{"id":32019,"date":"2020-11-30T15:54:33","date_gmt":"2020-11-30T14:54:33","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=7430"},"modified":"2020-11-30T15:54:33","modified_gmt":"2020-11-30T14:54:33","slug":"der-erste-patient-wurde-mit-multisystemischem-entzuendungssyndrom-pims-an-der-semmelweis-universitaet-diagnostiziert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2020\/11\/30\/der-erste-patient-wurde-mit-multisystemischem-entzuendungssyndrom-pims-an-der-semmelweis-universitaet-diagnostiziert\/","title":{"rendered":"DER ERSTE PATIENT WURDE MIT MULTISYSTEMISCHEM ENTZ\u00dcNDUNGSSYNDROM (PIMS) AN DER SEMMELWEIS UNIVERSIT\u00c4T DIAGNOSTIZIERT"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Der zweij\u00e4hrige Junge, bei dem das durch Coronavirus-Infektion verursachte Multisystemisches Entz\u00fcndungssyndrom bei Kindern ( die englische Abk\u00fcrzung ist: PIMS \u00a0&#8211; paediatric inflammatory multisystem syndrome) an der Semmelweis Universit\u00e4t zum ersten Mal diagnostiziert wurde, konnte\u00a0 das Krankenhaus gesund verlassen. Die Krankheit PIMS ist eine seltene, aber schwere Komplikation der COVID-19-Infektion bei Kindern. Aufgrund des durchgef\u00fchrten Antik\u00f6rpern-Tests wurde der kleine Junge in den letzten Wochen, Monaten mit Coronavirus infiziert; in der Zeit der Einlieferung in die Universit\u00e4tsklinik konnte aber das SARS-CoV-2 in seinem K\u00f6rper nicht mehr nachgewiesen werden \u2013 nur die Symptome des PIMS wurden bei ihm entdeckt. Infolge der umgehend begonnenen Immunglobulin- und Steroidtherapie verbesserte sich der Zustand des kleinen Jungen schnell.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bei den Kindern treten wegen Corona-Infektion meistens milde Symptome auf, trotzdem wurden schon w\u00e4hrend der ersten Welle solche F\u00e4lle auf internationaler Ebene registriert, wo sich das Multisystemische Entz\u00fcndungssyndrom bei Kindern (PIMS) als sp\u00e4tere Komplikation der Coronavirus-Infektion herausbildete. In der II. Klinik f\u00fcr P\u00e4diatrie der Semmelweis Universit\u00e4t wurde der erste Fall am 21. November 2020 diagnostiziert \u2013 erkl\u00e4rte Dr. Tam\u00e1s Constantin, au\u00dferordentlicher Professor der Klinik. Der betroffene zweij\u00e4hrige Junge hatte \u00e4hnliche Symptome der sogenannten Kawasaki-Krankheit, einer systematischen Entz\u00fcndung. Dies bedeutete hohes Fieber, Hautausschl\u00e4ge am ganzen K\u00f6rper, Konjunktivitis, Lymphknotenvergr\u00f6\u00dferung und Pneumonie bei ihm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/11\/RS126234_C19A9337-scr-267x400-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7429 alignright\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/11\/RS126234_C19A9337-scr-267x400-1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Das Ergebnis seines PCR-Tests wurde negativ, aufgrund des Antik\u00f6rper-Tests wurde jedoch nachgewiesen, dass der Junge fr\u00fcher die Corona-Infektion \u00fcberstand, und die seltenen schweren Komplikationen erst nach der \u00fcberstandenen Infektion erschienen. Die Ursache daf\u00fcr ist, dass die Symptome nicht wegen der Infektion selbst, sondern nach der danach folgenden abnormalen Immunreaktion auftreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach der aufgestellten Diagnose wurde mit der in solchen F\u00e4llen empfohlenen Immunglobulin- und Steroidtherapie sofort gestartet, infolgedessen der Zustand des Kindes kontinuierlich besser wurde, und er in 8 Tagen nach Einlieferung ins Krankenhaus nach Hause gehen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die M\u00f6glichkeit zum PIMS in Verbindung mit Coronavirus-Infektion besteht beim Vorhandensein von folgenden