{"id":28892,"date":"2022-01-04T11:31:11","date_gmt":"2022-01-04T10:31:11","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=28892"},"modified":"2022-01-04T11:31:11","modified_gmt":"2022-01-04T10:31:11","slug":"die-arbeitsgruppe-fuer-klinische-epidemieanalyse-liefert-praktische-erfahrungen-die-die-bekaempfung-der-coronavirus-pandemie-unterstuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2022\/01\/04\/die-arbeitsgruppe-fuer-klinische-epidemieanalyse-liefert-praktische-erfahrungen-die-die-bekaempfung-der-coronavirus-pandemie-unterstuetzen\/","title":{"rendered":"Die Arbeitsgruppe f\u00fcr klinische Epidemieanalyse liefert praktische Erfahrungen, die die Bek\u00e4mpfung der Coronavirus-Pandemie unterst\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Im Rahmen eines Interviews sprach Dr. B\u00e9la Merkely \u00fcber die Aufgaben, Zust\u00e4ndigkeiten und Daten der Arbeitsgruppe f\u00fcr Klinische Epidemieanalyse, in der f\u00fchrende Infektiologen, Epidemiologen und Leiter klinischer Zentren aus den vier ungarischen medizinischen Universit\u00e4ten zusammenarbeiten. Mit aktuellen Querschnittsdaten und praktischer Erfahrung im Klinikum tragen sie seit eineinhalb Jahren als Berater zur Bek\u00e4mpfung der Epidemie bei. Nach den neuesten Daten waren 54 der 56 Patienten, die an der Semmelweis Universit\u00e4t wegen COVID-19 eine ECMO-Behandlung erhielten, nicht geimpft, w\u00e4hrend zwei Patienten schon zweimal geimpft wurden&#8220;, sagte der Rektor und Leiter der Arbeitsgruppe Dr. B\u00e9la Merkely.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Seit dem 22. M\u00e4rz 2020 ist die Arbeitsgruppe f\u00fcr Klinische Epidemieanalyse t\u00e4tig, in der Infektiologen, Epidemiologen und Leiter der klinischen Zentren der vier ungarischen medizinischen Universit\u00e4ten zusammenarbeiten. Die von Dr. B\u00e9la Merkely geleitete Gruppe stellt vor allem praktische, klinische Erfahrungen zur Verf\u00fcgung, um zur Eind\u00e4mmung der Epidemie beizutragen: dabei werden die Auswirkungen der Infektion in der konkreten Patientenversorgung analysiert. Dementsprechend erstellen sie keine mathematischen Modelle, sondern versuchen, die Dynamik der Ausbreitung der Epidemie aufgrund klinischer Daten und medizinischer Erfahrungen zu beschreiben, wobei sie verschiedene Modelle, Optionen und Wirkungsmechanismen verwenden. Dar\u00fcber hinaus beobachten die Experten st\u00e4ndig ausl\u00e4ndische Daten, fachliche Publikationen und wissenschaftliche Beitr\u00e4ge, und die vier Einrichtungen tauschen ihre Erfahrungen und Best-Practice-\u00dcbungen in der Patientenversorgung aus.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">Eine dieser aktuellen Daten, die wir mit den anderen drei Universit\u00e4ten geteilt haben, besagt, dass an der Semmelweis-Universit\u00e4t 54 der 56 Patienten, die wegen COVID-19 eine ECMO-Behandlung erhielten, nicht geimpft waren, w\u00e4hrend zwei Patienten zwei Impfungen erhalten hatten, aber erst nach 180 Tagen geimpft wurden, als bei ihnen das Coronavirus diagnostiziert wurde&#8220; \u2013 erkl\u00e4rte der Rektor und Leiter der Arbeitsgruppe f\u00fcr Klinische Epidemieanalyse Dr. B\u00e9la Merkely. Er f\u00fcgte hinzu, dass solche Daten der beste Beweis f\u00fcr die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Impfungen sind.