{"id":28870,"date":"2021-12-23T17:11:45","date_gmt":"2021-12-23T16:11:45","guid":{"rendered":"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=28870"},"modified":"2021-12-23T17:11:45","modified_gmt":"2021-12-23T16:11:45","slug":"erfolgreiche-stammzelltherapie-bei-crohn-patienten-an-der-semmelweis-universitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2021\/12\/23\/erfolgreiche-stammzelltherapie-bei-crohn-patienten-an-der-semmelweis-universitaet\/","title":{"rendered":"Erfolgreiche Stammzelltherapie bei Crohn-Patienten an der Semmelweis Universit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Das lebensbedrohlichste Symptom des Morbus Crohn ist die Bildung einer Fistel im Bereich des Enddarms. Die langfristige Wirksamkeit der herk\u00f6mmlichen Operation wird jedoch durch ein neues Verfahren, bei dem Stammzellen in den betroffenen Bereich eingebracht werden, erheblich verbessert. Der erste derartige Eingriff wurde im Herbst in der Klinik f\u00fcr Chirurgie, Transplantation und Gastroenterologie der Semmelweis Universit\u00e4t durchgef\u00fchrt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-28869 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/12\/RS143509_C19A0273-scr-267x400-1.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" \/>Die Crohn-Krankheit ist eine entz\u00fcndliche Darmerkrankung, von der in Ungarn sch\u00e4tzungsweise 20.000 Menschen betroffen sind. Die meisten F\u00e4lle treten zwischen dem 20-sten und 40-sten Lebensjahr auf. Eine der lebensbedrohlichsten Komplikationen der Krankheit ist die perianale Fistel, ein mit Eiter gef\u00fcllter &#8222;Gang&#8220;, der sich in der N\u00e4he des Rektums bildet und manchmal F\u00e4kalausfluss produziert. Dieses Symptom tritt etwa bei jedem dritten Patienten auf, bei einigen ist es das einzige oder das erste Symptom, bei anderen entwickelt sie sich im Laufe der Krankheit aus &#8211; erkl\u00e4rt Dr. P\u00e1l Miheller, au\u00dferordentlicher Professor der Klinik f\u00fcr Chirurgie, Transplantation und Gastroenterologie. Die perianale Fistel ist die am schwierigsten zu behandelnde Form der Erkrankung. In vielen F\u00e4llen werden die Patienten gegen eine medikament\u00f6se Therapie resistent, und die Erfolgsquote der konventionellen Chirurgie ist bei ihnen deutlich geringer als bei anderen Krankheiten. Gleichzeitig ist es die Kombination von Symptomen, die den betroffenen, meist jungen Patienten das Leben am meisten erschwert &#8211; erkl\u00e4rte der Leiter der Ambulanz f\u00fcr Gastroenterologie. W\u00e4hrend der Behandlung ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Chirurgen und dem Gastroenterologen unbedingt n\u00f6tig \u2013 f\u00fcgte er noch dazu.<\/p>\n\r\n        [slb_exclude]\r\n        <div class=\"row galeria-wrapper mx-0 h-auto\">\r\n            <div class=\"col-9 pl-0 pr-2\">\r\n            <span class=\"gallery-item frame\">\r\n\t\t\t\t<div class=\"galeria-left-img\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144181_DSC_9688-scr.jpg\"><img src=https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144181_DSC_9688-scr.jpg  \r\n                            alt=\"\" \r\n                            class=\"attachment-sote-gallery-big size-sote-gallery-big\" \r\n                            srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144181_DSC_9688-scr-400x266.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144181_DSC_9688-scr-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144181_DSC_9688-scr-768x511.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144181_DSC_9688-scr-753x501.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144181_DSC_9688-scr-203x135.jpg 203w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144181_DSC_9688-scr.jpg 1200w\" ><\/a><\/div>\r\n            <\/span>\r\n\r\n            <\/div>\r\n\r\n\t\t\t<div class=\"col-3 pl-0 pr-0\">\r\n\t\t\t\t<div class=\"galeria-right-img d-flex justify-content-between flex-column h-100 w-100 px-0 mx-0 \">\r\n                <div class=\"galeria-box\">\r\n\t\t\t\t\t<h3 class=\"galeria-title\">Galerie<\/h3>\r\n\t\t\t\t\t<div class=\"galeria-subtitle\">\r\n\r\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"galeria-page-counter\"><span>3<\/span>bilder<\/div>\r\n                    <\/div> <\/div>\r\n                    <span class=\"gallery-item frame d-none d-md-flex\">\r\n\t\t\t\t\t<div class=\"galeria-small-img mt-0\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144179_DSC_9708-scr.jpg\"><img src=https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144179_DSC_9708-scr.jpg \r\n                                alt=\"\"  \r\n                                class=\"attachment-sote-gallery-small size-sote-gallery-small\" \r\n                                srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144179_DSC_9708-scr-400x266.