{"id":1174,"date":"2015-02-20T10:24:09","date_gmt":"2015-02-20T09:24:09","guid":{"rendered":"http:\/\/semmelweis.hu\/nki\/?p=1174"},"modified":"2015-02-20T10:24:09","modified_gmt":"2015-02-20T09:24:09","slug":"high-tech-genforschung-an-der-semmelweis-universitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/2015\/02\/20\/high-tech-genforschung-an-der-semmelweis-universitat\/","title":{"rendered":"High-Tech-Genforschung an der Semmelweis Universit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28129_KA-20150206-IMG_1104-scr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1178\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28129_KA-20150206-IMG_1104-scr-300x200.jpg\" alt=\"RS28129_KA-20150206-IMG_1104-scr\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Ein neues DNA-Sequenzierungsger\u00e4t ist an dem Institut f\u00fcr Genomische Medizin und Seltene Krankheiten installiert worden, das die schnelle Sequenzierung des menschlichen Genoms erm\u00f6glicht. Durch die brandneue Technologie k\u00f6nnen Erkrankungen des Nervensystems (so z.B. die Alzheimer-Krankheit, die Parkinson-Krankheit, Schizophrenie oder Autismus) sowie die Herausbildung von seltenen Erbkrankheiten, Tumoren und Hirnmetastasen effektiver und zeitg\u00fcnstiger erforscht werden.<\/p>\n<p>Die Leistung des Apparats ist das Hundertfache der \u00e4hnlichen Maschinen in der Region Mitteleuropa und erm\u00f6glicht die Durchf\u00fchrung von genomischen Untersuchungen f\u00fcr Diagnostik und Forschung auf h\u00f6chstm\u00f6glichem Niveau. Von den Nachbarl\u00e4ndern Ungarns ist so eine M\u00f6glichkeit nur in Wien zu erreichen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28117_KA-20150206-IMG_1167-scr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1176\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28117_KA-20150206-IMG_1167-scr-300x200.jpg\" alt=\"RS28117_KA-20150206-IMG_1167-scr\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Das Ger\u00e4t, 25 Millionen Forint \u2013 mehr als achtzigtausend Euro \u2013 wert, konnte durch das ungarische Nationale Hirnforschungsprogramm erworben werden und wird f\u00fcr gemeinsame Forschungszwecke der Semmelweis Universit\u00e4t und des Pharmakonzerns Richter Gedeon Nyrt. genutzt \u2013 erl\u00e4uterte Rektor Dr. \u00c1goston Sz\u00e9l an der Pressekonferenz anl\u00e4sslich der \u00dcbergabe der Maschine. Der Sequenzierer von h\u00f6chster Technologie unterst\u00fctzt die Universit\u00e4t in ihrer Mission, niveauvolle Forschungen durchzuf\u00fchren, die letztendlich zur Modernisierung der \u00e4rztlichen Ausbildung und effektiverer Therapie beitragen k\u00f6nnen. In nur zwei Tagen kann der Apparat das vollst\u00e4ndige menschliche Genom erfassen. \u201eWir sind nun imstande, in unserem eigenen Labor die Inschrift entziffern, mit der der Sch\u00f6pfer jedes einzelne Teilchen des Menschen bestimmt hat\u201d \u2013 sagte Rektor Sz\u00e9l und setzte hinzu: auch die industriellen Kontakte k\u00f6nnen mithilfe des Sequenzierers gest\u00e4rkt werden. \u201eDie enge Zusammenarbeit der ungarischen akademischen und industriellen Sph\u00e4re st\u00e4rkt auch das Innovationspotential des Landes\u201d.