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend der ersten zwei Pandemiewellen des vergangenen Jahres arbeitete die Arbeitsgruppe an der Auswertung der verf\u00fcgbaren PCR-Testergebnisse zum Nachweis des neuen Coronavirus kontinuierlich, die von den vier Universit\u00e4ten und einem landesweit t\u00e4tigen privaten Labor bereitgestellt wurden. Aufgrund dieser Testergebnisse wurden die Angaben der Personen, die an PCR-Tests teilnahmen, in drei Kategorien eingeteilt: Patienten mit COVID-Symptomen, best\u00e4tigte enge Kontakte, und sonstige (Screening). Nach dem Beginn der Impfung im vergangenen Dezember wurden die Erfahrungen ausgetauscht, und die ungarischen Universit\u00e4ten geh\u00f6rten zu den ersten, die mit der Impfung bestimmter Gruppen (Schwangere, M\u00fctter, Kinder unter 18 Jahren) begannen. Und ihre Erfahrungen best\u00e4tigten die Sicherheit der Impfstoffe. Die Arbeitsgruppe tritt je nach epidemiologischer Situation in unterschiedlichen Abst\u00e4nden zusammen: wenn die Ausbreitung der Infektion dies erforderte, tagte sie t\u00e4glich, oft auch an Wochenenden, und aktuell tagt sie zweimal pro Woche online.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Klinischen Zentren der vier ungarischen medizinischen Universit\u00e4ten sind als Gesundheitsdienstleister verpflichtet, epidemiologische Daten an das Nationale Volksgesundheitszentrums (NNK) zu melden. In den Sitzungen der Arbeitsgruppe werden aber nicht nur Daten vom \u00f6ffentlichen Interesse mitgeteilt. Die Einrichtungen erheben aggregierte Daten zur Patientenversorgung und pr\u00e4sentieren den Teilnehmern die daraus resultierenden Querschnittsinformationen, die die aktuelle Situation widerspiegeln. Die Arbeitsgruppe f\u00fcr klinische Epidemieanalyse pr\u00fcft diese Informationen, und gibt unter Ber\u00fccksichtigung der in klinischen Bereichen gesammelten Erfahrungen, der Best-Practice-\u00dcbungen und der Qualit\u00e4tskontrollverfahren Konsensempfehlungen und Empfehlungen an den Leiter des Operativen Stabes ab. Die \u00f6ffentlichen Daten geh\u00f6ren dem NNK, w\u00e4hrend die Kontrolle \u00fcber ihre eigenen internen Informationen bez\u00fcglich Patientenversorgung die Einrichtungen haben. Dementsprechend darf keine der Universit\u00e4ten Daten von den anderen drei Einrichtungen weitergeben, und sie d\u00fcrfen &#8211; selbst im Falle einer \u00f6ffentlichen Datenanfrage &#8211; im Namen der anderen Institutionen keine Informationen vermitteln. Der Rektor und die Experten der Semmelweis-Universit\u00e4t haben aufgrund ihrer Rolle in der Arbeitsgruppe Kenntnis von den aggregierten Daten, aber sie haben als Dateneigent\u00fcmer keine Kontrolle dar\u00fcber und d\u00fcrfen diese Informationen daher nicht verwalten oder offenlegen. Bei ihrer Arbeit d\u00fcrfen sie nur die wichtigsten aggregierten Daten an die \u00d6ffentlichkeit weitergeben.<\/p>\n<div class=\"w-100 fontos_div\" style=\"text-align: justify\">&#8222;In den letzten Monaten mussten wir uns mit den Auswirkungen von COVID-19 nicht nur in der Patientenversorgung auseinandersetzen, sondern auch mit der \u00d6ffentlichkeit, wo Laien die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit \u201einterpretieren\u201c und als Wahrheit verk\u00fcnden. Die Infodemie st\u00e4rkt die Kr\u00e4fte der Impfgegner und vergr\u00f6\u00dfert die Unsicherheit in Bezug auf die Pandemiebek\u00e4mpfung, obwohl wir wissen, dass die Impfung das einzige Mittel ist, um die Epidemie mittel- bzw. langfristig zu besiegen. Jedes Ger\u00fccht, das die \u00c4rzte angreift und versucht, sie w\u00e4hrend einer Pandemie zu untergraben, schw\u00e4cht die Epidemiebek\u00e4mpfung, stiftet Verwirrung und verringert die Impfbereitschaft, wodurch die Zahl der Erkrankungen und Todesf\u00e4lle steigt&#8220; &#8211; betonte Dr. B\u00e9la Merkely.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen eines Interviews sprach Dr. B\u00e9la Merkely \u00fcber die Aufgaben, Zust\u00e4ndigkeiten und Daten der Arbeitsgruppe f\u00fcr Klinische Epidemieanalyse, in der f\u00fchrende Infektiologen, Epidemiologen und Leiter klinischer Zentren aus den vier ungarischen medizinischen Universit\u00e4ten zusammenarbeiten. 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