{"id":29641,"date":"2022-04-20T11:13:32","date_gmt":"2022-04-20T09:13:32","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=29641"},"modified":"2022-10-03T12:57:01","modified_gmt":"2022-10-03T10:57:01","slug":"wissenschaftliche-nachrichten-nr-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2022\/04\/20\/wissenschaftliche-nachrichten-nr-9\/","title":{"rendered":"WISSENSCHAFTLICHE NACHRICHTEN NR. 9"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>In unserer Artikelreihe finden Sie kurze Zusammenfassungen von D1 wissenschaftlichen Publikationen, bei denen auch Mitarbeiter der Universit\u00e4t mitwirkten. Die Artikel der vergangenen Wochen wurden von Kollegen der Zentralbibliothek der Universit\u00e4t und von Dr. Gyula Szigeti, Direktor f\u00fcr Innovation ausgew\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-size: 18pt\"><strong><em>Untersuchung des m\u00f6glichen Zusammenhangs zwischen dem Lithiumgehalt des Trinkwassers und der Suizid Mortalit\u00e4t in Ungarn<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_29640\" aria-describedby=\"caption-attachment-29640\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-29640\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2022\/04\/kep-1-scaled-1-300x189.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"252\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-29640\" class=\"wp-caption-text\">Gender- and age-standardized SMRs for suicide; total population<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Lithium (Li) geh\u00f6rt seit Jahrzehnten zu den therapeutischen Mitteln der Psychiatrie und wird vor allem zur Behandlung schwerer Gem\u00fctserkrankungen &#8211; insbesondere bei bipolaren St\u00f6rungen und schweren Depressionen-\u00a0 eingesetzt. Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Lithium nicht nur die Symptome von Stimmungsst\u00f6rungen lindert, sondern auch einen starken Schutz vor Suizidalit\u00e4t bei diesen Patienten bietet. Lithium kommt auch als Spurenelement im Trinkwasser vor, aber in der Regel in so geringen Konzentrationen, dass wir t\u00e4glich mehrere Zehntausend Liter Leitungswasser trinken m\u00fcssten, um die f\u00fcr medizinische Zwecke festgelegte Dosis zu erreichen. Studien von mehreren L\u00e4ndern haben jedoch gezeigt, dass bereits ein Mindestgehalt an Lithium im Trinkwasser das Selbstmordrisiko der Durchschnittsbev\u00f6lkerung senken kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In unserer Studie haben wir als Erste nachgewiesen, dass dieser Effekt auch in unserem Land nachweisbar ist (die Studie wurde auf der Grundlage aggregierter Daten auf Bezirksebene durchgef\u00fchrt). Den Ergebnissen zufolge ist die suizidpr\u00e4ventive Wirkung von Lithium vor allem bei M\u00e4nnern zu beobachten, was wahrscheinlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass sie sich h\u00e4ufiger zu Gewalttaten entschlie\u00dfen als Frauen, und dass die anti-aggressive und anti-impulsive Wirkung von Lithium vor allem diese Todesf\u00e4lle zu verhindern vermag &#8211; formulierte Dr. P\u00e9ter D\u00f6me in seiner Zusammenfassung.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">Investigation of the association between lithium levels in drinking water and suicide mortality in Hungary<br \/>\nBalint Izsak (National Public Health Center; Eotvos Lorand University, Doctoral School of Environmental Sciences), Anna Hidvegi (Department of Internal Medicine I, Military Hospital, Hungarian Defense Forces Medical Center), Lajos Balint (Demographic Research Institute of the Hungarian Central Statistical Office; Department of Sociology, University of P\u00e9cs), Tibor Malnasi (National Public Health Center), Marta Vargha (National Public Health Center), Tamas Pandics (National Public Health Center), Zoltan Rihmer (Department of Psychiatry and Psychotherapy, Semmelweis University; Nyiro Gyula National Institute of Psychiatry and Addictions), Peter Dome (Department of Psychiatry and Psychotherapy, Semmelweis University; Nyiro Gyula National Institute of Psychiatry and Addictions)<br \/>\nJournal of Affective Disorders, Vol. 298, Part A, pp. 540-547, 2022<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jad.2021.11.041<\/div>\n<div style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-size: 18pt\"><em><strong>Untersuchung der Verbreitung von Akutschmerzmanagement-Teams (Acute Pain Service) in den ungarischen Krankenh\u00e4usern<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_29639\" aria-describedby=\"caption-attachment-29639\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-29639\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2022\/04\/kep-2_neu-300x151.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"201\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-29639\" class=\"wp-caption-text\">Hindernisse f\u00fcr die Gestaltung von APS-Teams<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Die sich nach den Operationen entstehenden Schmerzen belasten sowohl den Patienten als auch das medizinische Versorgungssystem bedeutend. Nach der Operation leiden einige Patienten unter m\u00e4\u00dfigen bis starken Schmerzen, die ihre F\u00e4higkeit, allt\u00e4glichen Aktivit\u00e4ten nachzugehen, einschr\u00e4nken; sowie \u00c4ngste, Bef\u00fcrchtungen und Depressionen hervorrufen k\u00f6nnen, die den Heilungsprozess behindern. Multidisziplin\u00e4re Akutschmerzdienste (Acute Pain Service, APS ) sind eine neue Form der Versorgung in Krankenh\u00e4usern, die dazu beitragen, die Schmerzen der Patienten und behandlungsbedingte Nebenwirkungen zu verringern, sowie die Patientensicherheit und -zufriedenheit zu verbessern. Bei der Forschung wurden die Verbreitung des APS, die Merkmale, die Bildung- und QS-T\u00e4tigkeit, sowie die entwicklungshemmenden Faktoren untersucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Derzeit verf\u00fcgen nur zwei ungarische Krankenh\u00e4user \u00fcber Schmerztherapie-Teams, von denen sich in einem \u00c4rzte und in dem anderen Pflegefachkr\u00e4fte\u00a0 &#8211; die von An\u00e4sthesisten betreut werden &#8211; t\u00e4tig sind. Ihre Aktivit\u00e4ten entsprechen den in der Literatur genannten Erwartungen und Qualit\u00e4tskriterien. Die Notwendigkeit der Gestaltung von Akutschmerzdiensten wird auch in den Krankenh\u00e4usern anerkannt, die noch \u00fcber keine APS-Teams verf\u00fcgen. Als Haupthindernisse f\u00fcr ihre Entwicklung wurden Personalmangel und fehlende finanzielle Mittel genannt. Weiterhin nannte man auch mangelnde Motivation, fehlende Initiative und Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit zwischen den chirurgischen Berufen als wichtige Probleme &#8211; schrieb Orsolya Lovasi in ihrer Zusammenfassung.<\/p>\n<div class=\"fontos_div w-100\" style=\"text-align: justify\">\n<p>Acute Pain Service in Hungarian hospitals<br \/>\nOrsolya Lovasi (School of PhD Studies, Semmelweis University), Judit Lam (Semmelweis University Health Services Management Training Centre), Reka Schutzmann (School of PhD Studies, Semmelweis University), Peter Gaal (Semmelweis University Health Services Management Training Centre)<br \/>\nPLoS ONE 16(9)<br \/>\nhttps:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0257585<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Zusammenfassungen wurden von Autoren der Publikationen erstellt<br \/>\nEditiert: \u00c1d\u00e1m Szab\u00f3<br \/>\nQuelle der Abbildungen: Publikationen<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Artikelreihe finden Sie kurze Zusammenfassungen von D1 wissenschaftlichen Publikationen, bei denen auch Mitarbeiter der Universit\u00e4t mitwirkten. 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