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Der Sankt-Stephen-Preis wurde der Városmajor Herztransplantationsgruppe verliehen

Der Sankt-Stephen-Preis wurde der Városmajor Herztransplantationsgruppe des Herz- und Vaskulärzentrums verliehen. Die Auszeichnung wurde Dr. Béla Merkely, Rektor der Universität, Direktor der Klinik und Dr. Zoltán Szabolcs, Universitätsprofessor der Klinik, Leiter des Herztransplantationsprogramms im Rittersaal des Burgmuseums in Esztergom übergeben. Wie Dr. Béla Merkely in seiner Dankesrede erklärte, wird der Preis dem Andenken ihrem Mentor, Dr. Zoltán Szabó gewidmet, der die erste erfolgreiche ungarische Herztransplantation durchführte.

Vor der Übergabe des Preises erinnerte einen Marcell Jankovics, Präsident der Stiftung, die den Preis vergab, dass das 25. Jubiläum der ersten ungarischen Transplantation letztes Jahr gefeiert wurde, und in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten mehr als fünfhundert Menschen neues Herz in Ungarn bekamen.

Dr. Béla Merkely sprach in seiner Rede darüber, dass es in der Klinik jährlich nahezu fünfzig-sechzig Eingriffe gemacht sind, wodurch die Klinik zum zweit-größten Transplantationszentrum in Europa geworden ist. Den Preis widmete er Dr. Zoltán Szabó, der – wie es vom Dr. Merkely formuliert wurde – der Mentor von uns allen war.

Wie Dr. Zoltán Szabolcs erzählte, ist zum Erfolg eines Herztransplantationsprogramms die Arbeit von etwa hundert Personen nötig, angefangen von Chirurgen, Kardiologen, Kardiotechnikern, Anästhesiologen bis zu Nachsorge-Personal. Mit diesem Preis wurde die gemeinsame Arbeit von der kompletten Mannschaft anerkannt – betonte er – an der Preisübergabe nahmen fast zwanzig Mitarbeiter dieser Mannschaft auch teil. Der Professor von Herzchirurgie erwähnte noch, dass gerade in letzter Nacht vor der Preisverleihung wurde die 500ste Herztransplantation in der Városmajor Klinik gemacht, insgesamt wurden 550 solche Eingriffe seit 1992 in Ungarn durchgeführt. Das hohe Niveau der an der Klinik durchgeführten Transplantationsarbeit zeigt sich auch dadurch, dass die Ein-Jahres-Überlebensrate der Herztransplantierten über neunzig Prozent liegt. – betonte Dr. Zoltán Szabolcs. Wie er sagte, ist es äußerst wichtig, dass die Nominierung für diesen Preis von der Zivilsphäre kam. Und dies bedeutet: die Menschen kennen und anerkennen die Arbeit, die von den Mitarbeitern der Klinik jeden Tag rund um die Uhr gemacht ist.

Die Gründung der Sankt-Stephen-Preis Stiftung war 2001 eine bürgerliche Initiative. Sie wurde von Dr. Antal Bihari, Leiter des Stadtfernsehens von Esztergom zur Unterstützung des kulturellen Lebens von Ungarn, zum Schutz des ungarischen Erbes gegründet. Die Sankt-Stephen Statuette, die 2018 zum 16. Mal übergeben wurde, ist das Werk von Miklós Melocco. Die Preisträger sind jedes Jahr aufgrund Meinungsumfrage und Online-Stimmabgabe vom Stiftungskuratorium ausgewählt.

An der Veranstaltung wurde die diesjährige Sankt-Stephen Gedenkmedaille auch übergeben, womit László Dolgos, Leiter der vor 25 Jahren gegründeten „Herz für Herz“ Stiftung ausgezeichnet wurde.

 

Pálma Dobozi
Quelle: Semmelweis Egyetem, MTI
Photo: Dr. Csaba Grózli
Übersetzung: Judit Szlovák

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