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28110_KA-20150206-IMG_1187-scr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1175\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28110_KA-20150206-IMG_1187-scr-300x200.jpg\" alt=\"RS28110_KA-20150206-IMG_1187-scr\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Das Ger\u00e4t kann jene 3 Milliarden Basenpaare (also 6 Milliarden Zeichen) \u201elesen\u201d, die das Genom eines Menschen ausmachen \u2013 erkl\u00e4rte an der Pressekonferenz Dr. M\u00e1ria Judit Moln\u00e1r, Vizerektorin f\u00fcr Wissenschaft und Direktorin des Instituts f\u00fcr Genomische Medizin und Seltene Krankheiten. Auf Papier geschrieben w\u00fcrde diese Datenmenge 3000 St\u00fcck 500-Seitige B\u00fccher f\u00fcllen. Die neue Technologie erm\u00f6glicht die Voraussagung des Risikos von einzelnen Krankheiten (wie etwa onkologische und kardiovaskul\u00e4re Erkrankungen, Parkinson-Krankheit oder Alzheimer-Krankheit) einer Person und kann auch personenbezogene Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten feststellen. Der Sequenzierautomat hilft auch bei der Diagnose von seltenen Krankheiten. Heute sind etwa 800.000 seltene Krankheiten bekannt, deren Diagnose oft 10 bis 20 Jahre dauern kann. Durch die Sequenzierung des gesamten Genoms wird auch die Diagnostik von Erbkrankheiten beschleunigt \u2013 so Vizerektorin Moln\u00e1r.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28124_KA-20150206-IMG_1127-scr-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1177\" src=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28124_KA-20150206-IMG_1127-scr-1-200x300.jpg\" alt=\"RS28124_KA-20150206-IMG_1127-scr-1\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Frau Dr. Moln\u00e1r hob hervor, dass das Ger\u00e4t vorerst f\u00fcr Forschungszwecke verwendet wird, in einigen Jahren aber schon zur Revolutionierung des Gesundheitswesens beitragen kann. Dr. Moln\u00e1r hofft, dass neben den Forschern der Semmelweis Universit\u00e4t auch Forscher von anderen Instituten und der Pharmaindustrie den Sequenzierer f\u00fcr ihre Arbeit nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wird auch an der Herausbildung einer nationalen Gendatenbank gearbeitet, um auch Kontrolldaten \u00fcber das Genom gesunder Menschen zu besitzen. Die neue Technologie erm\u00f6glicht auch populationsgenetische Untersuchungen; die Forscher der Semmelweis Universit\u00e4t planen eine umfassende Genomsequenzierung von 1000 ungarischen Patienten. Eine nationale Genomdatenbank w\u00fcrde nebst Pr\u00e4vention und gezielter Behandlung der ungarischen Bev\u00f6lkerung auch bei der Forschung der Abstammung des ungarischen Volkes eine gro\u00dfe Hilfe bedeuten.<\/p>\n<p>Die Semmelweis Universit\u00e4t m\u00f6chte ihr High-Tech-Innovationspotential auch in der molekularen Medizin st\u00e4rken. Dr. M\u00e1ria Judit Moln\u00e1r hofft, dass durch die Aktivit\u00e4t der Semmelweis Universit\u00e4t Ungarn sich dem Beispiel der USA und von Gro\u00dfbritannien anschlie\u00dfen kann, wo die allt\u00e4gliche Anwendung der molekulargenetischen Diagnostik als essentiell f\u00fcr das heutige Gesundheitswesen erachtet wird. Die Integrierung dieser Technologie in die allt\u00e4gliche Routine k\u00f6nnte f\u00fcr hunderttausende Patienten eine schnellere Diagnosis und eine pers\u00f6nliche Therapie bedeuten.<\/p>\n<p>P\u00e1lma Dobozi<br \/>\n\u00dcbersetzt von Marica Wild<br \/>\nPhoto: Attila Kov\u00e1cs, Semmelweis Universit\u00e4t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/nki\/files\/2015\/03\/RS28129_KA-20150206-IMG_1104-scr.jpg\"><\/a> Ein neues DNA-Sequenzierungsger\u00e4t ist an dem Institut f\u00fcr Genomische Medizin und Seltene Krankheiten installiert worden, das die schnelle Sequenzierung des menschlichen Genoms erm\u00f6glicht. 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