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144179_DSC_9708-scr-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144179_DSC_9708-scr-768x511.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144179_DSC_9708-scr-753x501.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144179_DSC_9708-scr-203x135.jpg 203w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS144179_DSC_9708-scr.jpg 1200w\" ><\/a><\/div>\r\n                    <\/span>\r\n                    <span class=\"gallery-item frame d-none d-md-flex\">\r\n\t\t\t\t\t<div class=\"galeria-small-img mt-0\"><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS143513_C19A0296-scr-1.jpg\"><img src=https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS143513_C19A0296-scr-1.jpg \r\n                                alt=\"\" \r\n                                class=\"attachment-sote-gallery-small size-sote-gallery-small\" \r\n                                srcset=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS143513_C19A0296-scr-1-400x242.jpg 400w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS143513_C19A0296-scr-1-1024x619.jpg 1024w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS143513_C19A0296-scr-1-768x464.jpg 768w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS143513_C19A0296-scr-1-753x455.jpg 753w, https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/files\/2021\/12\/RS143513_C19A0296-scr-1.jpg 1200w\" ><\/a><\/div>\r\n                    <\/span>\r\n\r\n                <\/div>\r\n\r\n            <\/div>\r\n\r\n            \r\n            <\/div>\r\n\r\n            [\/slb_exclude]\r\n\t\n<p style=\"text-align: justify\">Seit Anfang September wird an der Semmelweis-Universit\u00e4t das auch auf internationaler Ebene neuartige Verfahren angewandt, bei dem bei der Fistelverschlussoperation spezielle Stammzellen in den betroffenen Bereich injiziert werden. W\u00e4hrend des Eingriffs werden die Stammzellen in den Bereich um die Fistel\u00f6ffnung im Darmtrakt oder an den Fistelgang injiziert &#8211; erkl\u00e4rt Dr. G\u00e1bor Ferreira, Facharzt f\u00fcr Chirurgie der Klinik. Die Stammzellen haben die F\u00e4higkeit, dass sie sich an ihre Umgebung anpassen und sich in solchen Zelltyp verwandeln, in die sie eingesetzt werden. In diesem Fall tragen sie zum Verschluss der Fistel\u00f6ffnung bei, indem sie sich in Bindegewebszellen verwandeln &#8211; erkl\u00e4rten die Experten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-28865 size-full\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2021\/12\/RS143505_C19A0247-scr-267x400-1.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"400\" \/>Wie Dr. G\u00e1bor Ferreira betonte, ist durch diese neue Methode auch der chirurgische Eingriff einfacher, und die Chance auf eine dauerhafte Heilung doppelt so hoch. Bei Crohn-Patienten, bei denen sich eine Fistel herausbildet, ist die Heilungschance geringer als bei denen, wo die Fistelbildung aus anderen Gr\u00fcnden passiert. Die Klinik f\u00fcr Chirurgie, Transplantation und Gastroenterologie ist das dritte Zentrum in Ungarn, wo man diesen Eingriff macht. Die Kosten der Operation werden von der Nationalen Kasse f\u00fcr Gesundheitsversicherung (NEAK) aufgrund individueller Fairness finanziert. Die Universit\u00e4t hatte zuvor an einer klinischen Studie zu dieser Methode teilgenommen, und die erste derartige Behandlung wurde Anfang September durchgef\u00fchrt. Das Verfahren besteht aus einer vorbereitenden Operation und einem zweiten Eingriff, indem die Stammzellen in den betroffenen Bereich injiziert werden. Inzwischen ist der gesamte Prozess erfolgreich abgeschlossen und der Patientin geht es gut. Au\u00dfer Dr. G\u00e1bor Ferreira verf\u00fcgt noch Dr. \u00c1d\u00e1m D\u00e1niel, Facharzt f\u00fcr Chirurgie, \u00fcber die n\u00f6tige Ausbildung und Genehmigung zur Durchf\u00fchrung dieses Verfahrens. F\u00fcr die Therapie stellt ein spanisches Unternehmen allen europ\u00e4ischen Zentren die aus Fettgewebe gewonnene Stammzellen zur Verf\u00fcgung, die innerhalb von 24 Stunden verwendet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">P\u00e1lma Dobozi <br \/>\nFot\u00f3: Attila Kov\u00e1cs \u2013 Semmelweis Universit\u00e4t, N\u00e1ndor Csuja <br \/>\n\u00dcbersetzung: Judit Szlov\u00e1k<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das lebensbedrohlichste Symptom des Morbus Crohn ist die Bildung einer Fistel im Bereich des Enddarms. Die langfristige Wirksamkeit der herk\u00f6mmlichen Operation wird jedoch durch ein neues Verfahren, bei dem Stammzellen in den betroffenen Bereich eingebracht werden, erheblich verbessert. 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