Schriftgröße: A A A

Seit vier Jahren steht die Klinik für Transplantation und Chirurgie der Semmelweis Universität unter den Eurotransplant-Zentren an vorderster Front

Die Klinik für Transplantation und Chirurgie der Semmelweis Universität steht bei den Nierentransplantationen mit Organen von nicht lebenden Spendern unter den acht Mitgliedern der Organisation Eurotransplant weiterhin auf dem ersten Platz. Letztes Jahr wurden 139 solche Eingriffe gemacht – sagte der Direktor Dr. Zoltán Máthé, der letzten Eurotransplant-Statistik  vom Jahre 2017 zufolge. Der Professor erwähnte weiterhin, dass die ungarische Klinik seit 2014 unter den 77 europäischen Nierentransplantations-Zentren die meisten solchen Eingriffe durchgeführt habe.

Letztes Jahr haben sie 74 Lebertransplantationen gemacht, und mit dieser Zahl haben sie auch 2017 – ähnlich wie in den letzten zwei Jahren unter  den 49 europäischen Zentren den dritten Platz erreicht.

Insgesamt hat man letztes Jahr 168 Nierentransplantationen in der ungarischen Klinik durchgeführt, in 139 Fällen kam das Organ von Gehirntoten. Der Klinikdirektor führte weiterhin aus, dass sich  auch die Anzahl der Nierentransplantationen mit Organen von lebenden Spendern, wo der Organspender ein naher Verwandter des Kranken war, innerhalb eines Jahres deutlich erhöht habe. Wie der Uniprofessor betonte,  versorgt die Semmelweis Universität – bezüglich Nierentransplantationen – die komplette Region von West- und Nord-Ungarn, was 5,2 Millionen Menschen betrifft; d.h. an dieser Klinik werden nahezu 60% aller Nierentransplantationen durchgeführt.  

Im Falle der Lebertransplantationen hat die Semmelweis Universität nach 2015 und 2016 auch 2017 den dritten Platz unter den 49 Lebertransplantions-Zentren erworben. Solche Eingriffe werden ausschließlich hier in dieser Klinik in Ungarn gemacht; letztes Jahr haben hier 74 Patienten ein neues, lebensrettendes Organ bekommen.  Dr. Zoltán Máthé betonte, dass in den letzten Jahren neue, auf internationalen Erfahrungen basierende Methoden in der Klinik eingeführt wurden: Letztes Jahr war bei der Hälfte der Kranken kein Blutpräparat im Laufe der Operation nötig, die Zeit der Operation verringerte sich deutlich, der Zustand der  Patienten verbesserte sich schneller, die Genesung war auch wirksamer.

Von den acht Mitgliedstaaten hat sich Ungarn als letztes Mitglied der vor 50 Jahren gegründeten Eurotransplant angeschlossen; die Klinik für Transplantation und Chirurgie zählte schon nach einem Jahr Mitgliedschaft zu den Besten und ihre leitende Rolle hat sie in den letzten vier Jahren auch behalten können. Dr. Zoltán Máthé betonte, dass die Organtransplantation eine echte Teamarbeit ist, für jeden Erfolg ist die harmonisierte und auf einander abgestimmte Tätigkeit von mindestens 20-30 Experten nötig.

This entry was posted in Aktuelles. Bookmark the permalink.