen Beschwerden aufgrund der durchgef\u00fchrten Atemfunktions-Untersuchung aufgestellt werden. Diese Krankheit kann aber mit irgendwelcher Allergiefaktor auch Zusammenhang haben. Die Betroffenen wurden dadurch beruhigt, dass die Untersuchung schmerzfrei ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Anik\u00f3 Boh\u00e1cs Universit\u00e4tsdozentin stellte die Inhalationstherapien vor, die bei den obstruktiven Lungenerkrankungen (Asthma, COPD) die Basistherapien sind, und viel weniger Nebenwirkung haben, als die Therapien, wo Tabletten einzunehmen sind. Bei bestimmten Krankheiten k\u00f6nnen auch die Antibiotika und der Hustensaft in Form von Inhalation angewendet werden, obwohl das Einatmen irritierender Pr\u00e4parate sch\u00e4dlich f\u00fcr die Atemwege sein kann \u2013 sagte Dr. Anik\u00f3 Boh\u00e1cs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS126270_K\u00e9p2-400x225-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7445 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/12\/RS126270_K\u00e9p2-400x225-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"225\" \/><\/a>Dr. Veronika M\u00fcller, Universit\u00e4tsprofessorin, Direktorin der Klinik f\u00fcr Pneumologie betonte in ihrem Vortrag \u201eAuftreten des COVID-19 in Ungarn, die Symptome dieser Krankheit sowie die Rolle der Semmelweis Universit\u00e4t im Kampf gegen Pandemie\u201c, dass die COVID-Versorgung eine multidisziplin\u00e4re Arbeit ist, in der die \u00c4rzte und medizinische Facharbeiter von mehreren Berufen miteinander kooperieren. Die Professorin zeigte auch einen kurzen Film, wo die Bedeutung aller Teilnehmer an der COVID-Versorgung \u2013 vom Reinigungspersonal bis zu Physiotherapeuten vorgestellt wurde. Man konnte sehen, wie sich die Mitarbeiter anziehen m\u00fcssen, bevor sie die rote Zone betreten, und wie die Desinfektion nach Verlassen dieser Zone aussieht. Dr. Veronika M\u00fcller sprach \u00fcber die erreichbaren Therapiem\u00f6glichkeiten, \u00fcber Remdesivir und Favipiravir und dar\u00fcber, dass diese Mittel in der Klinik mit gro\u00dfer Sorgfalt angewendet sind. Es wurden auch f\u00fcr den Fall n\u00fctzliche Ratschl\u00e4ge gegeben, was zu tun ist, wenn man infiziert wurde und zu Hause bleiben muss; wie man schneller gesund werden kann. Es ist z.B. sehr wichtig, dass man viel trinkt, ausruht, Vitamine nimmt und wenn n\u00f6tig, Fieber senkt. Falls aber allgemeine Notfallsymptome auftreten (sich verschlechternde Atemnot, Sehst\u00f6rung, Sprachbehinderung, Brustschmerzen, st\u00e4ndiges Erbrechen), kann die station\u00e4re Behandlung notwendig sein. W\u00e4hrend der h\u00e4uslichen Quarant\u00e4ne wird empfohlen, damit man statt intensiver Bewegung Atemgymnastik macht. Die Professorin sprach weiterhin auch dar\u00fcber, dass bei 53 Prozent der Patienten das M\u00fcdigkeitsgef\u00fchl auch nach Ablauf der Krankheit l\u00e4ngerfristig besteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Lilla B\u00fcdi, Assistenz\u00e4rztin betonte in ihrer Pr\u00e4sentation \u00fcber Geschichte, Typen, Bedeutung der Schutzimpfungen, dass durch diese Impfungen weltweit j\u00e4hrlich das Leben von 2-3 Millionen Menschen gerettet werden. In unserem Land liegt die Durchimpfungsrate der Kinder bez\u00fcglich Pflichtimpfungen \u00fcber 98 Prozent, die eine besonders g\u00fcnstige Situation ist. Bei den Impfungen gegen Atemweginfektionen hob sie die Grippen-Schutzimpfung hervor, die jedem empfohlen ist, da dadurch der Krankheitsverlauf milder sein kann und die Komplikationen vorzubeugen sind. Bez\u00fcglich COVID-19-Vakzine sagte die Assistenz\u00e4rztin, dass gegenw\u00e4rtig 48 klinische Untersuchungen laufen, und die Vakzine wird laut Plan im ersten-zweiten Quartal 2021 erreichbar sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Abschlusspr\u00e4sentation der Veranstaltung stellte Dr. Gy\u00f6ngyi Cs\u00f3sza Kardiologin die Ursachen und Behandlung der bei Belastung auftretenden Kurzatmigkeit. Da mehrere Krankheiten diese Symptome verursachen k\u00f6nnen, ist die Aufstellung einer Diagnose ziemlich schwer \u2013 sagte sie. Au\u00dfer Abweichungen in Atemwegen k\u00f6nnen Kreislaufprobleme und auch sonstige Probleme, wie An\u00e4mie und Schilddr\u00fcsenerkrankung im Hintergrund stehen. Die Ursache f\u00fcr Kurzatmigkeit ist aber nicht immer eine Krankheit: sie kann unter anderem bei gr\u00f6\u00dferer physischer Belastung, in h\u00f6heren Lagen in den Bergen und auch beim \u00dcbergewicht auftreten. Die Expertin erw\u00e4hnte auch eine seltene, meistens die Jugendlichen betreffende Krankheit: die pulmonale Hypertonie, wo sich die Abweichung in den Pulmonalgef\u00e4\u00dfen herausbildet, und dies zur Kurzatmigkeit f\u00fchrt. Die geeignete Therapie ist, damit man die Grundkrankheit behandelt und die allgemeine Kondition verbessert \u2013 wenn es keine weitere Kontraindikation gibt \u2013 erkl\u00e4rte Dr. Gy\u00f6ngyi Cs\u00f3sza.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Programmreihe Semmelweis Gesundheitstage geht voraussichtlich im Februar 2021 weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Orsolya D\u00e1vid <br \/>\nPhoto: Attila Kov\u00e1cs Attila \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ging nicht nur um die sch\u00e4dliche Wirkung des Rauchens, \u00fcber Asthma und Allergie, sondern auch um Coronavirus, Lungentumoren, und um die psychologische Unterst\u00fctzung der Krebspatienten an der unter Koordinierung der Klinik f\u00fcr Pneumologie der Semmelweis Universit\u00e4t veranstalteten Online Semmelweis Gesundheitstage vom 26. November. 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