{"id":31951,"date":"2018-05-08T13:39:02","date_gmt":"2018-05-08T11:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=3804"},"modified":"2018-05-08T13:39:02","modified_gmt":"2018-05-08T11:39:02","slug":"dr-andrea-fekete-leben-gibt-es-auch-ausserhalb-der-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2018\/05\/08\/dr-andrea-fekete-leben-gibt-es-auch-ausserhalb-der-wissenschaft\/","title":{"rendered":"Dr. Andrea Fekete: \u201eLeben gibt es auch au\u00dferhalb der Wissenschaft\u201d"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/05\/fekete_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3799 alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/05\/fekete_1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Dr. Andrea Fekete arbeitet schon seit 20 Jahren in der I. Klinik f\u00fcr Kinderheilkunde, leitet seit 7 Jahren die Diabetes Forschungsgruppe \u201eSE-MTA Lend\u00fclet\u201c, wo unter anderem die Zuckerkrankheit, bzw. ihre Komplikationen \u2013 Nierenschaden, Depression \u2013 untersucht werden. Neben ihrer Forschungst\u00e4tigkeit nahm Dr. Andrea Fekete fr\u00fcher als Fach\u00e4rztin auch an der Krankenversorgung teil. Sie h\u00e4lt Vorlesungen im Fachbereich Kinderheilkunde in mehreren Sprachen, leistet einen wichtigen Beitrag in der postgraduellen Ausbildung, arbeitet als Mentor im Begabungsf\u00f6rderungsprogramm der Kerpel-Fronius \u00d6d\u00f6n Stiftung der Semmelweis Universit\u00e4t. Die mit mehreren Stipendien und wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnete Forscherin ist Mutter von drei Kindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Andrea Fekete stammt aus einer \u00c4rztefamilie, es ist also nicht \u00fcberraschend, dass sie diesen Beruf w\u00e4hlte, obwohl sie sich in ihren Schuljahren f\u00fcr den Lehrerberuf interessierte. Nach dem Abitur bewarb sie sich doch um einen Studienplatz an der Semmelweis Universit\u00e4t, wo sie sich in Richtung Grundforschung und Laboratoriumsarbeit orientierte. Anfangs interessierte sie sich f\u00fcr die Psychiatrie, dann f\u00fcr die Interne Medizin, in erster Linie f\u00fcr die Niere. Im Institut f\u00fcr Pathopsychologie begann sie, sich mit TDK-Arbeit (Wissenschaftlicher Studentenkreis) und mit Nierenforschung zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als Mutter von 3 Kindern wei\u00df Dr. Andrea Fekete viel \u00fcber die Schwierigkeiten der Abstimmung des Arbeits- und Familienlebens. Vorteil der Forschungst\u00e4tigkeit ist die flexible Arbeitszeit \u2013 sagt sie \u2013 aber auch so ist eine komplizierte Organisation n\u00f6tig, um die Kinder rechtzeitig vom Kindergarten und von der Schule abholen zu k\u00f6nnen. Auch die sozialen Netze sollten weiterentwickelt werden \u2013 meint sie. \u201eEs w\u00e4re eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr die Mitarbeiter eine Kinderkrippe an der Uni zu haben, wo sie ihre Kinder f\u00fcr Paar Stunden abgeben k\u00f6nnten. Es ist eine tolle Sache, dass der Uni-Kindergarten errichtet wurde, w\u00e4re aber noch besser, wenn er eine Stunde l\u00e4nger ge\u00f6ffnet w\u00e4re, so k\u00f6nnte die Logistik leichter gel\u00f6st werden.\u201c Beim Geburt ihres dritten Kindes hat sich Dr. Andrea Fekete so entschieden, dass sie l\u00e4ngere Zeit zu Hause verbringen wird, um die Zeit mit dem Baby noch l\u00e4nger genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Trotz dessen kehrte sie damals am ehesten in das Arbeitsleben zur\u00fcck. Solange der Kleine schlief, arbeitete sie via Skype, ab den 6-ten Lebensmonat von \u00c1ron verbrachte sie schon Paar Stunden in der Klinik. Fr\u00fcher praktizierte sie als Kinder\u00e4rztin, daf\u00fcr hat sie aber heute neben der Forschungsleitung und neben den drei Kindern keine Zeit mehr. Ihr Mann arbeitet auf \u00e4hnlichem Gebiet, er ist Nephrologe, Dozent