Symptomen: dauerhaftes hohes Fieber, extreme Schw\u00e4che, Benommenheit, Schl\u00e4frigkeit, Bewusstlosigkeit, rote Augen (Konjunktivitis), rote trockene und spr\u00f6de Lippen, \u00a0erdbeerfarbene Zunge, geschwollene H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe, Lymphknotenvergr\u00f6\u00dferung am Hals, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Wenn die Eltern folgende Symptome an ihrem Kind bemerken, sollten sie umgehend mit Hausarzt des Kindes oder mit der zust\u00e4ndigen Kinderambulanz konsultieren, da die Beschwerden meistens sehr schwer sind und der Zustand des Kindes schnell schlechter werden kann \u2013 betonte Dr. Tam\u00e1s Constantin.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/11\/RS126218_C19A9267-scr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7428 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2020\/11\/RS126218_C19A9267-scr.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Multisystemische Entz\u00fcndungssyndrom ist eine sehr seltene, aber schwere Komplikation der COVID-Infektion bei Kindern. Es sind keine Risikofaktoren bekannt und im Gegensatz zu Erwachsenen wurde dabei keine Verbindung mit sonstigen Begleitkrankheiten oder chronischen Krankheiten beobachtet. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Bauchbeschwerden irref\u00fchrend sein k\u00f6nnen: sie k\u00f6nnen auch die Symptome von Enteritis oder Blindarmentz\u00fcndung sein. Aus diesem Grund sollte man beim Vorhandensein sonstiger Symptome (hohes Fieber, extrem hohe Entz\u00fcndungswerte, bzw. andere keine abdominalen Symptome) auch an das PIMS denken. Da bei den Kindern die Coronavirus-Infektion h\u00e4ufig symptomenfrei abl\u00e4uft, darf man bei einer negativen Vorgeschichte die M\u00f6glichkeit auf PIMS nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Attila Szab\u00f3, Vizerektor der Semmelweis Universit\u00e4t f\u00fcr klinische Angelegenheiten betonte folgendes: Die Kinderkliniken der Universit\u00e4t sind auch auf die station\u00e4re Versorgung der Kinder vorbereitet und w\u00e4hrend der zweiten Welle der Pandemie wurden auch COVID-positive Kinder h\u00e4ufig behandelt. Im Gegensatz zu Erwachsenen werden Kinder nicht wegen den sogenannten COVID-Symptomen, sondern wegen anderen Problemen \u2013 bei bestehender asymptomatischer Infektion \u2013 in die Klinik eingeliefert. Die Infektion kann zwar asymptomatisch sein, trotzdem ist sie m\u00f6glicherweise f\u00fcr die Umgebung gef\u00e4hrlich. In den Kliniken werden Kinder bei Verdachtsf\u00e4llen sowie bei best\u00e4tigten F\u00e4llen separat untersucht und behandelt. An der semmelweis Universit\u00e4t wurden bisher 30 COVID-positive Kinder station\u00e4r sowie 27 COVID-positive Kinder ambulant behandelt \u2013 erkl\u00e4rte der Vizerektor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die II. Klinik f\u00fcr P\u00e4diatrie \u00fcbernimmt Kinder mit PIMS-Symptomen aus dem ganzen Land, sowie macht \u2013 abh\u00e4ngig von ihren Kapazit\u00e4ten \u2013 auch die n\u00f6tigen Konsultationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">P\u00e1lma Dobozi <br \/>\nPhoto: Attila Kov\u00e1cs \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zweij\u00e4hrige Junge, bei dem das durch Coronavirus-Infektion verursachte Multisystemisches Entz\u00fcndungssyndrom bei Kindern ( die englische Abk\u00fcrzung ist: PIMS \u00a0&#8211; paediatric inflammatory multisystem syndrome) an der Semmelweis Universit\u00e4t zum ersten Mal diagnostiziert wurde, konnte\u00a0 das Krankenhaus gesund verlassen. Die Krankheit PIMS ist eine seltene, aber schwere Komplikation der COVID-19-Infektion bei Kindern. 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