{"id":29293,"date":"2022-02-09T11:05:16","date_gmt":"2022-02-09T10:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=29293"},"modified":"2022-10-03T13:06:25","modified_gmt":"2022-10-03T11:06:25","slug":"vorteile-eines-maessigen-kaffeekonsums-durch-gemeinsame-forschung-der-semmelweis-universitaet-und-der-queen-mary-universitaet-von-london-bewiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2022\/02\/09\/vorteile-eines-maessigen-kaffeekonsums-durch-gemeinsame-forschung-der-semmelweis-universitaet-und-der-queen-mary-universitaet-von-london-bewiesen\/","title":{"rendered":"Vorteile eines m\u00e4\u00dfigen Kaffeekonsums durch gemeinsame Forschung der Semmelweis Universit\u00e4t und der Queen-Mary-Universit\u00e4t von London bewiesen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Der Genuss von 0,5 bis 3,0 Tassen Kaffee pro Tag hat eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System, und senkte in der Testgruppe auch das Risiko f\u00fcr Gesamtmortalit\u00e4t und Schlaganfall. Das gemeinsame Forschungsergebnis der Semmelweis Universit\u00e4t (Budapest) und der Queen-Mary-Universit\u00e4t (London) wurde vor kurzem in der medizinischen Fachzeitschrift \u201eEuropean Journal of Preventive Cardiology\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anhand der britischen UK-Biobank-Datenbank analysierte das Forschungsteam die Daten von insgesamt 468 629 Erwachsenen, die zu Beginn der Studie keine Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten. Die Kaffeetrinkgewohnheiten und die Merkmale des Lebensstils (Rauchen, k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t) wurden anhand eines detaillierten Fragebogens erfasst. Es wurden Daten \u00fcber eventuelle kardiovaskul\u00e4re Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin) gesammelt. W\u00e4hrend der 11 Jahre lange Untersuchung wurden die Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt: keine Kaffeetrinker (0 Tassen\/Tag; 22,1 %), m\u00e4\u00dfige Kaffeetrinker (0,5-3,0 Tassen\/Tag; 58,4 %) und starke Kaffeetrinker (&gt;3,0 Tassen\/Tag; 19,5 %). In einer Teilstudie (30 650 Personen) wurden auch die verf\u00fcgbaren MRT-Daten (Magnetresonanztomographie) ausgewertet.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Bei m\u00e4\u00dfigen Kaffeetrinkern im Vergleich zu denjenigen, die \u00fcberhaupt keinen Kaffee tranken, wurde bez\u00fcglich Gesamtmortalit\u00e4t eine 12%ige, bei kardiovaskul\u00e4rer Mortalit\u00e4t eine 17%ige und bei neu auftretenden Schlaganf\u00e4llen eine 21%ige relative Risikoreduktion (RRR) beobachtet<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">\u2013 berichtete die PhD-Studentin und Erstautorin der Studie,\u00a0 Dr. Judit Simon \u00fcber die Forschungsergebnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend der MRT-Scans haben wir untersucht, ob der regelm\u00e4\u00dfige Kaffeekonsum Auswirkungen auf die Struktur und Funktion des Herzens hat\u201c &#8211; erkl\u00e4rte Dr. Horvat P\u00e1l Maurovich. Der Direktor der Klinik f\u00fcr Medizinische Bildgebung, einer der Forschungsleiter f\u00fcgte noch dazu: \u201eWir haben herausgefunden, dass der regelm\u00e4\u00dfige, m\u00e4\u00dfige Kaffeekonsum eine positive Wirkung auf das Herz hat, und die altersbedingten Herzver\u00e4nderungen r\u00fcckg\u00e4ngig macht.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">An der aktuellen Studie haben nahmen eine halbe Million Menschen teil, was den Daten eine sehr starke statistische Aussagekraft verleiht. Die Ergebnisse zeigen, dass der m\u00e4\u00dfige Kaffeekonsum f\u00fcr die kardiovaskul\u00e4re Gesundheit nicht sch\u00e4dlich ist, er hat sogar eine positive Wirkung darauf. Nach unseren Kenntnissen ist dies die bisher gr\u00f6\u00dfte Studie, die sich mit den Auswirkungen des Kaffeekonsums auf das Herz-Kreislauf-System befasst hat\u201c &#8211; sagte Dr. Steffen Petersen, Professor des William Harvey Forschungsinstituts der Queen Mary Universit\u00e4t und Koordinator der Forschung.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Laut Ergebnisse macht es einen Unterschied, was f\u00fcr einen Kaffee man trinkt. Die Mehrheit der Forschungsteilnehmer trank haupts\u00e4chlich Filter- oder Instantkaffee &#8211; f\u00fcgte Zahra Raisi-Estabragh, Forschungsstipendiat der Queen-Mary-Universit\u00e4t zu. W\u00e4hrend man einen Zusammenhang zwischen m\u00e4\u00dfigem Kaffeetrinken vom Filterkaffee und der Verringerung der Sterblichkeitsraten fand, konnte eine \u00e4hnliche Relation bei den Instantkaffee-Trinkern nicht ausgewiesen werden. Dies ist wahrscheinlich auf die Verarbeitung der beiden Kaffeesorten zur\u00fcckzuf\u00fchren, da sie unterschiedliche chemische Substanzen enthalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Weiterhin ist wichtig zu erw\u00e4hnen &#8211; betonte Dr. P\u00e1l Maurovich Horvat &#8211; dass bei denjenigen, die bedeutend mehr Kaffee (&gt; 3,0 Tassen\/Tag) tranken, keine negativen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System festgestellt wurden. Es stimmt jedoch, dass man in dieser Gruppe keine positive Wirkung beobachtet hatte, der bei m\u00e4\u00dfigen Kaffeetrinkern nachgewiesen werden konnte.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">Kaffee ist eines der am meisten konsumierten Getr\u00e4nke der Welt, aber \u00fcber seine Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System wei\u00dft man noch wenig, oder zumindest sind die bisherigen Forschungsergebnisse widerspr\u00fcchlich &#8211; sagte der Klinikdirektor.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Durch die aktuelle Analyse der Daten der UK Biobank wurde ein wertvoller Beitrag zu den bereits bekannten Erkenntnissen geleistet, und dies wirft ein neues Licht auf die kardiovaskul\u00e4ren Auswirkungen des Kaffeekonsums.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Angelika Erd\u00e9lyi<br \/>\nFeatured image (Illustration) pixabay.com<br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Genuss von 0,5 bis 3,0 Tassen Kaffee pro Tag hat eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System, und senkte in der Testgruppe auch das Risiko f\u00fcr Gesamtmortalit\u00e4t und Schlaganfall. 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