{"id":29656,"date":"2022-04-21T14:13:48","date_gmt":"2022-04-21T12:13:48","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=29656"},"modified":"2022-10-03T12:56:27","modified_gmt":"2022-10-03T10:56:27","slug":"erfahrungen-fuer-ein-ganzes-leben-forschungsstipendien-in-freiburg-und-in-heidelberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2022\/04\/21\/erfahrungen-fuer-ein-ganzes-leben-forschungsstipendien-in-freiburg-und-in-heidelberg\/","title":{"rendered":"Erfahrungen f\u00fcr ein ganzes Leben \u2013 Forschungsstipendien in Freiburg und in Heidelberg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Das ist eine hervorragende M\u00f6glichkeit, um Erfahrungen auszutauschen, die Kenntnisse w\u00e4hrend einer internationalen Forschungsarbeit zu vertiefen sowie die Arbeit eines international f\u00fchrenden Instituts kennen zu lernen &#8211; berichteten ehemalige Jellinek Harry-Stipendiaten. Die Semmelweis Universit\u00e4t pflegt seit Jahrzehnten hervorragende Beziehungen mit der Universit\u00e4t Heidelberg und der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. Im Rahmen dieser Kooperation werden jedes Jahr sechs der besten Semmelweis-Studierenden ausgew\u00e4hlt, zehn Monate Forschungsarbeit an einer der zwei deutschen Universit\u00e4ten zu machen. Bewerbungen f\u00fcr das akademische Jahr 2022\/23 werden vom Direktorat f\u00fcr internationale Beziehungen bis zum 15. Mai entgegengenommen. In unserem Artikel gehen wir der Frage nach, warum es sich lohnt, sich f\u00fcr dieses Stipendium zu bewerben, und st\u00fctzen uns dabei auf die Erfahrungsberichte ehemaliger Stipendiaten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ziel des Jellinek Harry Stipendiums ist, um die Forschungsmobilit\u00e4t zu erweitern, internationale Erfahrungen zu sammeln und fachliche Kontakte aufzubauen. Es k\u00f6nnen sich sowohl Studierende vom f\u00fcnften Jahrgang als auch PhD-Studenten um dieses Programm zu bewerben: die Universit\u00e4t Heidelberg und die Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg sind echte internationale Wissenschaftszentren mit einem sehr breiten Spektrum an M\u00f6glichkeiten. Sich selbstbewusst in einem Labor bewegen, ein Projekt planen, diskutieren, argumentieren, Fragen stellen, bei Bedarf um Hilfe bitten &#8211; all das sind F\u00e4higkeiten, die das Stipendienprogramm mehreren Sch\u00fclern vermittelt hat. Die ergebnisorientierte Arbeit l\u00e4uft in einem anregenden und sogar attraktiven Arbeitsumfeld. R\u00fcckmeldungen zufolge ist es nicht ungew\u00f6hnlich, nach einem anstrengenden Arbeitstag mit den Kollegen tolle Stunden in einer Bierstube zu verbringen, bei dem die Entspannung sowie die Entwicklung und Diskussion origineller Ideen im Mittelpunkt stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2022\/04\/jellinek-400x346-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-29655 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2022\/04\/jellinek-400x346-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"346\" \/><\/a>Eine solche Zusammenarbeit bringt auch viele Herausforderungen mit sich. Es ist nicht leicht, ins Ausland zu gehen und eine Zeit lang von Familie und Freunden getrennt zu sein, aber die Kollegen und deutschen Studenten aus aller Welt sind offen, und es werden wichtige Freundschaften geschlossen. &#8222;Die Einbindung in die Arbeit eines renommierten ausl\u00e4ndischen Labors ist definitiv eine Herausforderung. Pl\u00f6tzlich muss man einer Aufgabe gewachsen sein, die man vorher selten oder gar nicht gemacht hat\u201c &#8211; sagt Zolt\u00e1n De\u00e1k-Ilk\u00f3, der 2018 als Stipendiat im Institut f\u00fcr Immunologie in Heidelberg die Genexpressionsprofile von Nierentransplantationspatienten und verschiedene diagnostische Optionen nach der Transplantation analysierte (<a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/hirek\/2019\/05\/02\/szakmailag-es-emberileg-is-rengeteget-tanulhattam-deak-ilko-zoltan-a-jellinek-harry-osztondijrol\/\">seinen Erlebnisbericht finden Sie hier<\/a>) Eszter L\u00e9vai, die als Stipendiatin im Labor f\u00fcr p\u00e4diatrische Nephrologie in Heidelberg t\u00e4tig war, hat \u00fcber die Zeit in Deutschland wie folgt erz\u00e4hlt: &#8222;Mit der richtigen Menge harter Arbeit kann man alles erreichen, also wagt es, gro\u00df zu tr\u00e4umen und arbeitet hart. Ich denke, alles h\u00e4ngt von diesen zwei Sachen ab.