der Klinik f\u00fcr Transplantation und Chirurgie \u2013 sie k\u00f6nnen also fachlich einander erg\u00e4nzen. Die Selbstzeit ist sehr wichtig \u2013 betonte die Forscherin \u2013 die muss man wollen und auch aktiv t\u00e4tigen \u2013 formulierte sie. Das Skifahren ist eine gro\u00dfe Liebe, daneben spielt sie in ihrer Freizeit viel Tennis. Mit ihrem Mann achten sie darauf, um w\u00f6chentlich einmal zu zweit auszugehen. In solchen F\u00e4llen hilft ihnen ein Babysitter, und auch ihre Forschungsgruppe unterst\u00fctzt sie dabei. Zu ihrem Geburtstag bekam sie z.B. solche Geschenke von ihren Mitarbeitern: \u201eWir machen heute Abend Babysitting f\u00fcr Euch, geht ruhig aus; wir machen den Gro\u00dfeinkauf f\u00fcr Euch; wir bringen die Kinder zur Sportveranstaltung\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/05\/fekete_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3800 alignleft\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/05\/fekete_2-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Die Frauen sind mehr empathisch, und wissen viel besser, dass es\u00a0 ein Leben auch au\u00dferhalb der Wissenschaft gibt. \u2013 meint Dr. Andrea Fekete. Als Frau und Leiterin wei\u00df sie genau, was f\u00fcr Schwierigkeiten die Frauen haben, und versucht auch ihre Studenten darauf vorzubereiten. Ein Kind kann nie rechtzeitig kommen \u2013 zitierte sie eine ihrer \u00e4lteren Freundin \u2013 man kann aber ruhig eine Familie gr\u00fcnden, das Leben wird die L\u00f6sungen bringen. Es ist aber sehr wichtig, dass wir bei unseren Entscheidungen bleiben: \u201eWir m\u00fcssen sagen k\u00f6nnen, dass wir auch mit einem Kind gl\u00fccklich sind, oder dass wir nur 6 Stunden pro Tag arbeiten, weil die Familie f\u00fcr uns wichtiger ist, und wir nicht so tun, wie es von der Gesellschaft erwartet wird\u201e \u2013 betonte Dr. Andrea Fekete. Laut ihrer Meinung geh\u00f6rt gute Mannschaft unbedingt zu einer erfolgreichen Forschungsarbeit. Am meisten ist sie auf ihre eigenen Mitarbeiter stolz, da es eine solche Mannschaft hinter ihr steht, die die Projekte auch selbstst\u00e4ndig weiterf\u00fchren kann, sie haben eine Menge von guten Ideen. Wie sie sagte, ist sie eine Translationsforscherin, mag die Themen am meisten, wo die Grundforschungsfrage bald zu einer klinischen Antwort f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/05\/fekete_3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3801 alignright\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/05\/fekete_3-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Nach einem Jahr US- und 2 Jahre Deutschlandsaufenthalt gewann Dr. Andrea Fekete als erste Frau in Ungarn die 5-Jahre Unterst\u00fctzung des \u201eLend\u00fclet-Programms\u201c (Diabetes Programm). Sie gr\u00fcndete die 10-k\u00f6pfige \u201eLend\u00fclet Diabetes Forschungsgruppe\u201c, die die Herausbildung des Diabetes, die fr\u00fchere Erkennung der Krankheit und die bisher nicht gekannten M\u00f6glichkeiten seiner Heilung untersucht. Eins ihrer Hauptforschungsgebiete ist die Untersuchung des diabetischen Nierenschadens, sowie die Untersuchung der Verbindung zwischen Depression und Diabetes. Sie besch\u00e4ftigen sich auch mit akuten und chronischen Nierenkrankheiten, entwickeln eine neue Speicher-Fl\u00fcssigkeit zum Transplantationsorgan, womit die Implantationszeit verl\u00e4ngert, bzw.\u00a0 ein Organ im besseren Zustand transplantiert werden kann \u2013 erl\u00e4uterte die Ergebnisse Dr. Andrea Fekete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bernadett\u00a0Kiss-B\u00f3di\u00a0<br \/>\n Photo: Attila Kov\u00e1cs\u00a0 \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2018\/05\/fekete_1.jpg\"><\/a> Dr. Andrea Fekete arbeitet schon seit 20 Jahren in der I. 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