\u201c Ihr Thema war die Untersuchung der Rolle der tight junction Proteinen in der peritonealen Dialyse. (<a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/hirek\/2019\/01\/09\/merjen-az-ember-nagyot-almodni-majd-dolgozzon-becsulettel-levai-eszter-a-jellinek-harry-osztondijrol\/\">Das Interview mit Eszter L\u00e9vai finden Sie hier<\/a>). In ihren Erfahrungsberichten betonen alle ehemaligen Stipendiaten, dass man entschlossen, zielstrebig und flei\u00dfig sein muss, und dass ein Auslandsaufenthalt zwar keine Garantie f\u00fcr akademische Leistungen ist, man aber sehr wohl davon profitieren kann, wenn man die sich bietenden M\u00f6glichkeiten nutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Viele bef\u00fcrchten, dass sie wegen diesem Forschungsaufenthalt ihr Diplom ein Jahr sp\u00e4ter erhalten &#8211; eine Bef\u00fcrchtung, die nach Ansicht ehemaliger Stipendiaten unbegr\u00fcndet ist, da die &#8222;Verz\u00f6gerung&#8220; mit einer F\u00fclle von Erfahrungen und akademischen Leistungen belohnt wird, die sich, wie es einer von ihnen ausdr\u00fcckte, &#8222;in sechsfacher Weise auszahlen&#8220;. Die Sprachbarriere sind schnell zu bek\u00e4mpfen, die Besprechungen internationaler Forschungsgruppen laufen oft in Englisch. Und die in Deutschland verbrachte Zeit ist eine hervorragende M\u00f6glichkeit, die deutschen Kenntnisse vertiefen zu k\u00f6nnen &#8211; sagten die Stipendiaten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2022\/04\/148082pre_wm_5ec33295934bdb3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-29654 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2022\/04\/148082pre_wm_5ec33295934bdb3.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2022\/04\/148082pre_wm_5ec33295934bdb3.jpg 350w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2022\/04\/148082pre_wm_5ec33295934bdb3-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Dr. Andr\u00e1s T\u00f3th bewarb sich aufgrund seiner TDK-Arbeit (Wissenschaftlicher Studentenkreis) um einen Stipendiumsplatz im Institut f\u00fcr Physiologie, und da es in seinem Forschungsplan um die Untersuchung von Signalprozessen in Herzmuskelzellen ging, kam er ins Labor von Dr. Johannes Backs in der Klinik f\u00fcr Kardiologie in Heidelberg.\u00a0 Hier wurde er mit einer komplett neuen Forschungsrichtung beauftragt, was er als eine besonders gro\u00dfe Ehre ansah. <a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/hirek\/2018\/11\/09\/eletre-szolo-elmenyekkel-gazdagodtam-dr-toth-andras-a-heidelbergi-osztondijrol\/\">In seinem Interview<\/a> betonte er, dass er das Vertrauen, das er gewonnen hat, seiner langj\u00e4hrigen Erfahrung als TDK-Forscher und den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Leistungen ehemaliger Semmelweis-Studenten zu verdanken hat, mit denen man in Deutschland immer zufrieden war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend der in Deutschland verbrachten Zeit kann man interessante Erfahrungen sammeln. Dr. R\u00e9ka Haraszti, die im Institut f\u00fcr Biochemie in Heidelberg t\u00e4tig war, hat sich mit dem Mechanismus des zirkadianen Rhythmus der S\u00e4ugetierzellen besch\u00e4ftigt. Wie sie betonte, ist das gut geplante Zeitmanagement sehr wichtig, und dass man einen kleinen Snack im Labor immer bei sich haben sollte. Weiterhin ist es auch wichtig, damit man Fragen stellt, wenn er etwas braucht. Und es macht Spa\u00df mit Freunden zusammen in die Kneipe zu gehen und Paar Bier zu trinken. Das Interview mit <a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/hirek\/2018\/11\/06\/merjetek-kerdezni-dr-haraszti-reka-a-heidelbergi-osztondijrol\/\">Dr. R\u00e9ka Haraszti<\/a> finden Sie hier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2022\/04\/jellinek2-400x267-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-29653 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2022\/04\/jellinek2-400x267-1.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2022\/04\/jellinek2-400x267-1.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2022\/04\/jellinek2-400x267-1-203x135.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Dr. B\u00e1lint Barta verbrachte seine Stipendiumszeit im Laboratorium f\u00fcr Transnationale Proteomik der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t, und nahm in erster Linie an gemeinsamen Projekten im Bereich Proteomik mit dem Institut f\u00fcr Experimentelle Kardiologie von Freiburg teil. \u201eNach meiner ersten Stipendiumsperiode wurde f\u00fcr mich eindeutig, dass ich sp\u00e4ter nach Freiburg zur\u00fcckkehren m\u00f6chte. Und ich kann das, was ich dort gelernt habe, am besten nutzen, indem ich versuche, die sich erg\u00e4nzenden Ressourcen meiner ungarischen und deutschen Forschungsteams zu kombinieren. Sowohl die Leitung als auch meine Betreuer an der Semmelweis- und der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t unterst\u00fctzten mich dabei, und so konnte ich nach einj\u00e4hriger Organisation mein PhD-Studium im Rahmen des ersten gemeinsamen PhD-Programmes der beiden Universit\u00e4ten beginnen\u201c &#8211; betonte er. (<a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/hirek\/2022\/04\/19\/visszaterni-freiburgba-elmenybeszamolo-a-jellinek-harry-osztondijrol\/\">Das Interview mit Dr. B\u00e1lint Barta<\/a> k\u00f6nnen Sie hier lesen.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dr. Emese P\u00e1lfi, Senior Lecturer des Anatomischen, Histologischen und Embryologischen Instituts f\u00fchrte Forschungen im Zentrum LIC (Life Imaging Center) der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t durch. Hier standen ja diejenigen speziellen Bildverarbeitungsmittel und Softwares zur Verf\u00fcgung, die sie zu ihrer Arbeit ben\u00f6tigte.\u00a0 Zu ihren wichtigsten Erfahrungen geh\u00f6rte, dass sie die Atmosph\u00e4re einer reinen Forschungsinstitution sowie das \u201ecore facility\u201c System kennenlernen konnte. Weiterhin betonte sie, dass sie wegen der begrenzten Zeit von 10 Monaten sehr motiviert geworden ist, und auf ihre Arbeit gut konzentrieren konnte. <a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/hirek\/2021\/10\/04\/tanulmanyuton-nemetorszagban-egy-biologus-elmenybeszamoloja\/\">Siehe den Artikel mit Dr. Emese P\u00e1lfi hier.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In den Berichten ehemaliger Stipendiaten wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, das richtige Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit zu finden. Freiburg und Heidelberg bieten hervorragende Erholungsm\u00f6glichkeiten: Von Spargelfesten und Sportm\u00f6glichkeiten \u00fcber die Pilzsaison bis hin zu den Gen\u00fcssen der \u00f6rtlichen Brauereien gibt es viele Argumente, die f\u00fcr diese beiden St\u00e4dte sprechen &#8211; auch jenseits der Forschung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Berichte der fr\u00fcheren Stipendiaten finden Sie hier.<br \/>\nP\u00e9ter Pogr\u00e1nyi<br \/>\nFoto: Attila Kov\u00e1cs &#8211; SemmelweIs Universit\u00e4t(Illustration)<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist eine hervorragende M\u00f6glichkeit, um Erfahrungen auszutauschen, die Kenntnisse w\u00e4hrend einer internationalen Forschungsarbeit zu vertiefen sowie die Arbeit eines international f\u00fchrenden Instituts kennen zu lernen &#8211; berichteten ehemalige Jellinek Harry-Stipendiaten. Die Semmelweis Universit\u00e4t pflegt seit Jahrzehnten hervorragende Beziehungen mit der Universit\u00e4t Heidelberg und der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. 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